Es sind natürlich Heshthotim. Wenn es Ärger gibt, sind es immer die Aschengeister. Irgendjemand begeht immer wieder den Fehler und unterschätzt sie.
–Immer noch Demelioë Nandoniella Terbysios, Spektabilität der Dunklen Halle der Geister zu Brabak

Heshthot von Markus Koch
Nachdem eine Mitspielerin mich unerwartet mit einer Auswahl an 3D-gedruckten Miniaturen aus der Ulisses-Reihe beglückt hatte, stand ich vor dem Problem wieder einmal zu viel unbemalte Miniaturen zu haben. Um dem schnellstmöglich Abhilfe zu schaffen, beschloss ich zumindest ein paar der interessanten Plastikklumpen zeitnah zu bemalen. Meine Wahl fiel auf die Heshthotim, die meinen FanPro Heshthot gut ergänzen und außerdem recht rasch bemalt sein würden.
Idee
Ähem, es ist ein Heshthot. Er ist schwarz. Was erwartet ihr?
Nun ein bisschen mehr Gedanken machte ich mir schon. Natürlich würde die Schwarze Kutte vornehmlich auch schwarz sein. Die wallenden Nebel aka Dunkelheit würden einen Hauch Lila erhalten, so wie bereits bei meinem FanPro Modell geschehen. Die Schwerter sollten ebenfalls schwarz, aber wenigstens metallisch schwarz werden. Ich weiß nicht mehr genau, wann ich beschloss die Peitschen rot und schwarz zu färben, so wie Metallstränge, die sich gerade abkühlen. Viel mehr gibt es dazu aber nicht zu sagen.
Umsetzung
Auf der schwarzen Grundierung brachte ich einige Akzente mit Grau an. Diese durften jedoch nicht zu üppig ausfallen, um dem Gesamteindruck einer schwarzen Kutte nicht im Wege zu stehen. Über diesen brachte ich dann mit der Airbrush noch eine Schicht aus blauem Wash auf. Das dämpfte die Helligkeit wieder etwas und hinterließ einen blauen Schimmer in den erhabenen Bereichen. Der Nebel wurde mit etwas Violett akzentuiert, das etwas deutlicher betont werden musste, um die dämonische Dunkelheit von den schwarzen Kutten abzugrenzen. Die Schwerter wurden mit einer Mischung aus Metall und Schwarz bemalt. Nur die Schärfen erhielten eine helle Kante.
- Etwas grau wirkt die Bande noch, aber Opa FanPro wird ihnen schon Manieren beibringen
- Die Grundlagen sind geschaffen, nun wird es Zeit für die Details
- Rote Peitschen und violette Nebel, der Gesamteindruck ist damit schon mal klar.
Die Peitschen, deren Griffe mich irgendwie an Lichtschwerter erinnern, wurden mit einem matten Rot bemalt. Da die Form mich an den glühenden Stahl aus der Schmelze erinnerte, tupfte ich schwarze Kontraste auf, die den Effekt erkaltenden Stahls erzeugen sollten. Das Rot der schmerzhaften Peitschen spiegelte sich im Rot der Augen, auch wenn ich hierfür eine andere Kombination verwendete, um einen leuchtenden Effekt zu erzielen. Auf eine weitere Bemalung der Gürtel verzichtete ich, um nicht zu viel Unruhe in das Modell zu bringen. Da die Dämonen auf ihren Nebeln der Dunkelheit reiten, verwendete ich vorerst keine zusätzlichen Bases.
Fazit
Kaum eine Miniatur lässt sich so schnell anmalen wie ein Heshthot. Dennoch hatte ich etwas Bedenken, ob es mir gelingen würde, die Miniaturen interessant zu gestalten. Die Dämpfung der Akzente mit dem blauen Wash hat sich meines Erachtens bewährt. Die roten Peitschen sind vielleicht nicht ganz klassisch, aber auf jeden Fall sehr effektvoll. Mehr Heshthotim am Spieltisch sind damit ganz bestimmt eine gute Idee.
- Ein Heshthot kommt selten allein. Das Set beinhaltet gleich fünf verschiedene Designs.
- Die alte Kutte im Kreis der jungen Hipster
- Da hat jemand Heshthot gesagt. Fragt sich wer hier mehr erschrocken ist.






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