Interview mit Dorothea Bergermann

Dorothea Bergermann gehört mit zwei erschienenen Romanen, einer veröffentlichten Novelle und dem in der Entstehung begriffenen fünften Band der „Türme von Taladur“-Reihe schon nach kurzer Zeit zu den Stammautorinnen der DSA- Literatur. Grund genug für unsere Einhörner, sie einmal mit ein paar Fragen zu löchern.

Nandurion: Dorothea Bergermann. Wer ist das eigentlich? Was treibst Du so, wenn Du nicht gerade schläfst oder Dich mit dem Schreiben von DSA-Romanen beschäftigst? 

Dorothea Bergermann: Oh, das ist schwierig – wer bin ich, und wenn ja, wie viele? Etwas ernsthafter: Ich bin ausgebildete Handweberin und habe Geschichte und Ur- und Frühgeschichte studiert. Gegenwärtig verdiene ich mir vormittags meine Brötchen mit Romaneschreiben – nicht nur im Bereich DSA. Nachmittags rennen mir Katzen und Kinder zwischen den Füßen herum, abends träume ich davon, auch mal wieder weben zu können.

Fragen zu DSA

 

Nandurion: Mit „Tagrichter“ ist gerade nach „Nachtrichter“ Dein zweiter DSA-Roman erschienen, hinzu kommt „Hundeelend“, Dein Beitrag zur Novellenreihe „Hundstage“. „Türme aus Kristall“ (Band 5 der „Türme von Taladur“ Reihe) ist zurzeit in Arbeit. Wie bist Du zum Schreiben von DSA-Romanen gekommen? War das ein lang gehegter Traum, oder bist Du da eher zufällig „hineingestolpert“?

Dorothea Bergermann: Die Frage möchte ich in zwei Teilen beantworten. Schreiben war schon in der Schule neben Handarbeiten mein liebstes Hobby. Ich habe Tonnen von Notizbüchern mit Personen, Handlungsskizzen, Kulturen und ganzen Planeten gefüllt – Plattentektonik, Herrschaftsformen und Klimadiagramme inklusive. Ich wollte es gern realistisch. Da es aber leider ein großer Sprung von solchen Ideen zu einem funktionierenden Roman ist, blieb es lange bei Gedanken.

Vor ein paar Jahren wurde ich arbeitslos, und ich machte aus der Not eine Tugend. Ich reichte ein Exposé bei FanPro ein, da ich die aventurische Welt gut kannte und mir vorstellen konnte, vor diesem Hintergrund zu arbeiten. Das erste Exposé wurde abgelehnt. Der Verlagsleiter hatte recht, es war grausam. Aber er ermunterte mich, es noch einmal zu versuchen. Das zweite Exposé, das ich binnen einer Woche nachreichte, trägt in der Umsetzung den Namen »Nachtrichter«. Auf Grundlage dieses Vertrags habe ich mich selbstständig gemacht und es noch nicht bereut.

Nandurion: Wie bist Du zum Rollenspiel und speziell zu DSA gekommen?

Dorothea Bergermann: Vor viele Jahren äußerte ich einmal Interesse an diesem »Rollenspiel«, das eine Kommilitonin aus der Japanologie ab und zu betrieb. Sie sprach mit ihrer Gruppe, und ich wurde zu einem Probeabend eingeladen. Da ich naturgemäß keinen Charakter hatte, zog der Spielleiter einen männlichen Streuner Stufe 5 aus seiner Kladde. Eine Geschlechts- und Namensumwandlung später war der Charakter mein, und ich spielte von dort an beinahe wöchentlich DSA.

Nandurion: Was hat Deine Leidenschaft für Aventurien bis heute erhalten? Warum hast Du ausgerechnet diesen Hintergrund für Deine Geschichte gewählt?

Dorothea Bergermann: Ich habe Aventurien durch meine besten Freunde und meinen späteren Mann kennengelernt. DSA ist neben Vampire: The Masquerade das erste System, das ich je ernsthaft und über längere Zeit hinweg gespielt habe. Man könnte also sagen, dass Aventurien in meiner Erinnerung ein rosa Rändchen trägt. Aber der Fairness halber muss ich anmerken, dass man auch sehr gut über DSA lästern kann – und dass dies mich noch stärker an die Welt und ihre teilweise unsinnigen und inkongruenten Regeln und Setzungen gebunden hat.

Zum Beispiel geht DSA nicht davon aus, dass ein Charakter ein ordentliches Alter erreicht. Ein gemütlicher Travia-Geweihter, der gerade seinen sechzigsten Geburtstag feiert, dient seiner Herrin seit rund vierzig Jahren. Nach jährlichen Karmalquesten mit ungesteigerten Startattributen und einer Liturgiekenntnis von 10 verfügt der Geweihte ohne übermäßige Anstrengung von seiner Seite über einen Karmavorrat von vielleicht 150 KP. Das ist sehr viel Macht in den Händen einer einzelnen Person. Aber in den wenigsten Fällen scheint diese Macht irgendeine Auswirkung auf die Spielwelt, den Verlauf der Geschichte oder den eines Abenteuers zu haben.

Ich habe Aventurien nie als Hintergrund meiner Romane ausgewählt – ich hatte keinen Grundplot wie »Dornröschen« im Sinn, den ich dann irgendwie in Aventurien umsetzen wollte. Eher kamen bei der Lektüre von Regelwerken und Spielhilfen Fragen auf, die ich nur in der geschlossenen Welt Aventurien diskutieren konnte. Dies betrifft im Fall der Phexensdiener-Romane hauptsächlich den religiösen Bereich. Ich kann mir zum Beispiel nicht vorstellen, dass in Aventurien die Diener der Zwölfgötter nicht miteinander sprechen sollen. In der normalen Welt tendieren Priester und Mönche doch dazu, eng zusammen zu leben – unter anderem in monastischen Gemeinschaften. Also warf ich gedanklich ein paar Fraktionen wie Phex, Praios und Tsa zusammen – und auf einmal interagierten die Charaktere völlig natürlich. Geweihte haben allein durch ihre Weihe schon mehr mit ihren Kollegen gemeinsam als mit Bauer Alrik oder Halrik dem Markgrafen. Außerhalb Aventuriens haben solche Gedankenspiele gar keine Voraussetzungen. 😉

Nandurion: Die Welt des Schwarzen Auges ist bekanntermaßen äußerst detailliert ausgearbeitet und beschrieben. Findest Du es bereichernd oder einschränkend, eine derartige Welt zu beschreiben?

Dorothea Bergermann: Für DSA zu arbeiten ist gleichzeitig einfach und schwer. Einfach ist es deshalb, weil man innerhalb der Romanreihe beinahe jede Sorte Geschichte schreiben kann. Ein Krimi, ein Thriller, eine Queste, ein Opferplot, ein Liebes- oder ein Entwicklungsroman – all dies hat Platz in Aventurien und wird gerne gelesen. Auf dem großen weiten Buchmarkt ist das recht ungewöhnlich. Einem modern orientierten Krimi-Verlag ein Exposé für eine historische Liebesschnulze anzubieten ist vergebliche Liebesmüh. In der DSA-Romanreihe ist das verbindende Element die Welt, und in diesem Sinne ist die Reihe sehr experimentierfreudig und offen.

Gleichzeitig schreibt man in der Welt Aventurien. Die Leser erwarten nicht nur das passende aventurische Flair, sondern auch die Beachtung vieler, möglichst aller Setzungen, die ein bestimmtes Gebiet oder einen Personenkreis betreffen. Allerdings sind die Informationen so weit über Regelwerke, Hintergrundbände, Romane und Aventurische Boten verteilt, dass man eine spezialisierte Bibliothek benötigt, um alle einschlägigen Details berücksichtigen zu können. Das macht den Rechercheaufwand extrem hoch.

Es reicht nicht, die irdischen Referenzkulturen und Zeitstellungen für die aventurischen Völker zu kennen – man muss jedes Faktum noch mit dem aventurischen Quellenmaterial abgleichen. Als Autor stolpert man bei aller Mühe schnell in »Logikfehler« oder interpretiert Regelwerkstexte »falsch«, da man ihre Genese nicht seit anno dazumal verfolgt hat. Manche Hauptseminararbeit war schneller recherchiert und geschrieben als die Vorüberlegungen zu Tagrichter.

Nandurion: Spielst Du derzeit aktiv DSA? Wenn ja: Bist Du als Spielerin oder Spielleiterin aktiv?

Dorothea Bergermann: Ich habe eine Weile kein DSA gespielt und habe erst nach der diesjährigen RatCon eine sehr nette neue DSA-Gruppe gefunden. Dort bin ich Spieler. Meine anderen Gruppen haben sich nach und nach anderen Systemen zugewandt. Dort spielen wir wechselnde Systeme von Warhammer 40k bis hinunter zu Dr.Who auf Basis des Cthulhu-Regelwerks. Wir leiten mehr oder weniger »reihum«.

Nandurion: Was war Dein erster DSA-Charakter? Was für einen Charakter spielst Du zurzeit?

Dorothea Bergermann: Mein erster DSA-Charakter begann sein Leben als übernommener männlicher NSC. Bald kamen Klagen auf, dass eine weibliche Stimme für einen draufgängerischen Kerl sehr irritierend sei, also erhielt der Charakter eine Namens- und Geschlechtsumwandlung. Außerdem entwickelte ich Mereka, so ihr neuer Name, vom Nahkämpfer zum Messerwerfer und Dolchartisten. Sie fing sich nach ein paar geruhsamen Monaten als Streuner im Rahmen der Simyala-Kampagne Travias Segen ein, konnte sich aber nie mit allen Aspekten der Göttin von Heim und Herd anfreunden. Schließlich trug sie Phex ihren Dienst an. Ich glaube, ich habe eine der wenigen Phex-Geweihten Aventuriens gespielt, die chronisch klamm war. Zu der Gelegenheit setzte ich mich intensiv mit dem aventurischen Pantheon auseinander und entwickelte die Ideen, die ich Jahre später in den Phexensdiener-Romanen verwendet habe.

Aktuell spiele ich eine aranische Händlerin, die ihre Großfamilie unterstützen muss, da mir nach der ganzen Heiligkeit, Heimlichkeit und Herumwunderei in den letzten Romanen der Sinn nach etwas durchgehend Profanem stand. Allerdings kann ich meine Interessen nicht verleugnen, also handelt die gute Frau mit Farbstoffen und edlen Geweben und spendet regelmäßig im Phex-Tempel. Aber ich glaube, als Aranierin ist ihr dies leicht zu entschuldigen. 😉

Nandurion: Im Mittelpunkt Deiner ersten beiden Romane stehen die Phexensjünger. Was fasziniert Dich an dieser Religion und denen, die ihr anhängen?

Dorothea Bergermann: Faszinierend waren von Anfang an die Widersprüche, die für Phexens Diener gelten. Bei schneller Lektüre von KKO, AG und später WdG bekommt man den Eindruck, dass es zwei Typen von Phex-Geweihten gibt: die Händler, die in einem öffentlichen Tempel herumstehen und vor jedem Wort die Hand aufhalten, und die Diebe, die ihre Berufung so geheim halten, dass sie noch nicht einmal Seelsorge betreiben oder für ihre Gemeinde ein Gebet sprechen können. Für diese eingeschränkten Dienstleistungen nehmen Letztere auch nicht ganz so viel Geld wie die Erstgenannten.

So kann das System nicht funktionieren. Wie will ein »Diebesgeweihter« mit der kompromisslos durchgesetzten Maxime der Heimlichkeit einen Gottesdienst abhalten und damit seiner Berufung entsprechen? Was macht ein »Händlergeweihter«, wenn eine verarmte Mutter von mit zwei Kleinkindern sich an ihn um Hilfe wendet? Darf ein Phex-Tempel ein Hilfsprojekt wie die Grameen-Bank von Bangladesch aufbauen? Mit welchem philosophischen Unterbau? Wie kommunizieren die verschiedenen Phex-Tempel untereinander, wenn die Geweihten ihre Berufung sogar vor ihren engsten Kollegen geheim halten müssen? Innerhalb dieses Kults kollidieren Setzungen und Darstellungsmöglichkeiten sehr hart. Ich habe lange herumgeknuspert, wie der Phexkult »überlebensfähig« dargestellt werden kann, und wie normale menschliche Regungen sich im Dienst Phexens umsetzen lassen.

Nandurion: Haben Deine Romane einen „realen“ Hintergrund am Spieltisch? Gibt es Personen aus Deiner Rollenspielhistorie, die über Deine Romane Eingang ins offizielle Aventurien erhalten haben?

Dorothea Bergermann: Ich werde hier sicherlich ein paar Leute enttäuschen, aber die Antwort ist nein. Ich habe keine Charaktere aus unseren Rollenspielrunden übernommen. Romancharaktere müssen in ihrer eigenen Umgebung agieren und sollten auch von dieser Welt geprägt sein. Im Rollenspiel fließen zu viele »Metadaten« in die Handlungen der SCs ein, die in der Szenerie eines Romans keinen Sinn ergeben. Alle meine Romancharaktere sind sie selbst.

Nur namentlich habe ich zwei Denkmäler gesetzt: Ein sehr mächtiger Vampire-Charakter meines Mannes, Ragnar Björnesson ibn Jamal vom Clan der Assamiten (Jamal ist der „Alte vom Berg“ in Alamut), durfte einem gewissen thorwalschen Novizen in Kyndoch seinen Namen geben. Die vierjährige Pflegetochter meiner Phex-Geweihten Mereka ist Namenspatin für die Vogtvikarin im Tagrichter.

Nandurion: Gibt es eine bestimmte Gegend in Aventurien, die Dir besonders am Herzen liegt und die Du besonders gern bespielst oder beschreibst?

Dorothea Bergermann: Echte geographische Präferenzen habe ich nicht. Aber ich bevorzuge gering beschriebene Orte und Landstriche, in denen ich nicht den Namen jedes Dorfes in der einschlägigen Spielhilfe nachschlagen muss. Auch gefallen mir die lockeren Tulamidenlande besser als hochkontrollierte Streifgebiete des Ordens vom Bannstrahl Praios‘. Mit den Schwarzen Landen kann ich persönlich gar nichts anfangen.

Fragen zur Autorentätigkeit

Nandurion: Was motiviert Dich zum und beim Schreiben?

Dorothea Bergermann: Was mich zuverlässig an den Schreibtisch holt, ist die Spannung beim Schreiben. Ich bewege mich in einem offenen Zeitstrahl. Hinter dem Cursor liegt die Vergangenheit; die Buchstaben, die ich gerade tippe, stellen den kleinen Ausschnitt der Gegenwart dar, und im Kopf halte ich die nächsten Szenen, manchmal sogar die gesamte Geschichte in der »Zukunft«. Dabei fühle ich mich wie ein gedehntes Gummiband. Die Geschichte ist wie ein Segler, der vor dem Wind läuft: Sie will vorwärts, und ich darf sie steuern. Das ist sehr anregend.

Nandurion: Was steht bei Deiner Arbeit am Anfang? Der Plot, eine Figur, eine bestimmte Szene, die Du einbauen wolltest, das (dramatische) Finale, das Genre?

Dorothea Bergermann: Ich beginne meist mit einem Haufen Protagonisten und Antagonisten, die aus persönlichen Differenzen heraus recht schnell zur Sache kommen. Aus diesen »internen« Grundkonflikten leite ich die Romanhandlung ab und entwickle sie in einem bunten Mindmap. Nach ein paar Tagen oder Wochen herumbrüten – man unterbricht mich oft bei der Arbeit – schreibe ich aus diesem Haufen Ideen eine erste Handlungsskizze.

Diese bringe ich dann mit dem »Geschichtentyp« in Einklang – ein Krimi muss einen Mord enthalten, eine Liebesgeschichte braucht zwei Protagonisten, die sich erst am Ende »für immer« treffen oder scheiden. Ganz am Ende des Prozesses steht ein Exposé, das an die geeigneten Verlage geht, und die dazugehörige Leseprobe – meist das erste Kapitel des Projekts. Wenn ich einen Verlag gefunden habe, schreibe ich auf Basis des Exposés die Geschichte. Spätestens nach hundert Normseiten verläuft alles anders als geplant, auch wenn die ausgeführte Geschichte immer noch das gleiche Ziel wie das Exposé ansteuert. 😉

Nandurion: Was inspiriert Dich? Was machst Du, wenn Dir gerade die Ideen ausgegangen sind oder du Dich in einer Sackgasse befindest?

Dorothea Bergermann: Eine gut geplante Geschichte krankt nicht an ausgegangenen Ideen – tolle Ideen, die mir zwischendurch kommen, zerschlagen mir im Gegenteil eher die gesamte Romanplanung. Diese Ideen ungebremst zu verfolgen führt zu dem netten Adjektiv »verzettelt«. Wenn ich nicht mehr weiter komme, liegt das meist daran, dass ich einer früheren Szene einen falschen Drall gegeben habe und die Charaktere nicht motiviert sind, meinem Plot zu folgen. In dem Fall muss ich entweder die fehlgeleitete Szene umschreiben oder den gesamten Handlungsverlauf noch einmal überarbeiten.

Nandurion: Wie dürfen wir uns Dich beim Schreiben vorstellen? Gibt es etwas, was auf Deinem Schreibtisch (oder in Deiner Umgebung) dabei keinesfalls fehlen sollte?

Dorothea Bergermann: Auf meinem Schreibtisch darf mein Maßkrug mit stark verdünntem Saft nicht fehlen, genauso wenig wie leckere Munchings and Crunchings – das kann alles sein von einem Teewurstbrot mit mehr Wurst als Brot bis zu einem Berg Lakritze, Schokolade oder Fritsticks. Wenn ich ein Buch beginne, muss ich das Internet kappen, sonst verschwende ich meine Zeit mit überbordender Recherche. Sobald ich im Fluss bin, ist das egal – die Geschichte zieht mich weiter und Kurzrecherchen bei Wikipedia oder Wiki Aventurica sind nur noch lästige Aufgaben, die mich von der Arbeit abhalten.

Nandurion: Welche Titel finden sich neben DSA Romanen sonst noch so in Deinem Bücherregal? Was ist das Buch der letzten zwölf Monate, das Dich am meisten begeistert hat?

Dorothea Bergermann: In unseren endlosen Regalen stehen rund 2000 Romane Bereich Science Fiction und Fantasy. Dazu kommen mindestens 500 Werke wissenschaftlicher und handwerklicher Literatur. Das beste Buch, das ich im letzten Jahr in Händen hielt, war »Doubleweave« von Jennifer Moore. In Sachen Fantasy war »The Wise Man’s Fear« von Patrick Rothfuss beeindruckend. Einen so unkonzentrierten Leser wie mich über tausend Seiten bei der Stange zu halten, ist eine reife Leistung.

Nandurion: Hast Du literarische Vorbilder? Wenn ja: Welche Schriftsteller haben Dich am meisten beeinflusst?

Dorothea Bergermann: Von Anfang an wollte ich so dicht schreiben wie C.J. Cherryh und so reich charakterisiert wie Louis McMaster Bujold. Es ist wohl recht offensichtlich, dass deutsche Fantasy und Science Fiction in meinen prägsamen Jahren nicht sehr hoch im Kurs standen. Von den deutschen Autoren, die ich später kennengelernt habe, habe ich am meisten von Carolina Moebis und Christian Humberg gelernt.

Nandurion: Verfolgst Du andere Schreibaktivitäten jenseits von DSA? Hast Du zurzeit andere Projekte?

Dorothea Bergermann: Ich arbeite zusätzlich zu den DSA-Projekten an einem phantastischen Liebesroman von epischen Ausmaßen und einem Regionalkrimi. Die Urban Fantasy-Zeitreise-Geschichte ist gegenwärtig noch nicht spruchreif. 😀

Ein kurzer Ausblick

 

Nandurion: Zurzeit arbeitest Du am fünften Band der Reihe „Türme von Taladur“: Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit und Koordination mit Deinen Co-Autoren?

Dorothea Bergermann: Die Zusammenarbeit im Team ist sehr angenehm. Wir müssen uns in einem solchen Projekt in vielen Dingen absprechen, aber durch die gute Organisation gibt es da kaum Schwierigkeiten.

Nandurion: Dürfen wir uns auf ein Wiedersehen mit Adara und Faisal, den Protagonistinnen aus „Nachtrichter“ und „Tagrichter“, freuen?

Dorothea Bergermann: Das muss ich ganz klar mit einem phexischen »Das müsst Ihr selbst herausfinden« beantworten.

Entweder…. oder?

 

Zum Abschluss noch drei Entweder-Oder-Fragen:

Nandurion: Urlaub auf den Zyklopeninseln oder auf Maraskan?

Dorothea Bergermann: Da bleibe ich auf Maraskan. Die Luft ist warm, ich verstehe die Sprache der Einwohner und die Architektur gefällt mir auch. Da es sich um einen Urlaub handelt, kann mir die ganze schwarze Garde gestohlen bleiben. Die habe ich nicht gebucht. 😀

Nandurion: Götterwirken: Subtil und persönlich oder massenwirksam und welterschütternd?

Dorothea Bergermann: Wen fragst Du das? Subtil und persönlich natürlich. Ingerimm kann sich gerne publikumswirksam austoben, aber das größte Wunder der Welt ist immer noch der erste Atemzug eines Neugeborenen.

Nandurion: Am Spieltisch: Regeltreue oder Geschichte?

Dorothea Bergermann: Bei mir gehen immer Geschichte und Spielspaß vor.

Dorothea, wir danken Dir für das Interview!  (Mehr zu Dorothea Bergermann erfahrt ihr übrigens auch auf ihrer Homepage.)

Das Interview führte Josch.

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2 Kommentare zu Interview mit Dorothea Bergermann

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