Aventurischer Bote #172

Kaum hat man sich als schwerfälliger und konservativer DSA-Fan an das Tsagewand gewöhnt, das den Boten nun schon seit sechs Jahren ziert, wird es auch wieder gewechselt (Nandurion berichtete). Um den letzten Boten im alten Stil angemessen zu würdigen, haben wir daher heute die größte Einhornriege zusammengeholt, die sich jemals zum Disput versammelt hat und beweisen euch, dass Nandurion immer noch den längsten hat. Disput natürlich. Viel Spaß beim Vergleichen. Also Lesen. Ihr wisst schon.

Cover

Aventurischer Bote 172 CoverNox: Den wohl letzten farbigen Boten ziert das Cover des Aventurischen Almanachs aus dem Pixelkasten von Anna Steinbauer, die hier ein DSAiges, rundum stimmungsvolles Bild abgeliefert hat. Drachenviech mit Heldengruppe vor malerischer Kulisse. Angesichts des besänftigenden Zaubers spare ich mir die sonst von mir zu erwartende Hasstirade über spitzohrige Überflüssigkeiten.

Josch: So muss ein Cover für einen DSA-Aventurienband aussehen, Punkt. Ist alles drauf, was da traditionell draufgehört. Heldengruppe, Riesenlindwurm, Berge, von denen man nirgendwo die Khômwüste sieht, und ordentlich grüne Natur für das Romantikerherz. Das Welt des Schwarzen Auges-Cover ist immer noch das beste in der Kategorie, aber das ist eine Entscheidung um Haaresbreite. Toll!

Vibart: Meine besondere Liebe gehört der Zeichnerin, die da den guten alten Riesenlindwurm ausgepackt hat, den Über-Power-Gegner aus der ersten Erweiterungsbox zu DSA1. Dieses Cover strahlt alle Hoffnungen aus, die ein Oldschool-Heini mit dem neuen System verbindet: unverkennbar DSA.

Sedef: Sieht toll aus, gerade die Farben und die Natürlichkeit ohne bunte Magieeffekte gefallen mir sehr. Dazu zeigt es tatsächlich auch noch aventurische Helden und ein klassisches aventurisches Monster. Gerne mehr Cover dieser Art.

Salaza: Sondermeldung: Haus Targaryen auf Rulat gelandet. Aber nee, der dreiköpfige DSA-Drache ist ja deutlich älter. Glück gehabt. Arbosch verflucht dafür gerade wohl die Idee Layariels, nicht unter dem Berg durchzugehen, sondern den Weg drüber zu nehmen. Ich finde das Bild super.

Nox: Arbosch macht auf mich eher den Eindruck, als wäre ihm ein Kindheitstraum erfüllt. Und die anderen machen sich auch schon zum Gefecht bereit. Hoffen wir mal, dass dies nicht das letzte Bild mit unseren ikonischen Helden ist …

Die Entwicklung von DSA 5, ein Fazit + Interview zu DSA5

Josch: Zu viel DSA5-Metablabla in diesem Boten, weil – sage und schreibe – 9,5 Seiten netto. Ich kann nicht mehr. Interview und ausführlicher Entwicklerbericht sind für mich hier der Overkill – eins davon hätte völlig gereicht, das andere dafür als Blogbeitrag verwendet werden können. Dies gesagt habend, fand ich Jens Ullrichs Erläuterungen recht informativ und auch hilfreich beim Verständnis des neuen Regelsystems. Insbesondere den Punkt zum Thema „Bestrafungen“ fand ich ziemlich interessant und gut beobachtet. Mit aktuellen DSA-Regeln ist es aber ein wenig so wie mit dem ersten Sex in der neuen Beziehung: Wer zu viel drüber redet und ankündigt, steht am Ende womöglich mit offener Hose da. Was ich sagen will? Keine Ahnung. Ich mag jetzt einfach nichts mehr über DSA5 lesen und will endlich losspielen, das vor allem.

Nox: Aber im Vertrag steht, wir müssen das lesen, also tun wir das auch. Alex Spohr und Jens Ullrich geben hier in Interview und Fazit einen interessanten Einblick in die Entstehungsgeschichte von DSA5 und einiger ausgewählter Regelbereiche, die das Wie und Warum erklären. Ist vielleicht nicht viel Neues für Limbusreisende wie uns, aber wenn sie sich doch so auf DSA5 freuen …

Vibart: Ich kann es auch nicht mehr hören. Es ist inzwischen ein bisschen so, wie bei der Almased-Werbung: In Zukunft können Frauen in gelben Bikinis so bombig sein, wie sie wollen, ich werde die arme Badenixe wohl trotzdem nur noch hasserfüllt anbrüllen. Worüber wollten wir eigentlich reden? Ach so, über DSA5. Ist glaube ich besser so, bevor wir noch länger über Bikinifrauen und Sex mit dem neuen Partner philosophieren, oder?

Nox: Och, ich weiß nicht …

Josch: In den redaktionellen Handreichungen zur Abfassung des 172er Disputs heißt es, Autor Josch habe an dieser Stelle eine, ich zitiere wörtlich, „launige Replik“ zu liefern. So funktonier‘ ich nicht, ihr Banausen! Wenn überhaupt, dann müssen wir hier dringend mal das Thema Almased ansprechen. Vibart bekommt von mir auf jeden Fall den Douglas-Adams-Gedächtnis-Preis für die sinnloseste Nennung eines Diätprodukts innerhalb einer ernsthaften Rezension.

Was Almased im Botendisput zu suchen hat? Disputant Vibart schlägt den Bogen. Und wir durch einen Papagei ersetzt.

Was Almased im Botendisput zu suchen hat? Etwa Werbung bei der Haus- und Hofkapelle? Zahlt der grüne Satan nicht mehr genug? Disputant Vibart wird auf jeden Fall durch einen Papagei ersetzt.

Vibart: Natürlich gibt es auch eine Vielzahl ähnlicher Schlankheitsmittel auf dem Markt, die nicht mit Harry Weinfurt, sondern mit strandlastigen Nackedeis werben, um weniger hübsche Kundschaft an das Produkt zu binden. Zurück zum Boten: „Standardisierung, Subsysteme, Linearisierung, Bestrafungssystem“ – so ein bisschen klingt ja Jens Ullrichs Historia der DSA5-Genese nach dem Wörterbuch des Unternehmensberaters.

Josch: Ja, ein wenig erinnert das an Powerpointpräsentationen, die für 3/4 der Zuhörer mit dem Ende ihres Arbeitsverhältnisses enden.

Vibart: „Kurz gesagt, wir machen uns daran, das System auf das Wesentliche herunter zu konzentrieren, problematische Bereiche zu entfernen und gegen andere Regelelemente auszutauschen. Deshalb werden wir die Belegschaft auf ein Drittel schrumpfen und ab jetzt Rollenspielmaterial von 3W6 dressierten tonganesischen Papageien schreiben lassen.“

Josch: Korrekt. Gilt auch für den Botendisput. Vibart, Sie sind raus. Liebe Botenleser, bitte begrüßt unseren neuen Disputanden „Polly“.

Polly: Polly will Keks!

Vibart: Josch, wollen wir das restliche DSA5-Gedöns einfach skippen und gleich zu den Erweiterungs-Kulturbeschreibungen kommen? Ich habe gesehen, dass es da schöne Illus gibt …

Josch: Ja, Polly. Gute Idee. Hier ist dein Keks.

Sedef: Wir haben Kekse? *blättert vor zu Seite 7*

Salaza: Woischd Polly, du sollschd emol e Seitenbacher Müsli esse. Na hädschd auch net immer die Probleme mit deiner Verdauung. – Oh? Keiner mehr hier? Na dann: To page 7 and beyond!

Ein Herz für Barbaren

Josch: Hach, Barbaren. Ich kenne niemanden, der einen kennt, der mal einen gespielt hat, aber kein System wäre komplett ohne sie. Die vierseitige Spielhilfe enthält drei Kulturbeschreibungen, die es vermutlich aus Platzgründen nicht ins DSA5-Grundregelwerk geschafft haben und denen wir vermutlich noch einmal in späteren Spielhilfen begegnen werden. Klarer Pluspunkt: Die Illustrationen. Die Steppenelfe will mir zwar nicht gefallen, aber das liegt allein daran, dass sie mich fatal an C. erinnert, die mich damals auf der Schuldisco 1994 nur deshalb angebaggert hatte, um Kontakt zu meinem besten Freund T. zu bekommen, der gerade mit dem Surfen angefangen hatte (bzw. das vorhatte). Ja, genau, ich meine Dich, C.! Siehst Du, was Du hättest haben können? Ich habe es bis ins Internet geschafft, und Du, Du hast nur … den CEO-Posten eines Düsseldorfer Startups inne, wie ich gerade bei Facebook sehe. Und jemanden geheiratet, der Vizeeuropameister in irgend einer obskuren Freestyle-Surfdisziplin ist. Na gut, dafür kann die Elfe aber nichts. Verleser des Tages übrigens: „In Josch gezwungene Wühlschrate fressen sich durch das härteste Gestein.“ Das tut weh, praioslob steht da aber in Wirklichkeit: „Ins Joch gezwungene Wühlschrate…“. Brobim sind übrigens nicht nur die coolsten Barbaren, sondern eine meiner Lieblings-DSA-Gruppe überhaupt. Sie haben eigentlich nur Ratten, Pilze, Riesenkäfer und Maden zur Verfügung, und brauen trotzdem so gutes Bier, dass Zechen bei ihnen als typisches Talent zählt. Wer jetzt noch ein „trübes Kellerbier“ ohne bitteren Beigeschmack bestellen kann, dem sage ich: Hoch die Tassen! Was soll ich sagen: Schöne Spielhilfe, sieht professionell gemacht aus, enthält keinerlei DSA5-Metatalk. Nehm ich. Dafür 8 von 9 Humpen Madenbier!

Ist es die da, die dir den Kopf verdreht? Oder zur Warnung vor zu aufdringlicher Siedelei die Hand abhackt? Steppenelfe von Karin Wittig.

Ist es die da, die dir den Kopf verdreht? Oder als Warnung vor zu aufdringlicher Siedelei die Hand abhackt? Steppenelfe von Karin Wittig.

Vibart: Ein Herz für Barbaren – hört sich nach einer vollwertigen Mahlzeit für den kleinen Trollzacker an. Zwar weiß ich nicht, wie viele aus der Zielgruppe da draußen tatsächlich einen Brobim spielen, aber man liefert Spielmaterial und die Beschreibung machte zumindest mir Lust, einmal eine Runde mit einer brobimschen, gepiercten und gebrandmarkten Rattenzüchterin im heimischen Höhlensystem zu bestreiten. Ist zwar keine „übliche Profession“, aber hey, was soll’s. Ich verbinde übrigens mit der Steppenelfe Kim Wilde oder Kim Basinger. Beide haben mich aber nie in einer Jugenddisco angebaggert, überhaupt hat mich zwischen 15 und 20 niemand je in einer Disco angebaggert, nicht mal ein gepiercter Brobim, deshalb bin ich ja auch aus Frust Rollenspieler geworden, somit gefällt mir die Illu gut. Und auch die Trollzackerin ist darstellerisch gelungen, nur der Rock ist für die Jahreszeit definitiv zu warm. Hat hier jemand „trübes Kellerbier“ gesagt? Zwölf bemalte Stierschädel für diese GRW-Ergänzung aus einer frei durch den Leser wählbaren Gesamtanzahl von barbarischen Totempfählen.

Sedef: Sehr gut, solange die Brobim dabei sind, kann mit der 5. Edition ja nichts mehr schief gehen. Ich hoffe doch sehr, dass diese mit DSA4.1 zu Unrecht meist übergangene Kultur aus späten DSA3-Tagen nun endlich ihren verdienten Platz neben all den Tierkriegern, Fjarningen und Trollzackern bekommt. Damit kann ich dich, werter Josch, auch gleich überführen: ICH kenne gleich mehrere barbarische Spieler – Trollzacker, Fjarninger und dergleichen. Alles, was Eigenschaftsboni gibt. Was? Trollzacker und Horasier haben jetzt die gleiche Körperkraft? Ein Grund mehr, sich endlich einen Brobim zu generieren. Möge Aventurien unter der Herrschaft von Gafka Sohn des Mafka und seinem polierten Goldpilz erblühen!

Nox: Mich hat vor allem gefreut, dass die Steppenelfen zu den Barbaren zählen. Schluck das, Amariël-mit-dem-Sternenmal!

Salaza: Wer anderen eine Grube gräbt, ist meist Barbar. Bzw.: Aus Sicht des durchschnittlichen Zyklopäers ist wohl alles rahjawärts der Inseln voll von Barbaren. Aber dank steppenelfischer Reiterhorden, die die in letzter Zeit explodierenden Menschen- und Goblinsippen aus der Grünen Ebene vertreiben, haben sie sich den Titel „Barbaren“ wohl blutig verdient.

Szenario: Troll in Not

Vibart: Wenn ein Szenario so betitelt ist, und mit den Worten „Der Wirt der Taverne Zum hässlichen Esel …“ beginnt, dann erwarte ich mir Großes. Der Schäfer Balduin (RIP), die Oberlueller Heide und das Retten eines mittels Hässlichkeitstranks „zum Troll“ verzauberten Bräutigams nutzen in diesem Szenario die Märchenhaftigkeit, die als DSA-Sujet eine großartige Tradition aufweist. Eigentlich finde ich das Konzept, die Metaplotlastigkeit eines Abenteuers mit einem Punktesystem zu gewichten, sehr gut und ich war schon immer ein Freund der kleinen Geschichten ohne epische Hintergrundmusik. Aber: Was zum Henker sollen Helden „einen oder mehrere Tage“ (S.12) in Oberluell anfangen? Hier hat sich Sebastian Hermes aber wirklich keine Gedanken gemacht! Und warum gibt es in Oberluell zwei Tavernen, die beide (siehe Ortsbeschreibung!) „Zum müden Matrosen“ heißen, und das, wo doch Oberluell mehr als 100 Meilen von der Küste entfernt liegt!? Buhrufe und geworfene DSA4.1-Gebrauchtwegebände für diese skandalösen Fehler im Abenteuer!

Josch: Was ich nicht verstanden habe: Ist der arme Cordowan jetzt wirklich zum Troll geworden, oder doch nur so hässlich, dass man ihn mit einem Troll verwechseln könnte (trotz hierfür eigentlich zu geringer Körpergröße)? Falls Letzteres, warum gibt es dann ein Bild von einem Troll im Abenteuer?

Vibart: S.12, „trollähnliche Gestalt“ und „fast zwei Schritt groß“ (sollte in Thorwal nicht groß auffallen). Nein, er sieht nur aus wie einer. Der böse Zaubertrank macht nämlich einfach nur hässlich und dumm. Was ich nicht verstanden habe, ist, warum die Helden nun die Hochzeitsfeierlichkeiten sabotieren sollen, und nicht die Braut einfach vom fiesen Unglück ihres Ex-Verlobten überzeugen, indem sie das Corpus Delicti vorführen. Klar ist das Sabotieren einer Hochzeit ein viel spaßigeres Unterfangen, wirklich naheliegend scheint es mir aber nicht.

Troll dich, du komischer Mini-Troll! Oder bist du nur hässlich!? In Oberluell werden Trolle mit einigem Argwohn betrachtet. Und Menschen, die für Trolle gehalten werden.

Troll dich, du komischer Mini-Troll! Oder bist du nur hässlich!? In Oberluell werden Trolle mit einigem Argwohn betrachtet. Und Menschen, die für Trolle gehalten werden.

Josch: Zustimmung. Mir scheint auch, die vom Abenteuer hier als „einfallslos“ gedisste Methode (dem betrügerischen Bräutigam notfalls mit der Waffe klar zu machen, dass es so nicht geht, und die Braut aufklären) ist hier eindeutig die Option der Wahl. Von daher glaube ich, dass man aus diesem sympathisch bauernspieligen Miniszenario nicht mehr als etwa 2-3 Stunden Kurzspiel herausholen wird. Was allerdings gar kein Problem ist, wie ich vor drei Wochen erfahren durfte, als ich mit Salaza und Nox das im letzten Botendisput besprochene Himmelsfeuer in der von mir im Disput vorgeschlagenen Fassung spielen durfte. Da waren wir auch in knapp 2 Stunden ohne großes Tammtamm durch, es hat aber alles gut geklappt und viel Spaß gemacht. Und hätten wir gewollt, hätten wir alleine schon die Eingangszene in der Taverne auf 4 Stunden ausdehnen können. Derer hat Oberluell ja sogar zwei! Damit schwebt selbst dieser Mini-Plot in Gefahr, durch übermotiviertes Method-Acting der Spieler sabotiert zu werden. Narf. Was bleibt? Ich würde sagen: 6 von 9 liebevoll unnötigen Plotlösungsmöglichkeiten. Und viel Lust, das bei nächster Gelegenheit mal als Intermezzo einzubauen. (P.S.: Einen Punkt Abzug gab es von mir für den Klassiker des schlecht korrekturgelesenen Botentexts inkl. 2021 BF verbannten Borbarads, mit dem uns der 172er Bote zum Abschied noch einmal aus Traditionsverbundenheit ärgert.)

Vibart: Trotz der Plotrichtungsschwierigkeiten und dem noch immer ungewohnten Verteilen von zweistelligen Abenteuerpunktzahlen steckt in dem Abenteuerchen so viel Liebe zum Bauerngaming, dass ich gar ganze 8 von 9 Zuckerstangen dem Troll gebe – einfach, weil es mehr DSA atmet und lebt als so manche „epische“ Kampagne der Vergangenheit.

Sedef: Das Punktesystem für die lebende Geschichte scheint mir auch für zukünftige Publikationen eine gute Idee zu sein. Den Preis für den originellsten Plot wird das Abenteuer nicht abräumen, es ist aber gut ausgearbeitet und Oberluell bietet interessierten Spielern Gelegenheit, sich an die neue Regeledition zu gewöhnen.

Nox: So sehr ich mich in den letzten Boten für das eine oder andere Szenario begeistern konnte, so sehr hat mich der Troll in Not am Ende enttäuscht und ratlos zurückgelassen. Denn es kommt nicht ein echter Troll vor! Pfui! Mich so hinters Licht zu führen! Nein, im Ernst: zum einen halte ich das Handlungsgerüst für recht schwach, was bei einem kleinen Botenabenteuer aber wirklich noch entschuldbar wäre. (Was ist das für ein Verwandlungsgift? Warum bringt niemand das Auftauchen des „Trolls“, der behauptet Cordowan zu sein, mit dem Verschwinden desselben in Verbindung? Warum nimmt Marada in Kauf, einem Unschuldigen zu schaden und sich weiterhin erpressen zu lassen, wenn sie auch die eine Person hätte vergiften können, die sie in der Hand hat?) Das ist mir alles ein bisschen zu konstruiert. Zum anderen muss ich Vibart hier auch deutlich widersprechen. Denn trotz der amüsanten Märchenhaftigkeit, die am Anfang durchschimmert, drängt sich mir das ungute Gefühl auf, das Szenario wäre nur recht grob auf DSA-Bedürfnisse angepasst worden. Es mag ein bisschen kleinlich sein, aber Hochzeitsringe und Hochzeitsmaler wirken in diesem thorwalschen Umfeld auf mich viel zu irdisch. Lokaler Brauch hin oder her, eine eigene kleine Abwandlung der irdischen Entsprechung wie bspw. Armreife, Hautbilder oder Runenschnitzereien hätten für mehr Flair und Stil gesorgt. Ich weiß, ich weiß, es ist immer einfacher zu meckern, als selbst zu schreiben. Aber auch die stereotypen Rollen des „sympathischen“ jungen Mannes in Not, dessen törichtes Weib auf einen „arroganten und hochnäsigen“ Blender hereinfällt, machen es für mich nicht besser. Ich möchte hier nicht die dreiundzwölfzigste Debatte über die Rolle der Frau in männerdominierten Spielen lostreten, aber die Darstellung der Personen – und da vor allem die der „naiven“ Hausfrau Iskra – geht mir in der vorliegenden Form wirklich gegen den Strich. #notmyDSA. Ich liebe Klischees. Aber hier wurden sie nach meinem Empfinden einfach überstrapaziert und nicht wie sonst oft mit liebenswerten Eigenheiten garniert. Das Szenario bekommt von mir daher nur 3 von 9 Emma-Förderpreisen.

Salaza: Na, guter Nox, so urthorwalsch ist die Gegend ja nicht. Im Gegenteil: Oberluell ist doch eigentlich rechtmäßig nostrisch. Dass diese Barbaren das urnostrische Gebiet besetzt halten, ist doch kein Grund für unsere guten Nostrier, deren kruden Sitten zu übernehmen! Nostalgischer Einwurf am Rande: Endlich komme ich nun in den Ort, zu dem man in der Schicksalsklinge von Efferdûn aus nicht mehr hinreisen konnte. Ansonsten: Ist als Kurzszenario eine schöne Sache, auch wenn ich einige der obigen Kritikpunkte des Herrn Nox durchaus teile. Dennoch bietet sich hier über die präsentierte Fülle an Ideen eine schöne Sammlung, die ein findiger Spielleiter gut nutzen kann. Daher 6 von 9 tsagefällig bunten Steinchen von mir.

Produktvorschau

Vibart: Das neue DSA-Design ist irgendwie … ornamentiger und die Madamanten-Schachtel (Ich verweise noch einmal entschieden auf meine im letzten Disput verkündete Entscheidung, das Sch…Wort „Schips“ nicht zu benutzen, und verwende lieber die vom werten Einhorn Salaza kreierte Bezeichnung) sieht aus wie die Blackguards-Collector’s-Edition. Und dazwischen schleicht sich klammheimlich die Ankündigung für das erste DSA5-Abenteuer. Offenbarung des Himmels ist kein Predigtthema für einen mormonischen Wanderprediger aus Utah, sondern ein Einsteigerabenteuer. Ich bin gespannt.

Josch: In Sachen Schicksalspunktebenennung verweise ich einfach mal dreist auf das zugehörige Gewinnspiel, das es in unserem DSA-Erfahrungsbericht gab. Was Offenbarung des Himmels betrifft, so kann ich endlich einmal schreiben, was ich immer schon einmal schreiben wollte: „Ich kenn’s schon, ich kenn’s schon!“ Trotz des Titels ist es Meister Nox beim Testspiel gelungen, uns alle großartig hinter’s Licht zu führen (was ihn selbst glaube ich am meisten überrascht hat). Mehr dazu beizeiten in einem Spielbericht, wenn das Abenteuer in der finalen Fassung veröffentlicht wurde.

Nox: Ihr wart aber auch sehr umgängliche Spielerchen. Ich bin wirklich gespannt auf die finale, mit einem Layout versehene Fassung des Abenteuers, da die mir vorliegende Wall of Text doch noch einige Schwächen offenbarte.

Sedef: Der Kalender sieht gar nicht mal schlecht aus, das Cover dieses Boten scheint auch dabei zu sein. Das könnte was fürs nächste Jahr sein. Ansonsten frage ich mich gerade, weshalb die Box mit den SchiPen vor verschluckbaren Kleinteilen warnt.

Ingame-Bote

Unser neuer Gastdisputent Polly, das fliegende EInhorn. Foto von

Unser neuer Gastdisputent Polly, das fliegende Einhorn. Polly will meist seltsame Dinge und liebt es, lange im Käfig zu schlafen. Foto von Luc Viatour / www.Lucnix.be.

Vibart: Wir sollten eigentlich gleich einmal üben, dem aventurischen Teil mehr Aufmerksamkeit zu widmen, schließlich wird der nächste Bote nur aus ihm bestehen.

Josch: In der Tat. In Zukunft können wir dem traditionellen Kernstück des Boten (zwangsweise oder endlich, je nach Standpunkt) deutlich mehr Aufmerksamkeit widmen.

Vibart: Ähmmm – ich hab schon angefangen, den Ingame-Teil lang zu beschwafeln.

Polly: Polly will Keks!

Vibart: Vielen Dank für deine Zustimmung, Polly. Zunächst einmal bietet uns die Gazette einen Bericht zum letztbotigen DSA5-Abenteuer, man erinnert sich, der wollnashorngroße Gwen Petryl und so. Etwas rätselhaft ist, wen das ansonsten ganz gelungene Portrait eines Kapuzenträgers darstellen soll. Ein Efferd-Geweihter? Rumpo Derpel? Alex Spohr nach einer durchzechten Nacht? Danach setzt die Kaiserin einen neuen Nordmarken-Herzog ein, so ein bisschen, wie sich die Kanzlerin alle Nase lang jemand Neues für das Verteidigungsministerium besorgen muss. Jetzt ist also der Schleudersitz ins Nirgendmeer der aventurischen Herzögenthrone mit Hagrobald vom großen Fluss besetzt, wir wünsche ihm viel Spaß bis zur Ermordung. Das ganze Oho und Aha um diverse zeremonielle Personalentscheidungen habe ich nicht kapiert, und auch die Meisterinfos helfen mir da nicht weiter. Da scheint der kleine Einspalter daneben schon weitaus bedeutendere Auswirkungen auf den Metaplot zu haben, warum nur waren mir bisher die Melchioriten kein Begriff?

Polly: Polly will Keks!

Vibart: Ja, Polly, das ist eine mögliche Erklärung. Die nächste Seite sieht zunächst aus wie ein alter Hut (Anmerkung von Polly: Eben weil dort ein solcher abgebildet ist), beinhaltet aber unter anderem eine DSA5-IT-Neuerung, denn die Puniner haben neue kleine Billigzauber für den Alltag entdeckt und den Ignifaxius modifiziert. Damit wird das neue Magiesystem von DSA5 aufgespielt. Na, wenn das also alles aus Punin kommt, dann wird mir einiges klar.

Polly: Polly will Keks!

Vibart: Erkläre ich dir später, denn wichtiger ist, dass Brabak weiter die Zweitweltschwelle überschreitet, Straßen und Kriegshäfen baut und die BVOC in Porto Korisande ein Basislager für den Uthuria-Handel errichtet. Lustigerweise wird in dem Artikel erwähnt, dass Kronprinz Peleiston gedenkt, auf dem Archipel seine Papageiensammlung zu erweitern.

Polly:

Vibart: Kommen wir zum diesmaligen Adelsporno, der sich heuer mit blau-weiß-gestreiften Hosen tarnt, und somit nicht in Bayern, sondern in Thorwal spielt. Ansonsten gibt es aber berichttechnisch kaum einen Unterschied zwischen Premer Hetleuten und albernischen Adligen, so dass man mit Fug und Recht sagen kann: Der Feudalismus ist den Thorwalern endgültig erfolgreich untergejubelt. Jubel von der Bank der mumifizierten Priesterkaiser!

Priesterkaiser: Braaaaains!

Vibart: Warum die Efferdkirche weiterhin Bitchslap-Bingo zwischen Horasiat und Pestbeule spielt, verstehe ich nicht so ganz, deswegen ignoriere ich es einfach und sage gleich: „Wickelkopf“ ist mein neues Lieblingswort für Novadis! Es tut sich was zwischen Oase und Reconquista, und so ein bisschen setze ich ja einige Hoffnungen in einen knackigen Rastullah-Plot, der den Südrand ein wenig umkrempelt. Und damit zum Nordrand unterhalb des Tellerrandes: Die Festumer Verbindung zwischen Haffax-Feldzug und hirnloser Atmaskotten-Umzug-Diskussion habe ich nicht ganz verstanden, es erinnert mich aber frappierend an oberschwäbische Kleinstadtvereine, neben denen ich einige Jahre meines Lebens dahin vegetieren durfte. Es ist ein Skandal! So lautet auch der Kommentar zur Ermordung einiger horasischer Diplomaten in Brabak durch kemenitische Hand, und was soll ich sagen: Ich glaube, da braut sich was zusammen im Südmeer. Ich werde allerdings erst zufrieden sein, wenn die Harpyie auf dem Silberberg weht.

Harpye: Polly will Keks!

Vibart: Nun, lass gut sein, du unzüchtiges Flattervieh! Wo zum Henker liegt Echsmoos? Jedenfalls abgelegen genug, damit sich dort diverse Freigeister zum tabulosen arkanen Austausch treffen können, und das ist jetzt nur halb so schmutzig gemeint, wie es sich liest. Zwar weiß ich nicht genau, was der Disput über Kraftlinien und Zauberwaffen genau bezwecken will (laut MI hat es etwas mit der Haffax-Kampagne zu tun. Echt?), er liest sich aber sehr unterhaltsam und angenehm. Und zum Abschluss: Die Kleinanzeigen. Mein Liebling: Maraskan 2 als rur- und grorgefällige Bezeichnung für das aventurische Festland, aber der Rest ist auch ganz nett. Und was sagen wir jetzt zu dem allen, Polly?

Polly: 4 von 5 Keksen!

Vibart: Richtig.

Nox: In Alveran müssen die Niederhöllen los sein, wenn man sich ansieht, wie häufig da in letzter Zeit Dinge aus dem Himmel fallen. Ob sich nun auch einige unliebsame Personen oder gar Regionen Sorgen machen müssen? Ich hätte da einige Vorschläge …

Polly: Polly will Keks!

Nox: Richtig, Polly. Al’Anfa. Anstatt mit der Goldenen Allianz aufzuräumen, die sich derzeit mal wieder selbst zerlegt, mischen die sich in das Gezänk der Efferdkirche ein. Gut so. Davon abgesehen bietet der Bote diesmal viel Adelsblabla in den Nordmarken, in Thorwal und in Hartsteen, aber auch einiges zu magischen Neuerungen. Die Einführung der Zaubertricks gefällt mir so allerdings nicht. Viel eher hätte mich ein Artikel über eine magietheoretische Betrachtung der schon immer dagewesenen magischen Spielereien überzeugt, die aber jetzt erst die ihnen zustehende Aufmerksamkeit erhalten haben. Insgesamt möchte ich sagen: Viel Schönes dabei, aber auch nicht mehr: 5 von 9 Retcon-Gelegenheiten.

Tief im Westen, wo das Meer rauscht... da fallen große, blau leuchtende Steine vom Himmel. Und alle geben mal wieder Efferd die Schuld. Wegen der einen Flut. Kein Wunder, dass man da als Geweihter ernst dreinschaut. Bild von Jenny Harder.

Tief im Westen, wo das Meer rauscht… da fallen große, blau leuchtende Steine vom Himmel. Und alle geben mal wieder Efferd die Schuld. Wegen der einen Flut. Damals. Kein Wunder, dass man da als Geweihter ernst dreinschaut. Bild von Jenny Harder.

Josch: Blaues Leuchten in Havena: Ha, dass ich das noch erleben darf. Meine Testspielgruppe im Aventurischen Boten, denn wir, ich wiederhole, wir, haben den Riesenkometen gefunden und in Sicherheit gebracht und dabei quasi im Vorbeigehen das gesammelte Schergenspektrum von MI: Grubenwurm bis Namenlosengeweihter vertrieben. Dafür hätte man uns ruhig mal namentlich erwähnen können und statt des anonymen Schatzsuchers lieber ein Portrait von Salaza einfügen können. Das wohl! Der Artikel zu den magischen Entwicklungen enthält mir zuviel Regelbegriffe. Stimmungskiller #1. Die Nordmarken wurden als Herzogtum nicht aufgelöst. Stimmungskiller #2. Brabak, die aufstrebende Kolonialmacht, dafür jetzt mit mehr Straßen. Sehr schön. Dass es Kemi-Fundamentalisten gibt, überrascht mich ein wenig, und dieses vergessene Volk arbeitet weiter fleißig an seiner Expatriierung. Was die Novadis angeht, schließe ich mich Vibart vollends an: Zeit für mehr Rastullah im Süden! Nach der Lektüre des grandiosen Zukunft im Sand aus dem aktuellen Jahrbuch um so mehr. Es ist Zeit, endlich eine reine Novaditruppe zu gründen und dem Meister mit übertriebenem Method Acting und stundenlangen Erörterungen der 99 Gesetze den Plot zu versauen. Denn nicht vergessen: „Der Gottgefällige speist nicht vom Maulwurf, auch nicht von der gelbpelzigen Art, die im Khoramgebirge haust.“ Aus aktuellem Anlass möchte ich bei der Gelegenheit zu Protokoll geben, dass ich mich der gelegentlich im Limbus geäußerten Ansicht, die Novadis seien vor allem eine Parodie irdischer Religionen, nicht anschließen kann. Zum einen ist das novadische Weltbild und Gottverständnis um einiges interessanter und reichhaltiger als der klassisch aventurische Zwölfgötterglaube, wo es für jeden Teilbereich eine zuständige Gottheit gibt, zum anderen sind die Vorschriften und Regeln zahlreicher real existierender Religionen deutlich abstruser als die 99 Gesetze. Von daher kommt der Rastullah-Glaube auf meiner internen Favoritenliste gleich nach dem Rur-und-Gror-Glauben. Apropos: Die Kleinanzeigen muss ich diesmal in einer Hinsicht rüffeln: Natürlich gibt es Maraskan mindestens 2-, wenn nicht sogar 4-, 16- oder 64-fach. Aber natürlich nicht in dem denkbar profanen Sinne, den dieser einzigartige Einfaltspinsel in dem Textfragmentchen ausbreitet, das im Boten steht. Es gibt da noch das innere Maraskan, das zukünftige Maraskan, das vergangene Maraskan, das vergessene Maraskan, das erinnerte Maraskan, das geträumte Maraskan, das …

Nox: Hier muss ich nochmal kurz reingrätschen. Maraskan Zwei kommt mir nur allzu vertraut vor. Aha! Wenn es schon die Insel an sich nur einmal gibt, hat es zumindest die Meldung aus Sinoda gleich zweimal (heilig!) in den Boten geschafft, siehe auch AvBo Nr. 171, S. IV. Preiset den Dualismus! Joschziber, weitermachen!

Josch: Wo war ich? 8 von 9 maraskanischen Druckstöcken mit beweglichen Lettern.

Sedef: Blaues Licht über Havena?

Im Zeichen der Tsa: Der alte Bote geht, ein neuer Bote kommt!

Josch: Liebe DSA-Gemeinde. Wir sind hier zusammengekommen, um den Aventurischen Boten in seiner bekannten Form zu Grabe zu tragen. Das Wort hat zuerst Bruderschwester Vibart. Erhebt euch!

Vibart: Nun wird es ernst. Man wird mir verzeihen, dass ich das jetzt zunächst mal alles im Zeichen BORONS betrachte. Trauerkapelle ab.

Heute trage ich einen lieben alten Freund zu Grabe, jemand, der mich erst in den letzten Jahren enger zu begleiten begann, der aber gerade deswegen um so stärker mein Herz besaß, bis ich am Ende von einer regelrechten tiefen Liebe zu ihm ergriffen wurde. Sein plötzlicher Tod kam für mich unerwartet und riss mich aus der inneren Zufriedenheit jener hellen August-Tage. Ein förmliches Schreiben der Ulisses Spiele AG auf einfachem weißen Papier setzte mich von der Tragödie in Kenntnis. Der Bote ist tot, es lebe der Bote. Warum? Warum nur? Sicher wird man mir viele gute Gründe nennen können, es bleibt das Gefühl des tiefen, unerwarteten Verlustes. Und des Nicht-wahrhaben-Wollens. Ob der Nachfolger jemals dieselbe Rolle in meinem Leben einnehmen kann, ist für mich hier, am Rande des offenen Grabes, eine kaum akzeptable Fragestellung.

Bote! Ich weiß, oft habe ich dich nicht so behandelt, wie du es verdientest. Ich war zynisch, auf Verletzung aus, suchte nach Makeln, um sie dir genüsslich vorzuhalten. Wie bei jedem plötzlichen Tod wünscht man sich, das Ende wäre aus weiterer Entfernung absehbar gewesen, um noch einmal die Dinge zu sagen, die wirklich wichtig waren. Nun kann ich sie dir, alter Freund, nur in das kalte, schwarze Grab hinterher rufen: Du warst das Beste, was man für 3,95 € für DSA bekommen konnte. Du hast mir immer eine breite Auswahl an Themen und DSA-relevanten Inhalten geliefert, so dass der Strauß bunt und üppig war. Es mag auch manches unansehliche Gestrüpp dazwischen gewesen sein, aber insgesamt habe ich diese zweimonatliche Gabe inniglich geliebt. Jetzt ist es vorbei. Ob die zwei Sträuße Rosen, die ich in Zukunft erhalten werde, das auch nur annähernd ersetzen können, das bezweifle ich gerade.

Bote, ich liebte dich.

Adieu.

In stiller, doch beredeter Trauer

VV

P.S. Noch ein Wort zu Tsa: Fuck You!

Tsa-Boron Import-Export verhilft auch dir zur Wiedergeburt. Maraskanische Expertise aus Asboran seit 1017 BF.

Tsa-Boron Import-Export verhilft auch dir zur Wiedergeburt. Maraskanische Expertise aus Asboran seit 1017 BF.

Josch: Wo Nacht ist, ist Tag. Wo Dunkelheit ist, ist Licht. Wo Tod ist, ist Wiedergeburt. Wo der traurige Bruder Boron waltet, ist seine fröhliche Schwester Tsa nicht weit. Kommet also alle zusammen und sehet, unsere Bruderschwester Bote ist von uns gegangen. In der Tat, sie ist unterwegs! Wir haben eine gute Zeit zusammen erlebt, in den letzten 4+2 Jahren und 32+4+2 Ausgaben seit ihrer letzten Wiederkehr. Aber nun ist es für sie Zeit, sich erneut auf die Reise zu machen, und ich möchte der geliebten Bruderschwester daher, wie es die Sitte gebietet, die 16 guten Ratschläge und 16 Forderungen für ihre nächste Existenzform mit auf die Reise geben:

Zunächst die Ratschläge:

  1. Störe Dich nicht an denen, die Dein neues Leben mit Spott übergießen, sondern ertrage sie stets mit Heiterkeit.
  2. Verzichte nicht auf die Kleinanzeigen, egal für wie albern diese auch gehalten werden. Rur liebt die Vielfalt!
  3. Bedenke, dass Du nicht wertlos bist, nur weil es Dich für umsonst gibt.
  4.  Hole stets das Beste aus Dir heraus.
  5. Bedenke, dass Du, um die Illusion einer aventurischen Gazette aufrecht zu erhalten, auf passende Illustrationen angewiesen bist.
  6. Sicher hat es Dich immer geschmerzt, zu sehen, wie wenig Aufmerksamkeit der schönsten aller Inseln zugewendet wurde. Jetzt kannst Du es ändern.
  7. Garf I. von Engasal hat einen tadellosen Ruf als internationaler Diplomat – denke darüber nach, ihn als Kolumnisten zu gewinnen.
  8. Bau bei Gelegenheit einmal einen schlechten Witz für den armen Vibart ein, um ihn zu erheitern. Er war Dir stets ein treuer Leser, und Dein überraschendes Fortgehen hat ihm sein Herz zerbrochen.
  9. Die Presseschau mit Erzeugnissen des Optolithen und der Salamander waren stets ein Gewinn. Vergiss sie in Zukunft nicht.
  10. „Wer wie ein Ork nicht lesen kann, schaut sich halt nur die Bilder an.“ Wir haben diese Kopfzeile sehr vermisst und würden sie gerne wiedersehen.
  11. Imman ist unser Leben, ja Kaiser Imman regiert die Welt. Denk auch darüber einmal nach.
  12. Du hast in Zukunft die einmalige Gelegenheit, auf die Formel „Bleibt mir nur noch, Ihnen viel Spaß bei der Lektüre zu wünschen.“ zu verzichten. Nutze sie.
  13. Die Zeit der Elfe des Monats ist vorbei. Die Zeit der „Maraskanischen Weisheit des Monats“ könnte beginnen.
  14. Eine gute Satire darf nicht zu offensichtlich sein, sonst wirft sie keinen Gewinn ab – gedenke Pammi Plotzens!
  15. Die Zukunft der aventurischen Geschichte liegt in Deinen Händen – gehe achtsam mit ihr um.
  16. Vergiss nicht, dass die Welt nicht an den Grenzen Aventuriens endet – auch wenn diese die wichtigsten sind.

Und nun die 16 Forderungen:

  1. Du sollst keine Adelspornographie betreiben.
  2. Du sollst Deinen Lesern genug Material zum Disputieren geben.
  3. Du sollst Dich weiterhin um vernünftige Meisterinformationen bemühen.
  4. Du sollst nicht auf das Korrekturlesen verzichten.
  5. Nein, das ist nicht verhandelbar. Du sollst wirklich nicht auf das Korrekturlesen verzichten.
  6. Du sollst bessere Bezeichnungen als „unbekannte Helden“ verwenden, wenn es um Spielercharaktere geht.
  7. Du sollst kein Neudeutsches Nerdsprech in Deinen Ingame-Texten verwenden.
  8. Du sollst keine Pro-Al’Anfa Propaganda betreiben.
  9. Du sollst die Phrase „Der Tod hielt blutige Ernte“ nicht mehr verwenden.
  10. Rede ich so undeutlich? Nein. Sollst. Du. Nicht. Basta!
  11. Du sollst nicht vergessen, dass auch Deine nächste Existenzform nur vorübergehend ist.
  12. Du sollst dafür sorgen, dass dies nicht Deine letzte Existenzform sein wird.
  13. Du sollst diejenigen, die Dich trotz Gratisangebot abonnieren, gut behandeln.
  14. Du sollst nie vergessen, wie sehr wir Dich geliebt haben.
  15. Du sollst dafür sorgen, dass die bewegte Geschichte möglichst vielen bekannt wird.
  16. Du sollst dafür sorgen, dass die bewegte Geschichte von möglichst vielen geliebt wird.

Was soll ich sagen? Ich folge dem Aventurischen Boten treu seit Ausgabe Nr. 28, und seit der Neuorientierung mit der Nummer 135 ist er zu meinem Lieblings-DSA-Produkt überhaupt geworden. Daher kann ich die Umgestaltung nur mit einem weinenden Auge sehen. Auf der anderen Seite sehe ich aber auch deutliche Vorteile und Chancen des neuen Konzepts. Will man die bewegte Geschichte nicht noch stärker, als sie es eh schon ist, zu etwas machen, das Neueinsteiger und Gelegenheitsspieler abschreckt, dann muss man diesen den Zugang erleichtern. Ein Abo bzw. weitere Kosten von knapp 25 Euro im Jahr sind da sicher keine Hilfe, ein kostenloser Bote hingegen dürfte deutlich breitenwirksamer werden. Zudem gefällt mir das Konzept der Heldenwerk-Reihe, wie ich an unserem letzten Testspielwochende mitbekommen durfte, als wir an einem Abend ein Abenteuer entspannt durchspielen konnten (Hexenreigen), ohne dass es skizzenhaft oder unvollständig wirkte. Es ist Ewigkeiten her, dass ich dergleichen erlebt habe. Das Konzept als Reihe zu etablieren, kommt mir daher sehr entgegen – und wenn man die längeren Abenteuer aus dem Botenmantel herausnimmt, fällt ein wesentlicher Teil des bunten Straußes weg, der im Mantelteil sonst immer zu finden war. Es blieben dann noch die teils abstrusen, manchmal unsinnigen, aber stets unterhaltsamen Spielhilfen zu Themen wie Waffen, Kräutern, Nymphen und aventurischen D-Promis, wie nur DSA sie bieten konnte. Trotz des frohen Mutes: Ich werde sie mit Dir vermissen, Vibart. Was soll’s. Der Bote ist tot, lang lebe der Bote!

Sedef: Ich weise als Stimmungskiller einfach nochmal auf den RatCon-Workshop hin, in dem Näheres dazu erklärt wurde (Nandurion berichtete). Den bisherigen bunten Strauß wird es also nicht mehr geben, aber Ingame-Bote, Meisterinfos und Szenarien kann man sich bei Bedarf zumindest als PDF herunterladen (teils gratis, teils nicht). Ich finde das aus ganz eigensinnigen Gründen sehr schade und werde in Zukunft auf die reine PDF-Version(en) umsteigen, da mich die Heldenwerk-Abenteuer weniger interessieren.

Salaza: Was ist Rurs Geschenk an Gror, sobald es Gror erreicht? Natürlich Grors Geschenk an Rur. Die Welt ist ein Diskus, und solange man auch läuft, irgendwann kommt man wieder am Anfang an. So erreicht also auch der Bote nach 4 x 43 Ausgaben fast wieder seinen Anfang. Zeit für einen Schnelldurchlauf duch die Historie?

Nach 172 Ausgaben hat er genug: Der Seelensammler, der den Boten seit 1985 zum Diebstahl der Leser-Seelen nutzt (Ja, er hat auch deine! Gedenket der Seelen der Magier!), bricht nun zu neuen Ufern auf.

Nach 172 Ausgaben hat er genug: Der Seelensammler, der den Boten seit 1985 zum Diebstahl der Leser-Seelen nutzt (Ja, er hat auch deine! Gedenke der Seelen der Magier!), bricht nun zu neuen Ufern auf.

AB 1 – 1985
Die erste Ausgabe im bald wiederkommenden Zeitungsformat, aber noch sehr werbetechnisch gehalten. Dafür immerhin eine Auflage von 25.000 Exemplaren.

AB 2 bis 21 – 1985 bis 1989
8 A4-Seiten Umfang. Ab Nr. 7 mit offiziellem Status dank Kaiser Hal. Hier finden sich erste, heute selbstverständliche Erweiterungen wie der Namenlose, zwergische Runen, Elfenvölker, Wappen und mittelreichische Provinzen. Im Inhalt finden sich zu Beginn viele DSA-Clubs, später die ersten Nachrichten aus den Provinzen. Dazu kommt ab Bote 19 die Bindung an die Ingame-Zeit. Bis Nummer 20 wird der Preis auf sagenhafte 1 (Mittelreich) bzw. 2 Dukaten (woanders, allerdings nicht in Al’Anfa, Thorwal oder im Orkland zu erhalten) gesetzt. Erst ab der Nr. 21 ist er am Garether Hof kostenlos, woanders aber nur gegen teuer Geld zu erwerben (außer für König Mizirion III. wegen ausstehender Rechnungen und für Thorwaler, bis diese die durch Bierbeguß in Belhanka zerstörten Druckpressen bezahlt haben).

AB 22 bis 34 – 1989 bis 1991
12 A4-Seiten Umfang. Der erste Editionswechsel wird vollzogen, die lebendige Geschichte startet mit dem Konflikt zwischen Kemi, Al’Anfa und Kalifat. Die 27 Griffe von Unau werden gezeigt, wichtige Waffen wie Armalion präsentiert, die aventurischen und irdischen Kleinanzeigen kommen dazu. Auch Thorwaler und König Mizirion III. können den Boten ab Nr. 25 nun wieder kaufen. Ab der Nummer 26 kommt das Botenmotto dazu. Zunächst unverändert der „Wer wie ein Ork nicht lesen kann, sieht sich nur die Bilder an.“-Spruch, der dann zunächst leicht geändert und später durch völlig andere lustige Reime ersetzt wird.

AB 35 bis 42 – 1991 bis 1992
16 A4-Seiten Umfang. Orkensturm, Answinkrise und Answin-Bote Nr. 37! Skandal! Darauf folgt die erste „Notausgabe“. Ab der Nr. 39 wird das Papier dunkler.

AB 43 bis 61 – 1992 bis 1996
Regulär 20 A4-Seiten Umfang. Der Orkensturm ist vorbei, mit dem Kinderraub von Ruthor schleicht die G7 heran. Die Nummer 49 ist eine reine Hoftags-Ausgabe zu Brins Krönung als König. Der Jubiläumsbote 50 kommt mit Farbcover und 28 Seiten Umfang und einem Geschichtsabriss zu 10 Jahren DSA und Leserumfrage (Durchschnittsalter der Teilnehmer: 20, Spannweite 7 bis 45; 93% männlich). Der Bote 53 bekommt ebenfalls ein paar Farbbilder zur Promotion des Dark Force-Kartenspiels, die als Gemälde in einer frisch eröffneten Vinsalter Galerie präsentiert werden, dazu auch 4 Seiten mehr Umfang. Ab der Nummer 58 kommt (zunächst alle zwei Ausgaben) der Salamander als Auszug aus dem Hesindespiegel mit Neuigkeiten aus dem magischen Bereich dazu.

AB 62 bis 99 – 1996 bis 2003
Regulär 28 A4-Seiten, ab und an aber auch 24 oder 32. Die heiße Phase der G7 findet sich im Boten. Die Invasion Tobriens, Haffax‘ Verrat und Borbarads Niederlage. Dazwischen der traurige Bote 67 mit der ganzseitigen Todesanzeige für Uli Kiesow. Ab der Nummer 70 wird die Titelzeile marmoriert hinterlegt. Die Nummer 74 hat „Brandflecke“, da es in Gareth brannte. Ab der Nr. 80 kommen innen 8 Seiten farbig gedrucktes Armalion-Journal dazu. Myranor wird entdeckt und leitet den nächsten Editionswechsel ein, mit dem ersten Blick auf die Myranor-Box in der Nr. 86. Thorwaler und Horasier bekriegen sich, in der Nr. 91 wird dann DSA4 mit der Basisbox eingeläutet, ab der Nr. 93 zahlen wir den Boten in Euro, in der Nr. 97 leitet Galotta mit Drohungen das Vorspiel zum Jahr des Feuers ein.

Borbarad ist nicht erfreut: Der Bote hat die 100 voll gemacht, doch sein Masterplan ist gescheitert. Oder etwa nicht?

Borbarad ist nicht erfreut: Der Bote hat die 100 voll gemacht, doch sein Masterplan ist gescheitert. Oder etwa nicht?

AB 100 – 2003
52 Seiten. Die zweite Jubiläumsausgabe hat einen sehr stolzen Umfang mit Farbcover. Darin eine Fortsetzung der Gesamtproduktübersicht, deren erste beiden Teile im Lexikon und dem (ersten) Aventurischen Almanach zu finden sind. Dazu enthält er einen Rückblick von Hadmar von Wieser auf die Geschichte der ersten 100 Boten.

AB 101 bis 124 – 2003 bis 2007
28 A4-Seiten. In Nostria macht die Blaue Keuche tabula rasa (Nr. 106), Rohaja droht Rhazzazor (Nr. 109), dann bricht das Jahr des Feuers los und beschert eine Notausgabe aus Punin (Nr. 110). In der Nr. 112 werden Neuerungen angekündigt: die Kopplung an die aventurische Zeit fällt ab der Nr. 113 weg, dazu wird der Fokus vom Mittelreich auf ganz Aventurien erweitert. Amene-Horas stirbt (Nr. 115), Rohaja und Selindian Hal nehmen beide die Kaiserwürde an (Nr. 117 und Nr. 119). In der Nr. 118 findet sich der Titel, der heute vielleicht wieder in einem anderen Licht gesehen werden dürfte: Sternenregen über dem Svellt. In der Nr. 123 erscheint die letzte gedruckte Ausgabe des Armalion-Journals, die Titelzeile wird wieder klassischer (ohne Marmorierung), in der Nr. 124 fällt mit Xeraan der nächste ehemalige Heptarch.

AB 125 bis 134 – 2007 bis 2009
32 A4-Seiten. Mit größerem Umfang geht es weiter in der aventurischen Geschichte. Die Nr. 128 bringt uns die GröSaZ, in der Al’Anfa mal wieder mit Wucht auf die Fresse fliegt, in der Nr. 129 findet sich die gedruckte Farbausgabe des WunderWerk-Magazins, das später in einer online-Version noch weitere 7 Ausgaben bekam. Glorana zieht sich nach Norden zurück (Nr. 132).

42 Jahre (kann das ein Zufall sein?) nach Start des Farbfernsehens wurde auch beim Boten der outgame-Teil dauerhaft farbig: Cover des Boten 135.

42 Jahre (kann das ein Zufall sein?) nach Start des Farbfernsehens wurde auch beim Boten der outgame-Teil dauerhaft farbig: Cover des Boten 135.

AB 135 bis 154 – 2009 bis 2012
32 A4-Farbseiten, 8 A4-SW-Seiten. Der Bote, wie wir ihn heute kennen, entsteht. (Ab hier keine ingame-Infos mehr, damit niemand für aktuelle Abenteuer gespoilert wird). Der Farbteil präsentiert vor allem Außeraventurisches, der SW-Teil wird zur echten Ingame-Gazette, das Boten-Motto verschwindet allerdings. Im Farbteil taucht hier und da Werbung auf, die heiß umstritten ist, vor allem, wenn es um DSA-fremde Sachen geht.

AB 155 bis 160 – 2012 bis 2013
40 A4-Seiten, davon 24 oder 28 farbig, 16 oder 12 SW. Das Konzept geht weiter, im SW-Teil findet sich aber nun auch gelegentlich der Optolith als Zeitung aus den Schwarzen Landen.

AB 161 bis 172 – 2013 bis 2015
36 A4-Farbseiten (Nr. 172: 28), 12 A4-SW-Seiten. Der Bote, wie er zuletzt war. Seit der Nr. 161 jeweils auch mit Blicken auf DSA5. Erst vorbereitende Informationen zur Beta-Phase, dann Berichte aus der Beta-Phase mit Vorstellung der ikonischen Helden und zuletzt die ersten konkreten DSA5-Informationen, samt Szenario und Archetypen-Beschreibung.

Nox: Es wird halt Zeit für die nächste Häutung, Bidjas!

Meisterinfos

Josch: Sieht soweit gut aus, nur zu den Hintergründen des Nordmarkengedöns fehlt weiterhin Informatives. Nicht, dass mich bei den Lappen mehr interessieren würde, als dass es wieder ein paar weniger gibt, aber trotzdem.

Vibart: Ja, das ist eigentlich ok so. Wenn ich dran denke, dass ich mir ab jetzt das Zeug wohl aus dem Internet ausdrucken muss, könnte ich schon wieder … Ich geh mal kurz den Papageien kraulen, das bringt mich eventuell wieder runter.

Polly: Keks?

Sedef: Besser ausdrucken als mit ner A2-Seite im Gesicht versuchen, einen Disput zu tippen. Da kann ich ja gleich die FAZ lesen, der Bote verliert damit aber auch jegliches Alleinstellungsmerkmal.

Josch: Da muss ich doch gleich noch mal die Erstausgabe aus dem Schrank holen, um das zu verifizieren.

Salaza: Gerade getan. Da die ja auf A3 gefalzt ist, geht das ganz gut. Nur der Inhalt bei der Nr. 1 ist dann doch etwas dünn. Und die zeichnerische Qualität dürfte in der Nr. 173 deutlich höher sein.

Josch: Na also. Dann bin ich schon mal gespannt, welches unheimliche Monster und welche DSA-Clubs uns im neuen Boten erwarten. Ich halte den Bleistift auf jeden Fall schon angespitzt zum Disput bereit.

Fazit

Aventurischer Bote Botendisput EuleVibart: Nein, mein alter Freund, heute gibt es für dich keine dussligen selbst-ausgedachten Punkteskalen. Heute gibt es für dich das hier.

Josch: Und von mir gibt es den besten bei Led Zeppelin geklauten Abschiedssong aller Zeiten. Als jemand, der Dich schon verteidigt und geliebt hat, als die Schwarzweißadelspornographienostalgiker noch das Ende von Bote, Tradition und all dem, was gut und edel ist, herbeizeterten, nehme ich mir nun die Freiheit heraus, wissend zu lächeln und optimistisch gestimmt daran zu glauben, dass auch nächstes Mal wieder alles gut gehen wird. Mach’s also gut, alter Knabe. 9 von 9 Erinnerungen an schöne Zeiten mögen Dich auf Deiner Reise begleiten. Ich freu mich auf Dich, egal in welchem Format und mit welcher Papierqualität. Real love never die, Freunde der Sonne! Bis bald!

Sedef: *schnief*

Salaza: Hey now, hey now, don’t dream it’s over.

Nox: Der Bote ist tot, es lebe der Bote! Da gibt es doch keinen Grund zu verzagen. Man darf gespannt sein, wie es weitergeht. Um mich von meinen nostalgisch-wehleidigen Mitkommentatoren abzuheben, vergebe ich hier meine Einhörner und komme auf 6 von 9.

Feyamius: Bye bye, Botenfarbteil. Dafür kann man künftig die ausgedruckten Mini-PDFs in Ringbuchordner einheften und am Spieltisch hinter dem Boten in veritablem Zeitungsformat heimlich die Schoki wegfuttern.

Über Salaza

Salaza heisst im wirklichen Leben Thorsten und spielt mit wenigen Unterbrechungen seit 1985 DSA. Er beschäftigt sich mit dem aventurischen Kartenwerk und mit der Erstellung von DSA-Schriftarten und tut gerne seine Meinung kund, wenn ein Produkt in seinen Augen blöde Fehler oder tolle Ideen hat.
Dieser Beitrag wurde unter Aventurien, Das Schwarze Auge, Gazette, W6 Einhörner abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

7 Kommentare zu Aventurischer Bote #172

  1. Pingback: Tsatagswoche: Disput zum Aventurischen Boten 172 | Nandurion

  2. Omach sagt:

    Mir fehlt hier ein youtube-link zu besagter Almased-Werbung, da sie mir unbekannt ist. Und natürlich der Amazon-Almased-Bestell-Link.

  3. Sindajin sagt:

    Wenn man statt der Heldenwerk-Abenteuer den Botendisput in gedruckter Form als Beilage wählen könnte, würde ich mein kostenpflichtiges Abo noch behalten.

  4. Christian sagt:

    Hmm, ich weiß nicht recht, was ich sagen soll. Irgendwie bin ich ja schon auf den Disput zum ersten Boten in neuer Aufmachung gespannt. Die #172 lasse ich jetzt schon aus Prinzip aus, weil wieder X komma Y Seiten Making of DSA5 Blah drin sind …

    So, jetzt muss nur noch schnell jemand Vibart den Mund mit Seife auswaschen. So kann man doch nicht mit Schwesterchen Tsa reden. *kopfschüttel*

  5. Nagamasa sagt:

    Was ist falsch an Pro-Al’Anfa Propaganda?
    Lang lebe das Imperium!

  6. syrrenholt sagt:

    Danke für den – wie immer – sehr unterhaltsamen und lustigen Disput!
    Ich hoffe, diese werden auch bei den zukünftigen Boten in gleicher Qualität erfolgen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.