
Mirhiban al’Orima von Nadine Schäkel
Mit der fünften Edition bekamen die sogenannten ikonischen Helden wesentlich mehr Screentime oder besser Pageroom als in allen vorherigen Editionen. Mir persönlich gefällt das Konzept von wiederkehrenden Figuren, die auf Buchcovern, Zitaten und diversen Vignetten zu sehen sind. Daher reizt es mich auch diese Figuren als Miniaturen meiner Sammlung hinzuzufügen. Nachdem ich einen Bogen um Carolan Calavanti gemacht, zwei Rowenas bemalt und Arbosch in die Reihen meiner Zwerge eingefügt hatte, wollte ich nun die wahrhaft ikonische Gestalt von Mirhiban al’Orhima zum Leben erwecken. Ich hatte das Glück, dass ich die Miniatur in zwei Versionen mein Eigen nennen konnte. Eine Version entstammte der alten Reihe der Schicksalspfade Miniaturen. Die zweite war dem Kickstarter von Westfalia entsprungen.
Idee
Die Bemalung selbst sollte sich weitestgehend an dem Artwork aus den zahlreichen Publikationen orientieren. Ich fand die Erscheinung der rotgewandeten Feuerelementaristin immer schon sehr beeindruckend und wollte daran nicht viel ändern. Relativ früh traf ich aber auch die Festlegung, dass ich das Base passend zu einem Wüstensetting gestalten wollte. Hierzu hatte ich mir extra ein bestimmtes Tutorial gespeichert, welches ich nutzen wollte, um der eher langweiligen Idee vom Sandboden mehr Vielseitigkeit zu verleihen.
Base und Bemalung
Entgegen meiner sonst üblichen Praxis begann ich hier mit der Base und nicht mit der Figur. Der Grund dafür war zum einen die Entscheidung, das Base etwas aufwändiger als Wüstengrund zu gestalten und zum anderen der Umstand, dass die Füße bei true scale Miniaturen oft sehr filigran sind. Da die Füße beim Entfernen des angegossenen Bases leicht beschädigt werden können und die geringe Standfläche das Aufkleben der Miniatur auch mühsam macht, wollte ich die integrierten Standelemente behalten. Daher musste ich die Oberfläche der Bases von Anfang an mitgestalten, denn später würde es schwierig werden, die Flächen gut zu erreichen.
Die Bases wurden daher mit einer Kombination aus Crackle Paste, einer Spezialmischung für die Gestaltung von ausgetrocknetem Boden, und normaler Spachtelmasse vorbereitet. Ursprünglich hatte ich vor, die Spachtelmasse noch mit feinem Sand zu überziehen. Nach der Modellierung der Oberflächen war das Ergebnis jedoch so überzeugend, dass ich es nicht mit weiteren Texturen wieder abändern wollte. Ein paar kleine Steine und sehr helle Lichter (vulgo highlights) erzeugten das Gefühl einer ariden Steinwüste mit einem ausgetrockneten Untergrund.
- Erster Fehlschlag, die Spezialpaste haftet nicht auf dem Untergrund.
- Die Crackle Paste generiert das Bild eines ausgetrockneten Flussbettes. Unterschiede nach Base-Untergrund sind erkennbar.
- In der Spachtelmasse finden sich die Vertiefungen für die Standfüße der Miniaturen.
- Die Modellierung der Bases ist abgeschlossen. Ohne Farbe sieht das Ganze noch wenig überzeugend aus.
- Nach dem Grundieren und einem zenital highlight erhält das Base zusätzliche Steine.
Da ich die Farben der knallroten Kleider mit der Airbrush gestalten wollte, musste ich die Bases für den nächsten Schritt abdecken. Bei Westfalias Mirhiban war ich da wohl etwas nachlässig und musste später einen roten Streifen im Sand ausbessern.
Ich spielte kurz mit dem Gedanken, mindestens einer Miniatur dunkle Haut zu verleihen, entschied mich aber dann zugunsten stärkerer Kontraste dagegen. Auch die Gestaltung von Feuereffekten wurde wieder verworfen, da ich mich hier nicht sicher genug fühlte, um einen überzeugenden Effekt zu generieren, der den Fokus weiterhin auf der gesamten Miniatur lassen würde. Im Gegensatz zur Vorlage änderte ich jedoch die Farbe des Kleides. Auf vielen Bildern trägt Mirhiban Lila mit nur kleineren roten Applikationen. Ich war jedoch der Meinung, das der Elementaristin Feuerrot wesentlich besser stehen würde. Daher basiert die Kleidung meiner Minis auf einem roten Grundton.
- Die Bases sind bemalt. Nun kann es an die eigentliche Miniatur gehen.
- Die Kleider werden mit der Airbrush bemalt. Leider hat auch der Sand etwas abbekommen.
- Die Grundfarben sind aufgebracht. Nun fehlen nur noch die Details für den Überrock und das Gesicht
- Mit wenigen Details sieht die Miniatur schon fast komplett aus
- Nur noch ein paar von den fitzeligen Details
Fazit
Auch wenn die Bemalung insgesamt einem recht einfachen Schema folgt und ich beide Minis zusammen in unter vier Stunden fertiggestellt habe, gefallen mir die Mirhibans außerordentlich gut. Die Kontraste aus Rot, Schwarz und den Beige-Tönen setzen die Magierinnen wirkungsvoll in Szene. Eventuell ließen sich noch feuermagische Effekte nachliefern, aber fürs Erste bin ich mit dem Ergebnis zufrieden. Die Bases dienten zugleich als proof of concept für künftige Wüstenbewohner.
- Westfalias Mirhiban strahlt eine stärkere Dynamik aus und zeigt Schulter.
- Nah an der Vorlage modelliert, zeigt sich das true scale Modell für Schicksalspfade zierlicher, aber mit Feuer in der Hand.
- Müssen sich nicht verstecken: Mirhibans mit dem Schwertgesellen für Schicksalspfade
- Gleiche Person aber unterschiedliche Erscheinung. Die Proportionen der Vorlage wurden unterschiedlich umgesetzt.
- Zeit für Feuer, Elementaristinnen mit Feuergeist
- Zwei ikonische Helden aus der Reihe Schicksalspfade

















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