Da die umfangreiche Kampage zu Brandans Pakt mich absehbar einige Spielabende beschäftigen würde, nutzte ich auch die Gelegenheit weitere Miniaturen für diese epische Kampagne zu beschaffen und zu bemalen. Neben den Helden als die eigentlichen Protagonisten dieser Story, wollte ich auch einige andere Zwergenfiguren für den Spieltisch verfügbar machen. Damit hatte ich auch endlich eine Motivation mich an ein paar der lange unberührten Angroschim-Minis aus der FanPro-Reihe zu machen. Darüber hinaus sollten auch einige Antagonisten und andere Gestalten eine Repräsentation erhalten.
Ein König der Helden
Da zumindest im Ruf des Berges Hochkönig Albrax unglaublicherweise tatsächlich als handelnde Person vorkommt und sein Dasein nicht nur als müder Sesselpupser fristen muss, brauchte ich rasch eine Miniatur für den Heldenkönig. Zuerst wollte ich hierfür eine Version des Arombolosch wählen, doch die Zeit war knapp und ich war mir nicht sicher, ob ich diese Mini nicht für den echten Arombolosch reservieren wollte. Also fand ich in meinem Regal eine andere Figur, die allen Anforderungen an ikonische Zwergenhelden gerecht werden sollte. Der Zwerg aus dem unsäglichen Brettspiel Burg des Schreckens war perfekt für meinen Bedarf. Klassischer Flügelhelm, martialische Rüstung und kompakte Bauweise (wir erinnern uns an seinen HeroQuest Bruder) bilden eine solide Basis. Durch das Originalbase mit Zählrad konnte ich auch auf einen ‚tactical rock‘ verzichten und die Figur dennoch herausragen lassen. Die goldene Axt ist zwar nur eine Annäherung an den legendären Zweihandhammer des Königs, aber das ließ ich mir gefallen. So durften die Helden also mit meinem Albrax ins Gefecht ziehen.
- Ein altes Original aus dem Brettspiel Burg des Schreckens
- Hochkönig mit tactical rock und Leibwächter
- Die robuste Brettspielfigur wirkt sehr massig neben den jüngeren true scale Minis
Zentral für das Spiel sind natürlich die Spieler-Figuren vulgo Helden. Da meine Spieler weder mit dem FanPro Geoden für Marnax noch mit dem bereits bemalten Schmied für Okbrôsch zufrieden waren, wanderten hierfür noch zwei weitere gedruckte Minis auf meinen Tisch.
Entsprechend dem Geltungsbedürfnis meiner Spieler wurde der neue Okbrôsch auf einer gestürzten Säule in Szene gesetzt. In seiner Hand eine Axt, die eher einer nordischen Langaxt als einem zwergischen Lindwurmschläger entspricht. Immerhin konnte ich an seiner linken Hand einen Ring ausmachen, der gut zu Largorax Ring passt, den sich die Figur angeeignet hat. Die Farben wurden dabei an dem Bild des Geweihten in den Quellen orientiert und um die Augen verkünstelte ich mich mit der traditionellen Rußschminke, welche die Augen des Helmträgers beim Kampf gegen Drachen schützt.
- Die neue Miniatur für Okbrôsch trägt nicht nur Rußschminke um die Augen sondern auch Largorax Ring
- Varianten für den Angrosch-Geweihten, natürlich mit tactical rock
- Albrax Helden sind bereit für den Spieltisch
Der Geode Marnax gestaltete sich erwartungsgemäß deutlich aufwendiger, denn je schlichter der Stil desto größer der Schnickschnack. Oder so ähnlich. Da ja heute gefühlt jeder User und sein Hund 3D-Modelle basteln kann, wartete der Druide auch mit einer entsprechenden Fülle an Details auf. Von der Dornen- äh Humuskrone über den Handschuh bis hin zu diversen Fitzeln am Gewand wurde hier einiges geliefert. Und all das sollte natürlich noch zu dem bescheidenen, naturnahen Stil eines etwas weltfremden Geoden passen. Im Gegensatz zu den Kletterern auf der anderen Seite des Spieltischs wurden bei dieser Miniatur die Beine gekürzt, um den Eindruck eines Zwergen nicht durch die buchstäbliche Erhöhung der Figur zunichte zu machen. Statt dessen wurde allerdings das Base mit Moos beklebt und ein Blätterwirbel hinzugefügt, um die Illusion aktiver Zauberei zu kreieren. Nachdem ein Geode sich aber ungern selbst die Hände staubig macht, brauchte auch Marnax noch einen standesgemäßen Begleiter. Also einen zweiten, denn das Vertrautentier Petrol hatte ich bereits fertiggestellt. Das Druidenset kam mit einem passenden Elementarwesen, der in der Tat hervorragend zu einem Humus-Elementar passt. So bekam auch der Dauerbegleiter Stöckli seine eigene Miniatur.
- Marnax Köchelbart ruft die Kraft des Humus an
- Der Geode mit seinen liebsten Gefährten: Vertrautentier Petrol und Humuselementar Stöckli
Kampf der Elemente
Da beide Seiten Elementargeister einsetzen, benötigte ich hier natürlich auch einige Miniaturen. Wie bereits im letzten Artikel angedeutet hatte ich mit Reapers Lesser Elementals bereits eine Auswahl an passenden Elementargeistern. Die klassischen Elemente wurden mit Stöckli um einen Humus-Elementar ergänzt. Die Dschinne konnte ich aus der alten FanPro Reihe hervorzaubern. Mit dem Large Earth Elemental hatte ich auch den bislang einzigen Elementaren Meister in Petto.

Elementarwesen unterschiedlicher Natur spielen eine Rolle in der Kampagne um Brandans Pakt
Eine Besonderheit sind die Golemiden Pyrdacors, die ein etwas spezielleres Design haben. Auf der Suche nach einer passenden Figur entschied ich mich schließlich für den Evil Earth Elemental aus der D&D Reihe. Diese wurden in einem klassischen Lava-Look bemalt, der meiner Meinung nach hervorragend zu den Wesen aus Feuer und Erz passt. Da ich mich auf künftige Begegnungen vorbereiten wollte, beschaffte ich mir gleich drei Exemplare dieser Miniatur.
- Die drei von der Tankstelle haben das Feuer nicht gut überstanden
- Größer als in der Quelle aber dennoch passend. Evil Elementals als Golemiden
Antagonisten
Die Antagonisten in der Kampagne sind zahlreich und vielfältig. Nicht alle würden eine passende Repräsentation erhalten können. Für den Ruf des Berges schaute ich mir meine Armalion-Zwerge an, die tatsächlich ins Gefecht geworfen wurden, jedoch bis dato keine fertige Bemalung vorweisen konnten. Da es mehrere weibliche Zwergenfiguren in der Kampagne gibt, ging ich noch mal durch mein Sortiment und fand zwei recht unterschiedliche Angroschna. Neben der klassischen Hügelzwergin nach Ina Kramers Farbtafeln wanderte zunächst Thorescha Schwarzflamme, die Heldin der Zwerge für Armalion, auf meinen Tisch. Als Anführerin der Steinernen Brüder erschien mir der Schrecken der Schwarzpelze aber dann doch etwas zu martialisch.
Als Proxy für etwas zivilere Gestalten vulgo Geoden, entschied ich mich die beiden ‚Halblinge‘ aus dem Brettspiel Dorf des Grauens zu bemalen. Der Müller und der Bürgermeister sind ausreichend generisch, um immer wieder mal Zwerge ohne Kettenpanzer und Zweihandaxt zu geben. Der Bürgermeister mit seinem Stab macht sich zudem ganz hervorragend auch als Geode und wurde wegen seines bedrohlichen Erscheinungsbildes im Finale unter dem Berg auch gleich in der ersten Runde umgepustet.
- Thorescha Schwarzflamme Schrecken der Orks
- Den Zaubertrank immer dabei, Thorescha zeigt den heroic scale
- Der Bürgermeister und sein Müller, vielseitig einsetzbare Miniaturen
Mein Plan den bärbeißigen Mechanicus aus der Reihe von Westfalia als Frontmann der Steinernen Brüder zu verwenden scheiterte an meiner Malgeschwindigkeit. Dennoch konnte ich ihn später fertigstellen. Er diente unter anderem in der Basaltschmelze als Darsteller des Fekolax und wird in dieser Funktion sicher auch noch weiter zum Einsatz kommen. Aufgrund des eher ganzheitlichen Erscheinungsbildes wählte ich für diese Figur einen etwas anderen Ansatz beim Bemalen. Anstelle der klassischen Techniken wurde hier über einer schwarzen Grundierung feucht mit Weiß gebürstet. Erst nach dem anschließenden Aufbringen einer Schicht Tinte mit der Airbrush wurden Arme und Gesicht mit dem gewöhnlichen Pinsel bearbeitet. Erst nachdem wir den Ruf des Berges bereits beendet hatten, stellte ich auch einen der Armalion-Kämpfer fertig. Dieser wird dann wohl seinen Platz als Worgrim Blutbart, Anführer der Kor-Knaben in Okdrâgosch finden.
- Der Mechanicus ist bei den Zwergen allgegenwärtig und findet auch seinen Platz als Fekolax in der Kampagne
- Ein Axtschwinger mimt Worgrim Blutbart
Zu meinem Bedauern gelang es mir noch nicht wirklich passende Figuren für Höhlendrachen und Westwinddrachen ausfindig zu machen. Auch Ishlarin selbst musste mit einem Proxy aus der Spielzeugkiste vorlieb nehmen. Tatsächlich entdeckte ich jedoch einige Zeit später in der Schleich Serie den perfekten Erz- und Feuerdrachen, so dass sich meine Spieler für die nächste Begegnung mit Ishlarin schon mal warm anziehen dürfen. Schließlich ist wohl kaum einzusehen, warum nur meine Töchter das coole Zeug bekommen sollen.

Den Zwergen steht Ärger bevor. Das Arsenal der Antagonisten füllt sich
Fazit
Inzwischen sind eine ganze Reihe von Miniaturen für den Spieltisch fertig geworden. Zwerge, Elementarwesen und natürlich auch die Diener des Drachen werden immer wieder benötigt, von daher lohnt es sich hier auch ein paar Miniaturen anzuschaffen und zu bemalen. Etwas Mühe bereiten mir momentan noch die Westwinddrachen, aber vielleicht gelingt es mir auch dafür noch eine passende Lösung zu finden.















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