Kein Fan mehr

Fans im Gespräch?Kampfszene von Bryan Talbot.

Fans im Gespräch? Kampfszene von Bryan Talbot.

Hat die Überschrift, wie geplant, Aufmerksamkeit erzeugt? Rechnet der Zielgruppen-User für diesen Text nun mit einem wortreichen Angriff auf DSA5, der ihn entweder in seiner vorgefassten Kampfmeinung gegen das System bestätigt, oder aber ihn als browserbasierten Atlantikwall gegen den Angriff auf das geheiligte Vaterland zum schnellen Forenkommentar greifen lässt?

Nein. Mein Beitrag zur derzeitigen Stimmung in D-Land richtet sich gegen euch beide gleichermaßen, Entschuldigung. Es würde mich aber freuen, wenn Vertreter beider verfeindeten Spezies trotzdem weiterlesen. Übrigens: „D“ kann momentan genau so gut „Deutschland“ wie „DSA“ bedeuten. Ich bekomme nämlich von Woche zu Woche stärker den Eindruck, dass beides miteinander eng zusammenhängt. Leider.

Also: Warum möchte ich selbst seit geraumer Zeit kein (DSA)-Fan mehr sein? Keine Sorge, am Ende meiner Glosse versuche ich ein Alternativkonzept zu entwickeln, dass mir meine wertschätzende Einstellung zum Spiel an sich erhält, aber mich vor der finsteren Seite des Fanseins bewahrt. Ich denke, das geht.

Aber zunächst, und der eine oder andere Leser mag es bis hierhin schon geahnt haben, liegt meine Abkehr vom Lebenskonzept „Fan“ vor allem darin begründet, dass es mir immer offenbarer zu werden scheint, dass das Wort „Fan“ eben doch von „Fanatic“ kommt. Ein paar Jahre sah es so aus, als wäre da ein Unterschied. Leider sehe ich den immer öfter nicht mehr. Oder ich hatte ihn mir von vorneherein nur eingebildet.

„Fanatic: A person filled with excessive and single-minded zeal, especially for an extreme religious or political cause.“
Aber auch:
„A person with an obsessive interest in and enthusiasm for a particular activity.“

Soweit das Oxford-Dictionary. Offensichtlich haben wir es bei DSA aber keineswegs mit einem religiösen oder politischen Konstrukt zu tun, sondern mit einem Spiel. Das Problem beginnt eventuell da, wo Menschen anfangen, DSA mit etwas anderem zu verwechseln als mit einem Spiel. Dann wird die eigenen Vorliebe tatsächlich zu einer Glaubensfrage, die Verteidigung des persönlichen Gelobten Landes zu einer nationalen Pflicht und die Frage nach Märtyrern und Ketzern von einer festgefügten Privatdoktrin in jedem Fall erschöpfend beantwortet.

Ich finde, von dieser Sorte „Fan“ – dem eindimensionalen Grabenkämpfer – gibt es leider immer mehr. Man bekommt im DSA-affinen öffentlichen Netz (und ich muss zugeben, dass ich viele Seiten aufgrund des Wachstums dieser Hardcore-Bewegungen auch mittlerweile schon gar nicht mehr lese) zunehmend den Eindruck, dass nur noch selten eine Meinung zu einer Systemedition geäußert werden kann, ohne dass ein wütender Gegenangriff der schnell Beleidigten einsetzen muss. Glaubenskrieg beim Thema Fantasy.

Beispiel gefällig? Ende September des Jahres bittet Nandurion um die Zusendung von Gastrezensionen. Vorgaben: Keine. Systemfrage: Nicht gestellt. Die am 5. Oktober veröffentlichte Gastrezension zur Basisbox für DSA2 (Baujahr 1988) stellt auch die Systemfrage – 5 oder 4.1? – thematisch völlig richtig gar nicht ins Zentrum der Darstellung. Dennoch wird sie als Beitrag zum Systemkrieg verstanden und aus dem geschlossenen Weltbild heraus konsequent als Sakrileg angegriffen, weil der Autor sich auf einer anderen Plattform als Volksfeind gegen die Nation des Systems A enttarnt hat, und somit vermutlich jede seiner Äußerungen gegen die Grundsätze des wahren Glaubens verstößt.

Fankultur importiert nach Aventurien: Esche und Kork. Seitenname bezeichnenderweise "dsafootball" (von Karsten Schreurs)

Fankultur importiert nach Aventurien: Esche und Kork. Seitenname bezeichnenderweise „dsafootball“ (von Karsten Schreurs)

Verquere Welt? Ja, und zwar ziemlich einzigartig. Diese Verrücktheit des Diskurses finde ich sonst nur in einer einzigen anderen Szene, die mir persönlich schon immer höchst suspekt war: Dem Fußball-Fandom. Auch hier geht es aus meiner Sicht völlig irrational zu, investieren Menschen gruselig intensive Gefühle in bestimmte sehr schmale Felder („BVB“, „Bayern München“, „St. Pauli“) und neigen dazu, verbal sehr laut zu werden. Oder gar gewalttätig gegen selbst gebastelte Feindgruppen und staatliche Organe. Wenigstens blieb uns Rollenspielern das bis jetzt erspart.

Ich bin aus gutem Grund nie ein Fußballfreund geworden, es passt so gar nicht zu mir, und ich bin um so mehr beunruhigt, dass dieses Kampfgruppendenken jetzt ins Meta-Spiel einzieht. Hatte man Anfangs der 2000er ähnliche Grabenkämpfe zwischen Systemen beobachten können („GURPS!“) wird die Lagerbildung noch zersplitterter und zieht sich nun intern durch einzelne Spielsysteme.

Woher kommt diese Bereitschaft, sich für ein belangloses Nerd-Spiel derart hart zu engagieren und sich ins Fraktionendenken zurück zu ziehen? Hat es etwas damit zu tun, dass die wirklich wichtigen Fragen da draußen den Einzelnen in einer immer komplexer werdenden globalisierten Welt zunehmend überfordern, und damit der Rückzug der eigenen Energie auf ein überschaubares Feld – Fußballverein; Rollenspiel-Edition; derrichtigeSpoilerfüreinen2004erGolf – zur attraktiven Weltflucht wird?

Die Systemalternativen Faschismus und Kommunismus haben schon lange ihre Glaubwürdigkeit verloren, und mehr und mehr scheint auch die Demokratie ein fragwürdiges System zu werden, in der regelmäßig abgehaltene Wahlzirkusnummern scheinbar keine erkennbaren Auswirkungen mehr zeigen, in denen man das Gefühl hat, Entscheidungen würden eher von Wirtschaftsinteressen als von Mehrheiten getroffen, oder auf der anderen Seite, Mehrheitsentscheidungen beförderten die postfaktische Diktatur der Vollidioten, die von politischen Rattenfängern mit dümmsten Versprechungen geködert und ausgetrickst werden können. In dieser öffentlichen Lage, in der ein Engagement für große Ideen nicht mehr sinnvoll erscheint, wird die kleine Idee, das Hobby, zum Auffangbecken für den unbeschäftigten Kampfgeist. Der Fan wird zum Forenkrieger.

Lohnt es sich, darüber zu streiten?

Lohnt es sich, darüber zu streiten? Echt jetzt? (Von Tristan Denecke)

Vielleicht hängt die neue Liebe zum Dogmatischen aber auch mit einer Zeitgeistblüte zusammen, die das Handelsblatt am 06.10.2016 als „Putinisierung der Medien“ in Europa bezeichnet hat. Zusammengefasst: Es ist wieder en Vogue und akzeptabel in Europa, auch in den Köpfen der Menschen, die Entfernung unliebsamer Meinungen aus dem öffentlichen Diskurs zu fordern. Was sich früher im demokratischen Konsens nur auf politisch radikale Hetze vom Rand bezog, verwandelt sich jetzt zum Wunsch auf Exterminierung jeglicher Gegenmeinung, auch einer gemäßigten. Man möchte nur noch hören und lesen, was einem selbst in den Kram passt, und man möchte auch nicht, dass irgend jemand anders etwas anderes lesen und hören darf, als das, was man selbst vertritt. Pluralismus als Feindbild, falls die Fliterbubble doch nicht exisitert, muss ich sie mir eben selbst erschaffen. Viel einfacher als das Gegenargumentieren ist ja das Verhindern der anderen Seite. Schade nur, dass der einzelne Diskussionsteilnehmer im Netz nicht wie Putin oder Erdogan einen Unterdrückungs- und Überwachungsapparat aufbauen kann, um unsympathische Artikel oder Postings ein für allemal mundtot zu machen. Da hilft nur: Laut dagegen rufen! Dresden hat erfolgreich vorgemacht, wie man durch Lautstärke ganze Volksparteien heillos vor sich hertreiben kann.

Zurück zu DSA: Ich fürchte, der Widerhall der Zuspitzung in der westlichen Welt findet sich in in den übermäßig grellen Grabenkämpfen zwischen Fünfern und Viereinsern wieder. Man könnte jetzt sagen, dass es immer noch besser ist, unversöhnliche DSA-Kommentare ins Internet zu stellen als auf einer Pegida-Demo seiner Wahl gegen die Ärmsten der Armen zu brüllen und zu pöbeln. Und ich muss sagen: Der Gedanke hat eine gewisse Berechtigung. Allerdings beantwortet das noch lange nicht die Frage, ob der ganze Terz und Blutdruck nicht dennoch völlig unnötig ist. Wir spielen ein Spiel, in dem wir uns darüber streiten, welche virtuellen Werte ein animiertes Skelett haben sollte. Die Frage, ob zu dieser Gamer-Gumizelle überhaupt eine sinnvolle, diskursfähige Frage gestellt werden könnte, stellen wir uns einfach nicht mehr. Wir akzeptieren den selbst herbeigelaberten Ernst der Lage in einem völlig unernsten Metier mit der Logik des Irren, der glaubt, dass in den chaotischen Zeichen, die er an seine Zellenwand kritzelt, die Lösung für den Welthunger steckt. Wir stellen uns nicht mehr der Tatsache, dass wir alle per se albern sind, wenn wir virtuell Drachen jagen gehen. Denn sie könnte uns ja aus dem rettenden Sandkastenkriegsspiel „Wir gegen Die“ reißen (und „Die“ haben zu verschwinden, das ist schön Deutsch als Lösung), und was dann? Wieder Orientierungslosigkeit in einer extrem ernsten echten Welt.

Warum können Fünfer und Viereinser nicht einfach glücklich nebeneinander existieren? Ohne den anderen Spieler als gefährliche Bedrohung seines eigenen Lebensraumkonzeptes zu sehen? Das Verbindende wahrnehmen: Wir spielen beide DSA? Wenn unser Spiel eine Eisdiele wäre: Warum kann jemand neben mir nicht äußern, dass er Vanilleeis mag, ohne dass jemand zwei Meter daneben brüllen muss, dass er diesen Angriff auf Schokoladeneis nicht mehr hören will? Oder dass das Pistazieneis niemals in Deutschen Eisdielen hätte eingeführt werden dürfen? Oder dass das neue Schlumpfeis gefälligst bedeutet, dass keiner mehr Vanilleeis laut loben darf?

Verhielten wir uns wie an der Eisdiele üblich, dann wären wir tatsächlich wieder einigermaßen nette und normale Menschen.

Um mich nun persönlich zu positionieren: Mir ist Fünf oder Viereins gleichermaßen Suppe. Schöne Rollenspielabende kann man mit beiden Regelsystemen haben. Es ist wie mit ein bisschen anderen Küchentraditionen, lecker oder schlecht kochen kann man mit dem einen wie dem anderen. Ich habe lange meinen 2009 gezwungenermaßen erfolgten Umstieg von DSA 3 auf DSA 4.1 beklagt – bis ich begriffen habe, dass Systemeditionen sind wie Hemden oder Autos: Keines bleibt ewig, es kommt immer mal wieder etwas Neues ins Haus. Und das tut es dann auch wieder.

Wäre mal ganz gut: Mehr lieb haben (von Nadine Schäkel)

Wäre mal ganz gut: Mehr lieb haben (von Nadine Schäkel)

Eingangs habe ich gesagt, dass ich kein Fan mehr sein will, weil mir der Fanatismusanteil des Wortes zu hoch geworden ist. Nun habe ich für mich ein funktionierendes Gegenkonzept gefunden: Ich möchte ein DSA-Liebhaber sein. Liebhaber. Ein Wort, dass das Zärtliche und Wärmende so ausstrahlt, wie es nur das Deutsche, entgegen aller Klischees, in seinen besten Momenten fertig bringt. Ein Lieb-haber hat etwas lieb, er geht zärtlich und innerlich behutsam mit dem Gegenstand seiner Leidenschaft um, er ist vielleicht ein schrulliger alter Kerl, der etwas sammelt, was die Welt da draußen nicht ganz versteht. Liebhaberei heißt nicht, dass man jeden Scheiß, der einem da draußen für Geld angeboten wird, ohne Sachverstand kauft und beklatscht. Liebhaber dürfen bestimmte Stücke auf dem Markt ablehnen oder zu Schrott erklären, so viel Erwachsenheit muss sein. Aber der Liebhaber möchte das beste und schönste für das geliebte Objek. Er behandelt es mit aufrichtiger Liebe, ohne auf andere Sammler und Liebhaber unentwegt einzuhacken wie ein nervenkrankes altes Huhn mit Panikattacken. Der Liebhaber ist das konsequente und ideell schöne Gegenbild zum lauten, siegreich grölenden, aber eben auch in der selbst gefühlten Niederlage peinlich heulenden Fan, für alle gemacht, denen die uncoolen Lautmacher so langsam gehörig auf die Nerven geht.

Fazit: DSA braucht mehr Liebhaber. Und zwar Liebhaber des Gesamtwerks, keine Fans für einzelne, herausgerissene Editionsbausteine.

Liebt mit.

Über Vibarts Voice

1986 entwickelte Michael Gorbachow den Begriff "Glasnost" und die Raumfähre Challenger explodierte beim Start. Im selben Jahr wurde DSA Teil meines Lebens, und obwohl die UdSSR und das Space-Shuttle-Programm längst Geschichte sind, ist DSA noch immer zentraler Aspekt meiner Existenz. Ich spiele und meistere regelmäßig. Seit Mai 2012 bin ich darüber hinaus hier bei Nandurion tätig.
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27 Kommentare zu Kein Fan mehr

  1. Sebuz sagt:

    Vielen Dank für den schönen Beitrag. Bei einzelnen Beispielen, insbesondere aus der realen Welt oder der Fußballszene musste ich zwar manchmal etwas schlucken, aber insgesamt stimme ich voll und ganz zu: es ist ein Spiel! Entspannt euch! Vor allem die Positionierung am Ende – Vorsicht, Text-Spoiler! 😉 – ist schön: Ich bin auch ein DSA-Liebhaber!

  2. Thorjin sagt:

    Der Aussage des Artikels kann ich mich erstmal bedenkenlos so anschließen. Ich würde hier aber noch einen Punkt ergänzen: Der Ton macht die Musik. Leider passiert es in meinen Augen auch nicht selten, dass die Kritik am Stil einer Rezension oder Aussage damit gleichgesetzt wird, dass man die inhaltlichen Punkte als solche nicht mehr hören wolle. Ich habe das Gefühl, dass hier schnell viele Leute als Fanatiker in eine Ecke gestellt werden, nur weil sie gegen eine bestimmte Aussage etwas geschrieben haben, ohne dass dann aber geschaut wird, was genau sie kritisieren. Es ist halt sehr einfach, Kritik am Stil damit abzutun, dass die ja nur darauf basiere, dass da jemand DSA5/4.1/X verteidigt.
    Der Ton kann halt auch zu einer Fanatisierung führen. Deswegen mag ich selbst keine Rants, die sind nämlich extrem gute Katalysatoren dafür, dass Diskussionen entgleisen. Dazu gehören übrigens auch unnötige Seitenhiebe. „Die Texte sind in einem angenehmen und hochwertigen Stil geschrieben. Dies fällt insbesondere dann auf, wenn man vorher ein DSA5-Regelwerk gelesen hat.“ Welchen Sinn hat denn Bitte hier der Nachsatz, außer einen Punkt gegen DSA5 zu sammeln in einer DSA2-Rezension? Genau solches Verhalten vertieft halt die Gräben. Das sollte man vielleicht auch bedenken.

  3. Flint Artosch sagt:

    Sehr schöner Text, dessen Essenz auf „Habt euch lieb“ verkürzt werden kann. Und wenn das nicht geht? Nun, dann kann einfach Respekt vor differierenden Standpunkten eine entspannte Beziehung in kontroversen Diskussionen sichern.

    Leben ist Vielfalt. Es ist wie ein riesiger Vollsortiment-Supermarkt. Für jeden findet sich etwas. Die Eisdiele eben. Und das ist gut so.

    Denn Wut, Aggression und gar Hass „zur dunklen Seite es dich führen wird“. Soviel wissen wir.

    Ich schließe mich den Liebhabern an. Den Liebhabern von Vielfalt, Offenheit, Neugierde, Rollenspiel-Welten im allgemeinen und DSA im besonderen.

  4. Xeledon sagt:

    Danke für die wichtige Ergänzung, Bruderschwester Thorjin, die mir dann doch noch eine höchst unkonventionelle Brücke zu Vibarts Glosse baut, welche ich mit großem Interesse und ehrlich gesagt auch einiger Verwunderung gelesen habe. Denn meine Wahrnehmung vom Zustand der Rollenspielszene im Allgemeinen und dem DSA-Fandom im Speziellen könnte kaum konträrer sein. Tatsächlich schätze ich die heutige Rollenspiellandschaft als unter dem Strich wesentlich toleranter ein als sie noch vor einigen Jahren war. Um das näher auszuführen, bräuchte ich mehr Platz als ich mir in diesem Kommentar nehmen will, aber kurz gesagt sehe ich viele neue Gesichter in der Szene, die frischen Wind, unkonventionelle Ideen und unvoreingenommene Neugier mitbringen – nur bei einem kleinen Teil, dem harten Kern der Besserspieler, löst dies Beißreflexe aus, die sich dann insbesondere in lautstark durch die Weiten des Internets krakeelten Rants Luft verschaffen (auch hier ließen sich mit wenig Mühe parallelen zum globalpolitischen Populismus-Revival ziehen). Die verzweifelten und zugegebenermaßen immer verzweifelter und damit auch schärfer geführten Rückzugsgefechte der Systemkrieg-Grabenkämpfer kann man daher vielleicht als genau das sehen, was sie meiner Meinung nach sind: ein verzweifeltes Aufbäumen gegen den unaufhaltsamen Wandel der Zeit.

    Natürlich mag ich da auch total falsch liegen, aber wie gesagt, das ist halt mein persönlicher Eindruck vom Status Quo der deutschen Rollenspielszene und deswegen fühle ich mich darin auch aktuell so wohl wie schon lange nicht mehr und lebe mein DSA-Fantum mit nach langer Durststrecke endlich wieder wachsender Begeisterung aus.

    • Xeledon sagt:

      Waren jetzt ein paar viele „verzweifelt“, aber vielleicht macht das meine Einschätzung umso klarer. 😉

    • Vibarts Voice sagt:

      Dein Wort in die Ohren von Rur und Gror, Bruderschwester.
      Eventuell sind meine alternden Sinne zu eingefahren, um die Morgenröte am Horizont zu sehen. Oder ich blicke gerne zu finster nachtwärts. Ich hätte aber gar nichts gegen eine neue junge Generation von Jungspielern, die einen entspannten, multiperspektivischen Ansatz pflegen und Vielfalt für Schönheit halten. Und wenn die gerade im Kommen ist, freue ich mich auf den Tag in ein paar Monaten, wo man sagen kann: Jenes Adventskalendertürchen war eine rückwärtsgewandte Vergangenheitsbeschreibung, die wir den Zwölfen sei Dank jetzt ja hinter uns haben. Von der Geschichte widerlegt zu werden ist der angenehmste Irrtum.

      • Xeledon sagt:

        Auch wenn ich nicht den Eindruck habe, dass du das ernsthaft so aufgefasst hattest, aber nur um sicherzugehen: Eine „Rückwärtsgewandtheit“ würde ich deinem Text keineswegs unterstellen wollen, offensichtlich sehen wir nur jeweils unterschiedliche Teile der gegenwärtigen Szene, was den Austauch darüber ja wiederum umso spannender macht. Ich würde ja auch nicht behaupten wollen, dass mein subjektiver Eindruck in irgendeiner Weise repräsentativer ist als deiner.
        Vielleicht spielt bei meiner eher optimistischen Einschätzung auch eine Rolle, dass ich die alten Systemkrieg-Meckerfritzen schon lange nicht mehr ernst nehmen kann und mich entsprechende Kommentare sehr schnell in meine natürliche Spötter-Rolle verfallen lassen. Aber ich stehe zu dem Ansatz und kann ihn weiterempfehlen! Im Grunde folge ich da auch dem „Michalski-Postulat“, einfach mal Dinge geil zu finden und mich gleichzeitig auch darüber zu freuen, wenn andere Leute an ganz anderen Dingen ihren Spaß haben, selbst wenn ich diesen persönlich überhaupt nix abgewinnen kann.

        Nebenbei bemerkt gibt es diese „mein Spielzeug ist viel viel tollerer als deines“-Mentalität übrigens mitnichten nur in der Rollenspielszene und beim Fussball, sondern so ziemlich überall, wo es Fans gibt. Man muss nur immer auch ein Stück weit drinstecken, um die entsprechenden Grabenkämpfe zu bemerken. Ich kann da aus der Metal-Szene im Grunde genau dasselbe berichten. Da rege ich mich vor allem ganz gerne über Rezensionen auf, die mehr Text darauf verschwenden, gänzlich andere Bands ähnlicher oder – noch besser – komplett anderer Stilrichtungen zu bashen, als einfach mal dem Leser mitzuteilen, warum man als Autor den Gegenstand der Rezension eigentlich toll findet. Distinktionsgewinn auf Kosten anderer ist halt irgendwie immer scheiße, egal ob nun aus der Feder eines Rezensenten oder dem Mund eines „besorgten Bürgers“…

  5. Michael sagt:

    Der mir Abstand beste Beitrag zum DSA-Fandom seit sehr langer Zeit. Den Liebhaber-Begriff werde ich übernehmen, denn ich teile diese Ansichten vollständig. Einen winzigen Punkt möchte ich noch ergänzen. Wenn ich an die 80er und frühen 90er zurückdenke, gab es dort auch schon die Grabenkämpfe zwischen DSA und DnD oder Midgard. Offenbar eine althergebrachte menschliche „Art“ mit Dingen umzugehen. ABer ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass der Mensch irgendwann daraus lernt.
    Grüße
    Micha

    • Vibarts Voice sagt:

      Vielen Dank für die Blumen, Micha. Die vergangenen Risse durchs Nerdpoleis sind mir durchaus bewusst und ich habe das versucht (eventuell zu angedeutet) mit dem Geheimcode „GURPS“ anzudeuten. Für mich ist aber die neue Qualität der letzten Jahre, dass das Hickhack nach Innen gewandert ist – was du ja auch so zu sehen scheinst. Das irgendwelche Pathfinder-Freunde mein Lieblingssystem doof finden, konnte ich früher besser ignorieren, als das interne Gebalge. Eventuell speist sich daraus die Energie für eine Advents-Glosse.

  6. VSP sagt:

    Folgende Frage drängt sich mir beim Lesen des – durchaus lesenswerten – Artikels auf: Hat der dort erwähnte Meinungsstreit einen realen Bezug? In dem Sinne, dass das, was mitunter in der wüsten Weite des WWW passiert, Auswirkungen auf die wirkliche Welt hat?

    Nun bin ich kein Konventiongänger (hingegen durchaus und regelmäßig im Fußballstadion zu Gast^^) – aber ist zu befürchten, dass sich DSA 5 – Befürworter hier und DSA 4.1 – Anhänger dort in naher Zukunft in die Wäsche gehen? Und wird der Bote dann entsprechend darüber berichten?

    Wird die „Gemeinschaft“ der DSA-Spieler (unterstellt dass es ein solches Konstrukt gibt) darüber zerbrechen? Wird DSA sich bald in die Reihe der „Killerspiele“ einreihen und die Moral unserer Jugend verderben? Wo ist das Konzil von Nikäa wenn man es braucht? Oder sieht das Leben jenseits des Internets doch vielleicht anders aus?

    Noch am Wochenende kam ich beim Rollenspielhändler meiner Wahl in eine nette Gesprächsrunde mit anderen Spielern, die unterschiedliche Editionen präferieren. Hier kam natürlich übliches Nerd-Geblubber zum Vorschein („Wege der Zauber ist unanwendbar!“ „Das DSA 5 – Kampfsystem ist Mist!“). Es wurde aber nicht ausfällig und am Ende schied man friedlich seiner Wege.

    In meiner eigenen Gruppe gibt es einen Spieler, der eine eigene DSA 5 – Gruppe hat (mit Blackjack und Nut…) – deswegen nageln wir ihn in unserer DSA 4.1 – Gruppe nicht ans Kreuz. Überhaupt müssen alle in meinem Umfeld mit schöner Regelmäßigkeit das „Früher-war-mehr-Lametta“-DSA 3 Gejaule ertragen. Daher GLAUBE ich schlichtweg daran, dass dieses „Friedlich nebeneinander leben“ in den deutschen DSA-Spielrunden längst Realität ist.

    Unerheblich ist daher, was (vermutlich nur eine eine Handvoll) Meinungs“fans“ mit zuviel Zeit in viel zu hoher Frequenz ins Internet blasen.
    Denn wie beim Fernsehen ist das Problem schnell gelöst: Man schaltet aus bzw. – wie im Artikel erwähnt – verzichtet darauf, sich den Scheiß durchzulesen.

    Im Übrigen bin ich kein Fan von DSA, auch kein Liebhaber – ich bin ein DSA – SPIELER.
    Denn das ist es am Ende des Tages. Nur ein Spiel.

    • Vibarts Voice sagt:

      Lieber VSP,

      don’t get me wrong. Letzten Endes ist obiger kleiner Zeitgeist-Kommentar absolut selbst-referentiell auf das Netzleben bezogen und demnach auch ein Stück Nabelschau für einen letzten Endes sehr kleinen Bauch. Aber wenn man ab und zu ein bisschen was im DSA-Netz macht, dann neigt man schnell dazu, dieses enge Biotop für zu wichtig zu nehmen.

      Nein, auf den Cons bleibt alles friedlich, Tsa sei geprießen, und ich habe ja selbst auch geschrieben, dass wir dankenswerterweise nicht mit betrunkenen System-X-fans rechnen müssen, die man unter Polizeischutz zu den Zügen zurückbegleiten muss, weil sonst von der Schaufensterscheibe bis zum Polizistinnenkiefer zu viel zu Bruch gehen würde.

      Andererseits kenne ich durchaus aus eigener Spielerpraxis (jüngere – nicht so schwer bei mir) Mitspielende, die klar äußern, das letzte was sie anfassen wollten, sei DSA5. Eben mit 4.1 sozialisiert worden und wenig bereit, das gewohnte Habitat zu verlassen. Klar prügeln die mich nicht, alleine aufgrund ihrer lobvenswerten Rücksichtnahme auf ergraute Brillenträger. Aber etwas festgefahren ist die Ansicht da schon.

      Ich mag übrigens an deinem Konzept des „Spielers“ das betont Nüchterne, Unaufgeregte. Profi halt. Aber für mich taugt das nicht recht, Spieler war ich auch als man mir in Klasse 8 ein buntes Band umhängte und einen Basketball in die Hand drückte. Da war wenig Liebe drin und mit viel Augen zudrücken nur eine 4+. Deshalb bleibe ich wohl für mich beim „Liebhaber „, will dir aber den „Spieler“ keinesfalls madig machen!

      Liebe Grüße!

      • VSP sagt:

        Geschätzter Vibarts Voice,

        zunächst bin ich froh, dass die Konventions (noch) ohne Ultra-Bewegung auskommen. Wobei ich mir gerne mal einen DSA 4.1 – Capo sehen … nein würde ich nicht.

        Was den Begriff des Spielers angeht: Dir sei sofort zugestanden, dass der Begriff des Spielers weniger emotional aufgeladen ist, als der des Liebhabers. Lustigerweise habe ich bei späterem Nachdenken über den Begriff (nach Absenden des Textes freillich) ähnliches gedacht.

        Der Begriff des Liebhabers ist mir dann doch „too much“. Etwas überspitzt gekontert:
        „Ach was, ich liebe keine Rollenspiele, ich liebe meine Frau; fertig!“ 😉

        Aber wir sind eh vermutlich nicht weit auseinander.

        Denn mit meinem Begriff des „Spielers“ meine ich nicht den „professionellen“ Spieler (beim Pokern oder in der Bundesliga) oder gar den armen Teufel, der im Schulsport gezwungen wird, eine Sportart ausüben zu müssen. Also nicht Spiel im Sinne von „A form of competitive activity or sport played according to rules.“

        Sondern die zweite Definition im Oxford-Dictionary trifft mein Selbstverständis: „An activity that one engages in for amusement“. Und wenn man „Amusement“ mit „Vergnügen“ übersetzt, sind wir schon wieder näher am „Liebhaber“ dran. 😉

        Am Ende des Tages soll RollenSPIEL Spaß machen, unterhalten, Freude bereiten. Nicht weniger, nicht mehr. Es darüber hinaus (durch dogmatische Scheingefechte insbesondere über Regelwerke) zu erhöhen, erscheint einfach nicht angemessen.

        Beste Grüße

  7. Magister AOR sagt:

    Die Vergleiche hinken vollkommen und die präsentierte Lösung, geht für alle Seiten am Problem vorbei.
    Fangen wir mal bei der Liebhaber-„Lösung“ an. Ich spiele gern in Aventurien – zugegeben in meinem und das ist komplett editionsfrei, weil ich mich bisher in allen Editionen vom offiziellen immer wieder weit entfernt und auch mal wieder angenähert habe.
    Als Liebhaber kauft und sammelt man Objekte einer Art oder Richtung, weil man sie mag. Gibt es aber keine Objekte dieser Art oder Richtung mehr zu kaufen, kann der Liebhaber nur noch seine bereits erworbenen Liebhaberobjekte lieb haben. Neue Objekte werden seine Liebhaberei nicht erwecken, wenn sie weder in Art noch Richtung passen.
    Ein Kronkorkenliebhaber wird nicht anfangen Schraubverschlüsse zu sammeln und lieb zu haben, nur weil es keine Kronkorken mehr gibt. 😉

    Der Vergleich mit dem Eis in der Eisdiele hinkt auch ziemlich und verfehlt jedwedes Vergleichskriterium bei genauerer Betrachtung.
    Wenn ich Schokoeis (4.x) liebe, gönne ich dennoch jedem anderen sein Vanilleeis (z.B. Myranor-Sonderregeln) und vielleicht bestelle ich mir auch selbst mal eine Kugel. Kommt Wallnusseis auf die Speisekarte (DSA 5) habe ich auch als Nussallergiker damit kein Problem. Ich werde es mir sicherlich nicht kaufen, aber ich gönne es jedem, dem es schmeckt.
    Das Problem, das der hier angebrachte Vergleich komplett ignoriert, ist doch aber folgendes : Es gibt kein Schokoeis mehr. Nicht nur in meiner Eisdiele gibt es kein Schokoeis mehr, sondern auch in keiner anderen Eisdiele. Und dem Vanilleeis wird auch schrittweise und immer mehr Wallnuss hinzugefügt.
    Die einzige Option, die ich als nussallergischer Schokoeis-Liebhaber noch habe, ist mir zuhause selber Schokoeis zu machen. Oder ich mache eine Desensibilisierung (gibt es die überhaupt für Nüsse ?)

    Und genau dies tue ich und halte mich normal aus Netzdiskussionen inzwischen auch komplett heraus.

    Aber zu unterstellen, dass die Schokoeis / DSA4.x-Liebhaber/-Fans nur speckern, weil sie mit der Politik unzufrieden oder verkappte Pegidaisten seien, ist unverschämt.
    Sie speckern sicherlich in erster Linie, weil es nirgendwo mehr Schokoeis gibt.

    • Sedef ibn Feyhach sagt:

      Ich kann den Teil mit dem Eis, ehrlich gesagt, nicht wirklich nachvollziehen. Natürlich erscheinen keine neuen Produkte mehr zu DSA 4.1, aber niemand sollte dich davon abhalten, es trotzdem weiter zu spielen. Ob nun mit alten Abenteuern, konvertierten 5ern oder Eigenkreationen.

      An DSA 4.1 Runden scheint es bisher nicht zu mangeln, weder regulär noch auf Cons. Auch die Bücher sind noch gut zu haben. Ich habe dieses Jahr ca. 20 alte Buchabenteuer gekauft, um meine DSA4 Sammlung weiter zu füllen. Das wäre für mich jetzt kein Grund, mich über das Erscheinen von DSA5-Abenteuern zu beschweren.

      • Magister AOR sagt:

        Hi Sedef,

        leider sehe ich das nicht ganz so optimistisch wie du. Suche ich in meiner Gegend eine neue DSA-Gruppe, finde ich kaum DSA4.x-Runden sondern fast nur noch 5er. Soweit so unproblematisch. Doch der Sendekonsens von Ulisses und DSA-typischen Seiten scheint in der Mehrheit doch sehr einseitig zu gunsten von DSA5 zu sein. Mit genügend „alten“ Spielern wäre auch dies nicht das Problem. Doch in meinem aktuellen Versuch eine DSA 4.x-Runde aufzubauen, stoße ich hier in der Gegend hauptsächlich auf a) DSA-Ablehner und b) DSA-Neueinsteiger. Erstere sind schwer bis garnicht zu bekehren, es doch mal zu probieren. Und zweitere (wie auch erstere, wenn sie sich zum Versuch bequatschen lassen) sind sehr von den Werbeversprechen „DSA5 macht alles einfacher“ und der Standart-Forenaussage „DSA ist so schon kompliziert und DSA 4.1 ist noch viel komplizierter“ echt geprägt. Dass die für den Einstieg relevanten DSA 4-Regeln bei uns auf einen Bierdeckel passen, ist jedes Mal wieder ein harter Kampf gegen sprichwörtliche Windmühlen zu erklären.
        Die Runde, die sich jetzt so langsam zu bilden beginnt, kommt dann aus einem Umkreis von knapp 90 km zusammen. In der kleinen Hochschulstadt habe ich gerade einmal einen Mitspieler für DSA und nach langen Darlegungen für DSA 4.1 finden können. Bei den anderen beiden Zusagen war ebenso viel Überzeugungsarbeit notwendig. Denn warum soll jemand mit dem alten System anfangen, wenn das neue überarbeitete doch angeblich soviel einfacher sein soll und es für das alte fast nur noch gebrauchte Regelwerke gibt ?

        Das ist die Seite des Mitspielerfindens. Gut möglich, dass es in Großstädten anders aussieht. Hier am Niederrhein ist dies aber leider meine ganz aktuelle Erfahrung.

        Die Seite mit den Publikationen sieht mpMn auch nicht ganz so rosig aus. Ja, man kann an diversen Stellen noch alte DSA-Abenteuer erwerben. Teilweise hat man viele davon schon und sehr große Teile davon auch schon gespielt. Teilweise sind vor allem noch die „neueren“ davon im Laden oder Onlineshop nur noch zu haben und … naja …
        Und ein paar weitere gibt es nur noch zu überhöhten Preisen. Und da bei mir Traditionalisten der Spieltisch Laptop und Handy freie Zone ist, fällt das qualitative Ausdrucken von Kauf-PDFs für mich auch in diese Kategorie.

        Und mal ganz konkret nachgefragt : Welcher unter DSA 4.x angefangene / angefasste Plot wurde unter DSA5 fortgeführt oder abgeschlossen ?
        Die letzten beiden großen Publikationen zur Befreiung von Tobrien und den letzten Zügen des Schattenmarschalls hinterlassen (ohne diese hier bewerten zu wollen) den SL doch ziemlich allein stehend da, was danach kommen soll oder könnte. Wie sieht die neue Herrschaft(sstruktur) in Tobrien aus ? Welche Konsequenzen haben der „Fall“ von Perricum und wie wird um Garethien herum aufgeräumt ? Wie restrukturiert sich das Mittelreich und dessen Militär ? VErluste gab es ja genügend.

        Und auch in Al’Anfa steht der Plot seit Oderins Machtübernahme auch auf Standby. Wie geht es da weiter (jünger wird der Knacker und weniger intrigant die Stadt ja auch nicht) ?

        Im Moment mache ich mir DSA (4.x) in Heimarbeit. Eben so gut es geht und wie es mir gefällt. Eine Orientierung am offiziellen Metaplot ist für mich persönlich bald nicht mehr möglich, weil dieser wie ausgeführt an mehreren Stellen nicht weiter fortgeschrieben wurde, seit Steine vom Himmel stürzen.

        Klar verstehe ich, dass Ulisses das bewirbt, was es aktuell auf den Markt bringen möchte. Ich verstehe auch, dass die doch recht überschaubare Redaktion damit alle Hände voll zu tun hat. Alles kein Thema. Aber am Ende bleibt für mich die Aussage „Es gibt kein Schokoladeneis mehr zu kaufen.“ Es ist immer schwerer DSA4.x Mitspieler zu finden. Es ist immer schwieriger/teurer den bis dato gespielten Plot fortzuschreiben …
        Schokoeis gibt es nur noch in Handarbeit.
        Für Runden, die gern kontinuierliche Plots spielen und anders als der aktuelle Trend eben nicht jede zweite oder dritte Session mit einer neuen Heldengruppe anfangen oder ihre alte quer durch Aventurien springen lassen möchte, gibt es derzeit nur einen kontinuierlichen Plott (im Bornland). Und der hat noch nicht einmal auch nur im Ansatz etwas mit den voran erlebten und bestandenen Abenteuern vor dem Editionswechsel zu tun.

        Der Eisliebhaber kann also recht einfach Eis kaufen. Nur für Schokoeis muss er eben doch deutlich mehr suchen oder komplett auf self made umschwenken. Oder mit anderen Liebhaberworten : Schraubkorken sind zwar auch Korken, aber eben keine Kronkorken. 😉
        Warum muss das geleugnet oder kleingeredet werden ?
        Und wenn wenn du allein dieses Jahr ca. 20 alte Buch-Abenteuer gekauft hast, was kauft derjenige, der sich die schon zum Erscheinen zugelegt hat ?
        Und damit soll es auch meinerseits erstmal genug sein. Ich möchte hier keine Diskussion ins Rollen bringen oder für DSA4-Fans stellvertretend argumentieren – zumal ich das auch garnicht könnte. Ich wollte nur widersprechen, weil ich sowohl die Beispiele ungünstig gewählt und auch sehr verallgemeinernd und in der Pegida-Mutmaßung sogar recht vereinfachend und beleidigend empfand.

        • Curima sagt:

          Ich glaube, dass es Vibart und Sedef gar nicht darum ging, den 4.1-Spielern abzusprechen, dass sie jetzt nicht mehr die Zielgruppe sind. Da muss man glaub ich gar nicht darüber diskutieren. Wie schwerwiegend jeden Spieler die offizielle Umstellung der Regeledition trifft, hängt wohl von sehr vielen Umständen ab. Während du schreibst, dass du kaum noch 4.1-Runden findest, müsste ich z. B. auch eine neue Runde suchen, wenn ich DSA5 spielen wollte, weil alle Runden, die ich kenne, bei 4.1 bleiben wollen. Und während es für die einen ein Argument ist, jetzt die neuen Bücher zu kaufen, weil die alten vergriffen sind, argumentieren die anderen mit „ich kauf mir doch jetzt nicht alles neu, nachdem ich die 4.1-Regeln endlich vollständig habe“. Welche Spieler mit welchen Vorlieben man in der erreichbaren Umgebung findet, ist wohl leider einfach immer Glückssache.

          Es dürfte auf jeden Fall richtig sein, dass es mit viel Aufwand und eigenen Ideen verbunden sein wird, die vielen Plotstränge, die im Laufe der Zeit liegengeblieben sind oder mit der Regelumstellung teilweise unsanft abgeschnitten wurden, selbst weiterzuspinnen. Das ist auch etwas, was mich als Spielerin geärgert hat. Allerdings überrascht mich da gerade, dass das tatsächlich in irgendwelchen Gruppen jetzt schon relevant ist, da für DSA4 insgesamt einfach so irrsinnig viel Material existiert, gerade in Form dicker fetter Kampagnenbände, dass z. B. meine Spielrunde immer noch im Jahr 1029 steckt und uns die Buchabenteuer vermutlich so um 2030 herum ausgehen werden. Wenn man natürlich schon die Splitterdämmerung durch hat und auf mehr Stoff zum Spielen wartet, sieht es da momentan wirklich etwas dünn aus, wenn man wirklich längere Kampagnen spielen will und nicht so viele Einzelabenteuer. Andererseits kann ich mir kaum vorstellen, dass man nicht trotzdem etwas findet, was man spielen kann, sei es auf einem der anderen Kontinente, in den Dunklen Zeiten oder einfach in der etwas jüngeren aventurischen Vergangenheit.

          Aber insgesamt war das glaube ich auch nicht der Punkt, den Vibart da machen wollte. Ich denke, ihm ging es eher darum, dass ein so sachlicher Austausch, wie wir ihn hier gerade führen, in vielen Foren oder Kommentarspalten gar nicht mehr möglich ist, weil DSA5- und DSA4-Spieler da sehr viel aggressiver und polemischer miteinander im Clinch liegen und man vielleicht auch gar nicht mehr bereit ist, sich überhaupt inhaltlich mit den Argumenten des anderen auseinanderzusetzen.

  8. Vibarts Voice sagt:

    Und hier schnell: Danke an alle Lesenden und Kommentierenden, denen ich nicht persönlich geantwortet habe! Frohe Weihnachtszeit.

  9. W.D. sagt:

    Super Artikel!
    Leider etwas, dass einem in vielen Hobby Foren und Kommentaren mittlerweile begegnet.
    Xeledon, bringt zwar auch einen guten Punkt, dass im Hintergrund eine neue Generation an scheinbar weltoffeneren Fans nachwächst, aber mir ist leider mittlerweile der Zeitaufwand einfach zu groß geworden um bestimmte Kommentare herauszufiltern. Entsprechend hab ich mich mittlerweile aus den meisten Foren nahezu komplett zurückgezogen (auch wenn ich vorher schon wenig geschrieben hab, sondern eher als Leser „aktiv“ war).
    Meine Offline Erfahrungen liegen dem zum Glück jedoch recht konträr entgegen, und die Rollenspieler die ich kenne gehören mit zu den tolerantesten Personen die ich kenne – könnte jedoch auch damit zusammenhängen, dass eigentlich alle erst recht spät während des Studiums mit Mitte 20 ihre ersten Rollenspielerfahrungen gemacht haben und dem Hobby recht entspannt gegenüber stehen.

    Ebenfalls Weihnachtsgrüße und vielen Dank für den schönen Adventskalender 🙂

  10. Eismann sagt:

    Ich bin ja nun schon was länger dabei, was Messen und Conventions angeht, und natürlich trifft man da immer mal wieder „spezielle“ Individuen. Aber ich habe durchaus den Eindruck, dass das Auftreten einzelner zunehmend aggressiv wird. Das betrifft nur eine kleine Minderheit, aber sie ist es, die viel Zeit und Energie aufwendet, um Lärm zu machen. Das kann man in Facebook-Gruppen und Foren genauso beobachten wie auf Veranstaltungen. Und das hat natürlich entsprechende Konsequenzen: Neueinsteiger, die nicht der eigenen radikalisierten Meinung folgen, werden aggressiv angegangen oder bestenfalls mit Herablassung und Arroganz behandelt. Entsprechend tauchen sie ab und sind so nicht mehr über die üblichen Kanäle zu erreichen, denn wer will sich sowas auf Dauer schon geben? Das gilt auch für viele Autoren, die ich kenne. Denn auch sie haben wenig Freude daran sich beschimpfen und anfeinden zu lassen. Um solche Schäden für die gesamte Community zu vermeiden, bleibt einem kaum anderes übrig, als entsprechende Räume zu etablieren, in denen solche Schreihälse nichts zu melden haben, auch wenn das natürlich in der Summe auch keine allzu schöne Lösung ist.

  11. Sharkie sagt:

    Danke für den schönen Text und den damit einhergehenden Appell, das Rollenspielhobby einerseits mit ganzem Herzen wertzuschätzen, andererseits aber nicht zum Schauplatz von Grabenkämpfen oder dogmatischem Überlegenheitsdünkel zu machen.

    Ich schreibe hier ganz bewusst „das Rollenspielhobby“ anstatt „DSA“, denn derartiges Gezänk gibt es ja nicht nur zwischen den Verfechtern verschiedener DSA-Editionen, sondern auch und vor allem zwischen jenen unterschiedlicher Rollenspielsysteme. Ich denke, jeder hier kennt diese Art von Forendiskussion, bei der eine Frage zu einem Regel- oder Settingaspekt von vereinzelten, aber sehr lautstarken Wichtigtuern primär als Steilvorlage missbraucht wird, um aller Welt ihre (durch vergangene, ähnliche Derailings oftmals hinlänglich bekannte) Verachtung des jeweils diskutierten Systems mitzuteilen. Das geht vom süffisanten Seitenhieb, den man als halbwegs gefestigter Diskutant eigentlich problemlos aushalten sollte, über die verlässlich auftretende Infragestellung „Warum spielst du überhaupt DSA, viel besser wäre doch…“ bis hin zur ungebetenen Generalabrechnung mit einem kompletten Franchise. Auch ist es beliebt, Diskussionen mit eigentlich komplett anderem Fokus auf Biegen und Brechen in Richtung des eigenen Lieblingsthemas zu verschieben: „Ich hasse Railroading und bei DSA wird bekanntlich viel gerailroadet, deswegen muss ich bei jeder DSA-bezogenen Diskussion auf die Lächerlichkeit dieses Ansatzes – und damit natürlich des gesamten Systems – hinweisen. Auch wenn es eigentlich um den steigenden Ilmenblattpreis im Garether Südquartier ging.“

    Nun wäre zu sagen, dass solch borniertes Verhalten in der Rollenspielszene im Grunde ein alter Hut ist. Ich habe ab Mitte der Neunziger immer mal wieder gerne den Düsseldorfer Fantastic Shop frequentiert, der durch seine Rolle als Keimzelle der deutschen Rollenspielszene in noch deutlich früheren Zeiten damals als szeneninterne Institution galt. Da gehörten solch snobistische, pseudoelitäre und vor allem narzisstische Gummizellen-Diskurse bereits zum Standardprogramm. Nicht dass die Mehrheit der Rollenspieler dort sich so aufgeführt hätte (das sei an dieser Stelle betont), aber der eine oder andere Alles-Checker mit großem Sendungsbewusstsein und umgekehrt proportionalem Horizont war eigentlich immer vor Ort. „Du hast dir als Anfänger auf dem Trödelmarkt eine DSA1-Box gekauft – haha, wie süß, das wird nur leider keiner mehr mit dir spielen wollen, gibt ja DSA3“, „DSA ist ein Anfängerrollenspiel“, „Wenn du bisher diesen Fantasyquatsch gespielt hast, müssen wir schon sehr genau hinsehen, ob du auch in unsere Vampire-Gruppe passt“, oder auch „Ach diese Rollenspiele, schon ein wenig kindisch, echte Enthusiasten spielen doch eher Tabletop“.

    Leider ist sowas also kein neues Phänomen, sondern vielmehr tradierte Szenefolklore. Man sollte fairerweise aber darauf hinweisen, dass solch merkwürdig überzogene Frontenbildungen sich keineswegs auf die Rollenspielszene beschränken. Wer in Foren für Computer- und Videospiele unterwegs ist, der weiß was ich meine; und ich unterstelle mal dreist, dass es bei Themen wie Sport, Film, Musik, Briefmarken Sammeln, Kanarienvogel- oder Rosenzucht nicht groß anders sein wird. Die Lust am Grabenkampf ist leider da (bezüglich der Frage, woher sie kommt, möchte ich nicht psychologisieren). Umso wichtiger, dass sich immer wieder vernünftige, geerdete szeneninterne Stimmen wie Vibarts Voice finden, welche die ungemeine Absurdität, Kleinkariertheit und Inzestuosität solcher – vielleicht nicht neuen, doch unverändert nervigen und durch die sozialen Medien x-fach verstärkten – Kindergartendiskurse aufzeigen.

  12. Derya Eulenhexe sagt:

    Schöne Kolumne, die auch meine Gefühle gut einfängt. Klar, am Ende mag es nur eine aggressive und lautstarke Minderheit sein, die aber doch die Wahrnehmung prägt und mir immer wieder den Spass an der Sache verhagelt. Als Konsequenz daraus, habe ich, wenn so etwas hochkocht, nicht mehr unbedingt die Lust groß mitzumischen oder gar überhaupt mitzulesen. Dummerweise scheint es zurzeit ständig vor sich hinzubrodeln und es ist meist nur eine Frage der Zeit bis die Stimmung mal wieder überkocht.

    Und ich frage mich dann immer wieder, ob es wirklich so wichtig ist, welche Edition wir eigentlich spielen? DSA2, DSA4, DSA3 oder DSA5, meinethalben sogar noch DSA1, das ist am Ende doch eigentlich total wumpe. Wichtig ist doch eigentlich nur, dass wir alle DSA spielen und in Aventurien und/oder seinen Nachbarsettings unseren Spaß haben.

    • Magister AOR sagt:

      Hi Derya,

      du schriebst „Und ich frage mich dann immer wieder, ob es wirklich so wichtig ist, welche Edition wir eigentlich spielen? DSA2, DSA4, DSA3 oder DSA5, meinethalben sogar noch DSA1, das ist am Ende doch eigentlich total wumpe. Wichtig ist doch eigentlich nur, dass wir alle DSA spielen und in Aventurien und/oder seinen Nachbarsettings unseren Spaß haben.“
      Ja, ich glaube – nein ich bin überzeugt davon – dass es eine Rolle spielt, welche Edition man spielt. Das ist sogar nicht einmal nur eine Frage der Regeln, sondern auch der Spielwelt. Das Aventurien zu DSA 3 Zeiten bzw. mit dessen Regeln war und ist ein anderes als jenes zu DSA 4 oder jetzt mit dem Sternenfall und DSA 5. Und im Vergleich zu DSA 1 und DSA 2 (hier sehe ich zwischen den beiden kaum Unterschiede) gibt es wieder deutliche Unterschiede. Die Spielwelten sind trotz kontinuierlichem Metaplot unterschiedliche. Und wer in all diesen Editionen – vielleicht kann man auch sagen Generationen – gespielt hat, kennt auch die Unterschiede. Jede Edition bietet andere Realitäten. Sei es die Tödlichkeit von bestimmten Waffen oder Wesen, sei es die Art udn Weise, wie Götterdiener wirken, seien es die Möglichkeiten von Magie oder auch profanem Talenteinsatz. Das kommt zum Einen aus der Regelkomponente, zum anderen aber auch aus den jeweils beschriebenen Hintergründen und Abenteuern, die sich über die Jahrzehnte doch deutlich verändert und entwickelt haben.
      Sicher kann man auch mit Splittermond- oder Vampire- oder GURPS-Regeln in Aventurien spielen (habe ich alles schon erlebt). Aber es kommt ein anderes Spielgefühl dabei auf und auch die Spielwelt wird von den Mechanismen und den Erwartung(swert)en her anders beeinflusst. Seien es Risiko, Tödlichkeit, Stimmigkeit, …

      Je nach Edition gehe ich mit einer anderen Erwartung an den Rollenspielabend, und nutze unterschiedlich Problemlösungsmuster und erlebe gleiches auch bei SL und Mitspielern.

      Und wenn es „total wumpe“ ist, was wir wie spielen, solange wir Spaß haben, warum ist es dann noch wichtig, dass wir dabei DSA und in Aventurien oder einem Nachbarsetting spielen ?
      Und wenn es nur wichtig ist, dass man Spaß in Aventurien (und/oder Nachbarsettings) hat, wozu dann überhaupt verschiedene oder neue (Regel)Editionen ? DSA und auch Aventurien sind eben mehr als nur eine Settingbeschreibung mit Metaplot. Das sollte man weder leugnen noch versuchen klein zu reden.

      • Derya Eulenhexe sagt:

        Ich glaube, da kam es zu einem Mißverständnis und deine Antwort läuft dadurch an meiner eigentlichen Intention vorbei. Natürlich spielt die bespielte Edition bei Regelfragen und Spielgefühl eine Rolle. Dadurch können ja einige der interessantesten Diskussionen entstehen. Gerne in der Tat auch zwischen Aventurien- und Myranor-Spielern oder gar DSA-Spielern und Rollenspielern ganz anderer Systeme.

        Gerne kann man eine Edition oder ein Setting ganz toll finden und einem anderen äußerst kritisch gegenüber stehen. Man kann diese Kritik auch durchaus äußern, sollte dabei aber nie aus den Augen verlieren, dass andere vielleicht gerade gegenteilige Vorlieben haben.

        Und dabei sollte die bespielte Edition oder das gespielte Rollenspiel letzten Endes keine Rolle spielen. Bei allen Diskussionen sollte man den Respekt und die Toleranz vor seinem Gegenüber nicht verlieren und in Grabenkämpfe abrutschen.

        Und ja, ich möchte mich ruhig und gesittet über die Vor- und Nachteile von DSA4 vs. DSA5 oder aber auch von DSA vs. Splittermond unterhalten können, ohne dass dabei mit Schmutz und Häme um sich geworfen wird. Egal auf welcher Seite der Diskussion ich mich gerade befinde. Wenn ich denn überhaupt noch Lust habe, in solch eine Diskussion einzusteigen oder sie (weiter)zuverfolgen, wenn dabei schon verbal um sich geschlagen wird.

  13. Queery sagt:

    Kurzer Einwurf: Wenn man sich weniger in bestimmten Foren rumtreibt ist die Wahrnehmung von der DSA-Fan-Community doch oft eine andere 🙂 Im Ziel bin ich aber mit dir voll und ganz einer Meinung und selbst voller Wohlwollender Offenheit für DSA 5 obwohl meine Runde noch sehr lange bei 4.1. bleiben wird und ich manches bei 5 wie bei 4.1. doof finde. Da war für mich die Rückbesinnung von 3 auf 4 sehr heilsam. Die hab ich damals nämlich mit Klauen und Zähnen bekämpft (also weniger in Foren mehr in meinen Spielrunden) und kann im Nachhinein sagen, dass es einfach ein gewisser Konservatismus war und ich halt einfach etwas (genauer gesagt bis zu 4.1. also hab ich glück gehabt) gebraucht habe um mich auf das neue einzulassen.

    • Pallien sagt:

      Ich sehe das genau so. Ich kann nur mutmaßen, was der Anlass für diesen Artikel ist, aber ich vermute, Vibart hat sehr viele Eindrücke aus diversen Foren und Blogs gesammelt. Ich selbst habe von diesem Glaubenskrieg bislang wenig mitbekommen, da alle DSA-Spieler, mit denen ich zu tun habe und die ich live treffe, ziemlich entspannt sind, was die Editionen betrifft, und das wohl eher so wie ich sehen: Erstmal wird 4.1 weitergespielt, bis alle relevanten Regeln für 5 draußen sind, und dann schaun mer mal.

      Sehr schade finde ich lediglich, dass durch die 5. Edition 4.1-Produkte nicht mehr neu aufgelegt werden und ich daher nicht so einfach diverse Lücken in meiner Sammlung stopfen kann. PDFs sind okay, aber ich hab halt gerne echte Bücher im Regal stehen.

  14. Tabuin sagt:

    Ein sehr schöner Beitrag, der eigene Beobachtungen bestätigt (leider) und zu einem sehr angenehmen Fazit führt. Danke.

    Viele Liebhaber-Grüße
    Peter

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