Der Nandurion Hesinde-Disput 2012: Was brachte das Jahr?

Xeledons-Spottgesang-Advent-WeihnachtenDas Jahr 2012 neigt sich dem Ende zu und daher nutzen wir die Gelegenheit, die Highlights und Flops, die Aufreger und Langweiler, die schönen und die noch schöneren Dinge — sprich: alles, was uns so beschäftigt hat, noch einmal im Stile des Botendisputs Revue passieren zu lassen. Geschont wird dabei niemand, weder Fan noch Freund noch Feind. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen.

Kontrovers diskutiert #1: Krieger, Krämer und Kultisten — Was bleibt, neun Monate später?

Krieger Krämer und Kultisten CoverVibart: Während „Kritiker und Krakeler“ die relative Nutzlosigkeit einer bebilderten Kurzgeschichtensammlung für den Spieltisch monierten, lobten „Claqueure und Kunstfreunde“ die Aufmachung und Stimmigkeit von „KKK“. Nur der Ku-Klux-Klan trug nichts zum DSA-Band mit seinem Kürzel als Kürzel bei. Inzwischen ist es um KKK so still geworden, dass man den Eindruck gewinnt, das Ganze verschwindet etwas in der Versenkung. Also kein Bader, Brautwerber und Bardamen als Nachfolger? Auch kein Taucher, Tischler, Tätowierer? Nicht mal ein Gaukler, Gerber und Gardisten?
Edit: Und da, im letzten Moment, steht er doch im Verlagsplan für 2013 (Nandurion berichtete): Granden, Gaukler und Gelehrte wird kommen und uns mehr bunte Tulamiden mit schönen Hintergrundgeschichten präsentieren. Da war ich mit „Gaukler, Gerber und Gardisten“ gar nicht mal weit weg …

Josch: Egal, wie oft ich es auch drehe und wende, ich bleibe bei diesem Produkt hin und her gerissen. Mit zeitlichem Abstand zeigt sich auch klarer, wieso: Ein Großteil des Bandes (nämlich die Geschichten) eignet sich einfach nicht dafür, mehrfach gelesen zu werden. Aber andererseits würde ich den Band auch weiterhin jedem empfehlen, der aventurisches Flair im Schnellverfahren erleben möchte. Ich hoffe sehr, dass beim Folgeband die schnelle Verwendbarkeit am Spieltisch stärker im Vordergrund steht, dass dort mehr und v.a. konkretere Abenteueraufhänger geboten werden und dass die Fließtexte vermehrt auf kurze, typische Szenen ausgerichtet werden, welche die jeweilige Figur in Aktion zeigen. Auf einen übergreifenden Storybogen wie bei KKK könnte ich dann auch gut verzichten.

Curima: Oh, mein Pet Peeve des Jahres. Ich schrob ja schon im März in meinem eigenen Blog darüber, wieso ich mir dieses Buch nicht kaufen werde und weshalb es in meinen Augen so unnötig ist wie nur sonstwas. Ich habe mich auch nach wie vor nicht vom Gegenteil überzeugen lassen. Allerdings wurde der Band ja doch recht gut aufgenommen, und ich will mir daher nicht anmaßen, meine Äußerung aus März, niemand brauche dieses Buch, zu wiederholen. Trotzdem musste ich bei der Ankündigung des 2. Bandes der Reihe mit dem Kopf schütteln.

Salaza: Irgendwie kann ich mich mit dem Konzept nicht anfreunden. Als NPC-Band zu unübersichtlich und zu unflexibel bei den Charakteren, als Geschichtensammlung zu teuer. Aber bunt und in Farbe. Schön sind die Bilder tatsächlich. Aber mehr kann ich dem Band nicht abgewinnen.

Feyamius: Ich habe mal gehört, die Kurzgeschichten seien ideale Klolektüre (wegen ihrer Länge …); ansonsten mag ich KKK eigentlich nur wegen seiner Bilder. Der Informationsgehalt ist mir zu gering: Die Nullaussagen-„Info“kästen wurden ja schon erwähnt, statt Kurzgeschichten hätte ich auch viel lieber W6+2 kürzere Vignetten gesehen, die die Figur jeweils in einer typischen Szenerie, v.a. bei einer Begegnung mit Helden, zeigen. Merkwürdigerweise kommt die mMn beste Kritik an dem Band, inklusive Vorschläge, wie er brauchbarer sein könnte, aus dem Tanelorn (siehe hier). Ein Meisterpersonenband, wie er dort vorgeschlagen wird, würde mir wesentlich besser gefallen.

Amirwolf: Viel wurde im Vorfeld kritisiert, und ich konnte mir vorstellen, dass KKuK ein gutes Konzept hat und wirklich brauchbar ist. Leider hatte ich wohl ein anderes Konzept im Kopf, denn mir ist bis heute nicht ganz klar, welche Zielgruppe sich hier angesprochen fühlen soll? Ich hoffe, die viele Kritik am Erstling wird konzeptionell Eingang in GGuG finden.

Kontrovers diskutiert # 2: Elementare Gewalten — Feuer und Flamme, oder: viel Luftdschinn um nichts?

Elementare Gewalten Cover kleinCurima: Ich kann verstehen, dass sich viele über den Regelteil aufgeregt haben. Nicht, weil ich grundsätzlich Elementaristen zu stark finde oder Neuregelungen in Ergänzungsbänden verteufle, aber wenn die Regelungen in Elementare Gewalten denen in Wege der Zauberei widersprechen, ist das schon irgendwie blöd. Leider gab es auch in den Monaten nach Erscheinen noch keine klarstellende Regelung, was denn nun gelten soll. Da würde ich mir wünschen, dass das bald nachgeholt wird.
Den Ingame-Teil des Buches finde ich aber nach wie vor sehr schön und stimmig, mit vielen Anregungen für Abenteuer und tollen Zeichnungen.

Josch: Ok, hier bin ich ziemlich befangen, aber ich finde es wirklich sehr schade, dass die Streitpunkte und Fehler im Bereich Regeln den Eindruck des Bandes so stark überlagern und bei der Rezeption immer wieder dieselben Punkte rauf- und runtergebetet werden. Wirklich negativ überrascht hat mich auch die Häme, mit der sich teilweise über den Band hergemacht wurde. Dass selbst dann, wenn man alles verwirft, was der Outgame-Teil anbietet, knapp 100 Seiten gut geschriebenes Quellenmaterial übrig bleiben und zum ersten Mal in der braunen Reihe auch wirklich schöne und stimmige Illustrationen geboten werden, geht dabei fast unter.
Bei der Regelkritik würde ich gerne drei Dinge auseinanderhalten: i) Neue Setzungen, die klarerweise inkonsistent mit anderen Regeln in der aktuell erratierten Version sind; ii) Neue Regeln, die zusammen mit bisherigen Setzungen zu absurden Ergebnissen führen; iii) Neue Regeln, die das Balance-Verhältnis weiter zu Gunsten von Elementaristen verschieben.

Dazu denke ich: i) ist ein klarer Bug und gehört erratiert — wobei man sich hierfür bitte so viel Zeit lassen möge, dass die Fehler auch wirklich behoben werden und keine weiteren nach sich ziehen. Punkt ii) ist ebenfalls ein klares Minus, wobei im Einzelfall noch zu sehen bleibt, wo genau die Grenze zwischen „ungewöhnlicher Neuerung, an die man sich gewöhnen muss“ und „absurde Konsequenz“ zu ziehen ist. Punkt iii) ist hingegen etwas, wo ich eher mit den Schultern zucke. Balancing bei DSA4 ist eh kein erreichbares Ideal mehr und in meinen Augen generell keine allzu wichtige Eigenschaft eines Regelsystems. Das ist aber natürlich eine Sache persönlicher Vorlieben, und ich verstehe da jeden, der das anders sieht.

Salaza: Ich fand die Aufregung auch sehr schade. Bei den Regeln sind ohne Frage einige kapitale Böcke drin, das geht besser. Das Flair — und das ist in meinen Augen doch eigentlich auch der Schwerpunkt der braunen Reihe — finde ich aber sehr gut. Und die Bilder im Band, vorweg die wunderschönen Innencover von Verena Schneider, sind die ersten der braunen Reihe, die mir zusagen. Dass dann ein vor allem fluffiger Abschnitt zu den Dschinngeborenen bei manchen gleich einen „AHHHH! HALBDSCHINNE!“-Zornesruf auslöste, hat mich auch verwundert. Ich habe das Buch wohl teilweise anders gelesen als manch anderer.

Feyamius: Ich gebe zu: Ich bin so jemand, bei dem der Eindruck des Regelteils den des Flairteils deutlich überlagert. Wenn seit eigentlichschonimmer klar ist, dass (vor allem beschwörender) Elementarismus die mit Abstand stärkste und vielseitigste Magieform ist, dann macht man die nicht noch stärker. Das ist quasi das Einmaleins der Regelerstellung. Und auch damit kann man Flair zerstören. Der Regelteil sabotiert also den Flairteil tatsächlich — nicht nur in der Diskussion darüber.

Kontrovers diskutiert # 3: Uthuria — Wo kommt es her, wo geht es hin?

An fremden Gestaden Cover kleinVibart: Wird Uthuria die aventurische Titanic? Gewaltig groß und schon vor dem Stapellauf als unsinkbares Projekt und Meisterwerk der Rollenspielewerft im Waldemser Hafenbecken gepriesen, gerät der schwerfällige Koloss durch wechselnde Ingenieure bereits in der Produktionsphase in rauhe See. Ein Schlingerkurs beginnt. Nachdem der Einstieg in das Expeditionsschiff noch durch detaillierte Einkauflisten Fragezeichen aufwarf, gerät nach idyllischer Überfahrt dann die Landung zum Debakel, der Koloss Uthuria rammt das alte Schlachtschiff Güldenland hart Steuerbord voraus, bekommt Schlagseite, und am Landeplatz gibt es noch nicht mal Hilfestellung beim Lagerbau für die folgende Robinsonade. Zieht nun ein Shitstorm am Horizont auf und gibt der havarierten UliSSes Uthuria den Rest? Oder bekommt man den dicken Pott noch einmal von der Klippe und erringt gar am Schluss mit Hilfe der Fan-Base-Bergung das Blaue Band? Ist ein Rückbau unnötig überdimensionierter Deckbauten und Auslieger die Lösung? Oder besser gleich versenken? Wo ziehen dann die Kemi hin? Man darf gespannt sein …

Amirwolf war gerade damit beschäftigt, Kaffeebohnen nach Aventurien zu importieren und stand für ein Gespräch leider nicht zur Verfügung.

Josch: Nach dem ganzen Hickhack im Vorfeld war die Messlatte für das Überfahrtsabenteuer zurecht sehr hoch angelegt. Und sie wurde gerissen. Ich hoffe nun auf die angekündigten Patches und rechne es allen Verantwortlichen sehr hoch an, dass sie hier über ihren Schatten gesprungen sind und auch die Ressourcen des DereGlobus-Projekts in Zukunft nutzen werden. Auch dass man die Reißleine gezogen hat und dem Ganzen mehr Zeit gibt, gibt Anlass zur Hoffnung, dass hier das Ruder noch mal rumgerissen und ein Debakel à la Drachenchronik vermieden wird. Zu wünschen wäre es dem Band.

Curima: Mein Kontakt zu Uthuria beschränkt sich bislang auf den Roman Schwarze Perle, die Rezension von Thamor zu An fremden Gestaden und das, was man so allgemein im Fandom mitbekommen hat. Ich hoffe natürlich, dass sich die Probleme mit der Größe des Kontinents zufriedenstellend klären lassen, und dass die Folgeabenteuer dann besser werden, als es An fremden Gestaden (den Meinungen nach) geworden ist.
Ich bin aber auch irgendwie nicht so scharf auf Uthuria, weil ich grade so viel Spaß am Entdecken von Myranor habe, dass ich jetzt grade nicht noch einen neuen Kontinent brauche.

Salaza: Mein Problem mit Uthuria: Um dieses Setting zu bespielen, müsste es schon eine echte Perle werden. Es gibt einfach so viel Auswahl inzwischen — an Settings und Kampagnen — dass ich eh längst nicht mehr alles spielen werde. Und Uthuria konkurriert mit gefühlt drölfzig Aventurien-Settings, Myranor und bald auch noch mit Tharun oder gar den Dunklen Zeiten und Rak Rhakz dem Riesland — da wird die Luft eng. Dazu kommt bei mir auch die Unlust, ein weiteres Setting-Wagnis einzugehen, bei dem ein rundes Ende längst nicht sicher ist. Seit den Schwertmeister-Boxen passiert es halt immer wieder, dass ich bei einer Gruppenplanung theoretisch komplett aufs Offizielle verzichten muss, da es einfach nicht zu Ende geführt wird. Zuletzt ging es mir mit meiner Nordland-anti-Glorana-Gruppe so. Da fehlt mir aber die Zeit zu. Also spiele ich lieber Settings, die einigermaßen sicher stabil mit Produkten bedacht werden. Und da muss sich Uthuria in meinen Augen erst noch beweisen.

Feyamius: Ich mag das grundlegende Regionalkampagnen-Prinzip nicht. Ich hätte lieber, dass der Kontinent am Stück konsequent durchgeplant wird, statt ihn auch als verantwortlicher Autor und Redakteur sowie auch als Meister erst nach und nach zu erforschen. Übertrieben könnte man sagen, man macht hier quasi sehenden Auges genau das falsch, was bei Aventurien gewachsenerweise dumm gelaufen ist. Ich bin dennoch gespannt, was Uthuria so häppchenweise an Ideen bringen wird, aber ich werde selbige eher für meine eigene Version von Uthuria nutzen — wenn der Kontinent in unserem Spiel überhaupt jemals relevant werden wird, d. h., über die Frage hinaus, ob die Kaffeelieferung noch pünktlich eintrifft.

Versöhnlicher Ausgang? Wie sind die ersten Eindrücke der Gareth-Box?

Gareth-Box CoverCurima: Keine Ahnung. Ich kauf sie erst, wenn es ein paar Rezensionen dazu gibt.

Josch: Toll, wenn wir hier alle so denken, hängt sich mein Hirn in einer Endlosschleife auf. Meine ersten Eindrücke: Wer will, kann in Zukunft sein ganzes Abenteuererleben in Gareth und Umgebung verbringen. Irgend was ist dort immer. Gargyle könnten die heimlichen Helden der Box werden. Die Riesenkarte von Hannah Möllmann ist einfach ein Prunkstück. Bis ich mich in dieses Monstrum aber auch nur halbwegs eingelesen habe, ist 2013 bestimmt auch schon wieder vorbei und der nächste Jahresrückblick steht an. Fragt mich dann noch mal, bitte.

Salaza: Ich muss gestehen, ich war bei der ersten Ankündigung dieser Box seeehr skeptisch. Ich habe sie aber dennoch bestellt — auch wenn ich sie noch nicht habe — da mir alle Einblicke bisher doch viel Lust auf das Teil gemacht haben. Ich freue mich drauf.

Amirwolf: Ich mag Gareth, aber für mich brauchte es eigentlich keine Gareth-Box. Jetzt liegt die Box zu Hause, und bisher konnte ich zwar nur reinschnuppern, was ich bisher sah, macht aber Lust auf Gareth. Trotzdem bleibe ich ein Freund von Schubern und Hardcovern. Als nächstes dann bitte die Fasar-Box. 😉

Dass ich das noch erleben darf … hat sich das Warten auf Unter dem Sternenpfeiler gelohnt?

Unter dem Sternenpfeiler CoverJosch: Ja. Ja. Und nochmals ja. Aber egal, wie sehr man den Band auch über den grünen Klee loben möchte — Schule machen sollten derart lange Wartezeiten nicht, ganz egal, wie toll das Produkt dann auch wird. Goleo in Myranor verstört mich immer noch ein wenig. Nach ausführlichem Blättern und Lesen in dem Band hat sich bei mir inzwischen recht deutlich der Eindruck verfestigt, dass mit Unter dem Sternenpfeiler das allgemeine Flair des Imperiums deutlicher in Richtung „Antikes Rom mit Gadgets und ordendlich Wumms“ verschoben wurde und diejenigen mythologischen und historischen Anleihen, die noch in der alten Basis-Box und im alten Myranor-Hardcover im Vordergrund standen, eher in den Hintergrund gedrängt wurde. Ob mir persönlich dieser leichte Retcon 100%ig zusagt, muss ich sehen. Im Zweifelsfall ist mir ein Myranor, das nicht vollkommen meinen Wünschen enstpricht, aber eine aktive Spiel- und Autorenszene hat, tausendmal lieber als mein Wunsch-Myranor, das als Kontinent tief im Westen ohne Fans, Spieler und Interesse versauert.

Für mich persönlich ist 2012 auf jeden Fall das Jahr gewesen, an dem mein zuvor nur latent vorhandenes Interesse für den Katzenkontinent in echte Begeisterung umgeschlagen ist — was an meiner Liebe zu Aventurien aber natürlich nichts ändert. Ich freue mich sehr auf die Dinge, die da kommen, und hoffe, dass man es in Zukunft mit Steampunk-Elementen und Kuriosem um des Kuriosen willen nicht übertreibt — so lustig ich das Krokoschwein aus Myranische Monstren und die magotechnische Kettensäge aus Sumublüten auch finde.

Salaza: Ein schöner Band, qualitativ mit Karten und Farbdruck absolut sein Geld wert, aber ja, die Wartezeit war monströs. Meine Vorbestellung konnte auf jeden Fall schon laufen und ging selbsttätig aufs Töpfchen. Immerhin.

Amirwolf: Ja, das Warten hat sich gelohnt. Eigentlich war ich auch kein Freund von Farbbänden, aber ich hoffe, dass ein DSA5 sich an solch einem Maßstab orientieren wird. Viele der leichten Retcons sind wirklich sinnvoll, allerdings hätte ein bisschen weniger antikes Rom nicht geschadet, und auch wenn der Band schön zum Vorzeigen ist: Ich bitte darum, dass es nicht wieder zu so einer langen Wartezeit bei einem Band kommt.

Wohin führen uns die Schicksalspfade?

500px-Schicksalspfade_LogoJosch: Auf jeden Fall gab es zu viel Werbung dafür im Boten. Nach dem fünften Bericht interessiert es mich wirklich nicht mehr, wie die nächsten Figuren aussehen könnten. Trotz aller Skepsis habe ich mir das Einsteigerset aber trotzdem gekauft und muss sagen: Deutlich besser, als ich gedacht hatte. Wie man nur mit dem Basisbuch vergnüglich spielen soll, ist mir allerdings etwas schleierhaft geblieben. Als Spielfiguren kommt dann nur in Frage, was gerade noch so aus der Lego-Sammlung übrig ist. Schön finde ich auch das hilfreiche und kostenlose Einsteigerheft. Ich träume fast schon davon, irgendwann DSA-Kämpfe komplett nach diesem System abhandeln zu können, da mir dies deutlich praktikabler als das gängige System vorkommt. Angesichts der Massen an Heldenfähigkeiten muss das zwar wohl ein frommer Wunsch bleiben, dennoch erwarte ich den angekündigten Konvertierungsband mit Spannung.

Die Figuren sind mir persönlich zu teuer, da werde ich mit den Pappaufstellern arbeiten, zumal ich Grobmotoriker Zinnfiguren auch dann nicht vernünftig bemalt bekäme, wenn sie in Schaufensterpuppengröße ausgeliefert würden. In jedem Fall kann ich sagen: Ich als DSA-Fan ganz ohne Tabletoperfahrung (einige traumatische Battleblech-Erlebnisse ausgenommen) habe mich hier gut abgeholt gefühlt.

Salaza: Habe ich noch nicht  gespielt, sondern bisher nur betrachtet. Als weitere Schiene neben dem Rollenspiel fällt es aus Zeitgründen bei mir raus. Ich hoffe, dass man es irgendwann für eine spannende Kampfgestaltung im Rollenspiel selbst nutzen kann, oder vielleicht auch mal als Szenario-Baustein in einem Abenteuer. Dafür muss dann aber auch der für die (ferne) Zukunft angedachte eigene Zielhorizont zumindest einigermaßen erreicht werden, damit man auch eigene RPG-Charaktere als Schicksalspfade-Charaktere wiedererkennen kann. Hoffnung macht mir der Enthusiasmus der Macher, aber sie werden einen langen Atem brauchen, fürchte ich.

Feyamius: Leider sind die Miniaturen nicht bemalt. Und da ich keine Lust habe, das selbst zu machen, werde ich wohl ein großer Fan der Kartensets mit den beiliegenden Pappaufstellern werden. Lässt sich eh leichter transportieren … also, liebe Macher: Stellt bei zukünftigen Kampagnen bitte niemals den Support der Pappaufsteller ein, um den Verkauf der Minis anzukurbeln. Danke. 😉

Die Entwicklung des Boten

Vibart: Bunter, besser, botiger. Nicht jeder Bote war ein Glanzstück, insgesamt darf man aber mit dem Botenjahr 2012 zufrieden sein. Die Nackedei-Dichte blieb zwar für meinen Geschmack etwas hoch, aber die meisten DSA-Spieler und -Macher kommen ja nach fast 30 Jahren auch mal so langsam aus der Pubertät …

Josch: Die Zeiten der aventurischen Adelsgazette sind endgültig vorbei. Gerade mit zeitlichem Abstand zeigt sich, dass das neue Konzept des Boten ein voller Erfolg ist. Luft nach oben ist noch in vielerlei Hinsicht (Korrektorat, teils sinnfreie Werbung und eher inhaltsleere Füller, tendenziell zu wenig MI und zu viel „Mehr dazu erfahren Sie in Produkt XXX“), aber ansonsten ein Riesenschritt nach vorne. Auch dass der Humor und die Kleinanzeigen zurückgekehrt sind, sich hier regelmäßig neue Illustratoren austoben können und dass die bewegte Geschichte inzwischen auch für nicht im engsten Kreis der Verdammnis Operierende wieder greifbarer ist, lässt mich an dieser Front eigentlich nur Gutes erwarten. Meine besonderen Highlights waren fast immer die Regionalupdates und die Vorstellung besonderer Schauplätze, gelegentlich auch das eine oder andere Kurzszeniaro.

Curima: Der Nachteil, wenn man nicht spielleitet, sondern spielt, und dann auch noch der aktuellen Geschichtsschreibung um 1W6+2 Jahre hinterherhängt: Man kann den Boten kaum noch lesen, zu viele Spoiler. Trotzdem blättere ich jede Ausgabe durch, falls es doch mal im Outgame-Teil was Interessantes gibt. Aus diesem Jahr ist kaum etwas bei mir hängen geblieben. Ab und zu mal eine interessante Spielhilfe, mir aber insgesamt zu viel Beschreibung beliebiger NPCs, Viecher und Orte. Großartig war allerdings der Artikel zum Kettenbikini.

Salaza: Gefällt mir, die Entwicklung. Farbe hat sich in meinen Augen bewährt, die PDF-Möglichkeit ist eine echte Bereicherung und erspart einem viel Arbeit beim Scannen und Nachbearbeiten von Bildern. Inhaltlich interessiert mich nicht alles, aber das wäre auch ein vermessener Anspruch. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist in meinen Augen auf jeden Fall immer noch äußerst gut. Ich hoffe nur, dass der Umfang nicht noch weiter zunimmt, denn vernünftigen Inhalt zum entsprechenden Preis alle zwei Monate zu stemmen, könnte ab einer gewissen Seitenzahl schwer werden. Dann lieber kürzer und prägnanter halten, als den Inhalt mit Füll-Nichtigkeiten aufzublasen.

Feyamius: Ich bin ein großer Fan des Farbboten und mag ihn genau so, wie er jetzt ist. Er dient als Sammelsurium kleinerer Ideen, sei es eine Spielhilfe, eine Beschreibung, ein Regelmechanismus oder ein Szenario, und dient damit auch als eine Art Exerzierfeld: Was gefällt, kann zu „ausgewachsenen“ Publikationen weitergeführt werden, so etwa die Beschreibungen der Tempel, wozu jetzt Pforten nach Alveran angekündigt wurde, oder die Ordensbeschreibungen als Vorväter der Organisationenbände. Andersrum kann es natürlich auch laufen, wenn im Boten noch zusätzliches verwandtes Material zu bestehenden Publikationen erscheint, wie jüngst der Asjarban-Ring im Boten 156 als neues Artefakt à la Wege der Alchimie. Genau so sollte es sein, ein schöner Synergieeffekt, der künftig gerne noch ausgebaut werden darf.
Der inneraventurische Teil wird dabei immer interessanter. Wo er mich früher kaum interessiert hat, weicht er zunehmend von Adelsgeplänkel ab, hin zu interessanten Entwicklungen. Auch die zurückgekehrte humorige Note gefällt mir immer besser.

Amirwolf: Lange hat es gedauert, doch der Bote mit Farbteil hat sich in diesem Jahr positiv entwickelt. Ich selber freue mich natürlich, inzwischen auch ein bisschen was zum Boten beigetragen zu haben.

Tops und Flops des Jahres 2012 — kompromisslos subjektiv ausgewählt

Familienbande kleinVibart: Familienbande, yeah! Für einen geschenkten Gaul für mich das absolute Rennpferd unter den Abenteuern dieses Jahres. Schade nur, dass eine Anfängergruppe nach drei Seiten den Gegnerhorden zum Opfer fallen wird, ansonsten war das klassische Abenteuer außerhalb von Anthologie und Kampagne für mich von Struktur und Story her einfach nur gut. Und das ganz ohne Teilleib des Omegatherions, drei Splittern der Dämonenkrone oder karmakorthäonische Aikars, Nahemas oder Shafirs.

Josch: Nichts geht über Listen. Also los!

Joschs Highlights des Jahres 2012:

  1. Die Ewige Mada Cover kleinDie Ewige Mada: Das Abenteuer, das mich nach langer Skepsis endgültig ins Lager der Myranor-Fans geholt hat. (Allein von dem, was ich bislang gesehen habe, müsste hier wohl auch die Gareth-Box stehen. Aber ohne nicht auch den Rest ordentlich gelesen zu haben, wäre das unseriös 😉 .)
  2. Dominic Hladeks Die Nacht der geifernden Mäuler (Abenteuer aus der Anthologie Dämmerstunden): Das ist so unfassbar großes Ghul-Imman, mir fehlen einfach die Worte.
  3. Unter dem Sternenpfeiler: Das Referenzwerk für Myranor und definitiv das neue Aushängeschild des Uhrwerk-Verlags. So sollte es hoffentlich gelingen, endlich mehr Spieler für Myranor in der jetzt vorliegenden Form zu gewinnen.
  4. Herr der Legionen & Herrin des Schwarms:  Ein Roman in zwei Bänden und dieses Jahr beinahe konkurrenzlos auf dem DSA-Terrain.
  5. Elementare Gewalten: Von mir aus hätten es ruhig noch 50 Seiten mehr Flufftext und Bilder sein können. Besonders mochte ich die elementaren Orte und die aus Von Toten und Untoten übernommene Idee der Randnotizen. Arnold Hau lässt grüßen.

Joschs Enttäuschungen des Jahres 2012:

  1. An fremden Gestaden: Das Ding ist mal mächtig in die Matrosenhose gegangen. Keine Frage. Immerhin hat es uns die grandiose Orkenspalter-TV Rezension gebracht. Wee tee eff!
  2. Aldarin: Sprach Josch: „Egal, was Wolke weismachen euch will: Nein, nein, nein, nein. Und nochmals nein. Olles Elfengeschwurbel nicht Hochliteratur ist, auch nicht, wenn Hochelfen es sind.“ Ging Josch entnervt seines Weges.
  3. Wege des Entdeckers: Ich weiß, es gibt Leute da draußen, die mögen den Band. Und das ist auch gut so. Ich weiß auch, dass man damit bestimmt sinnvolle Dinge machen kann. Und bestimmt ist der Band auch handwerklich zumindest ordentlich gemacht. Für mich ist allein die Existenz einer solchen Spielhilfe allerdings ausreichend Beweis dafür, dass DSA ein Regelproblem hat (oder, fairer formuliert: dass ich ein Regelproblem mit DSA habe). Und damit meine ich nicht den Inhalt der Regeln. Sondern ihre pure Existenz. Würfeln Sie bitte jetzt mit 2W6 auf ihren persönlichen Zustimmungswert zu dieser Behauptung.
  4. Ein Traum von Macht kleinWege der Vereinigung: Nicht erschienen, trotz Petition. Grmpf. UtsdkG.
  5. Ein Traum von Macht: Nicht, weil es schlecht ist, sondern weil es nicht so gut ist, wie es sein könnte und sollte. Teils zu pädagogisch, teils zu drömelig, und das „alles im Dutt, Kronzeuge tot, euch glaubt keiner“-Ende muss aus Mangel an Alternativen einfach frustrieren. (Dass man nicht einfach eine Hochelfensiedlung ins gegenwärtige Aventurien integrieren würde, war klar, erklärt aber nur und rechtfertigt nicht.) Trotzdem geiles Cover.

Joschs Lieblingscover des Jahres:

1. Gareth-Box
2. Krieger, Krämer und Kultisten
3. Legenden aus Dunklen Zeiten
4. Schleiertanz
5. Die Ewige Mada

Curima: Ich hab irgendwie das dumpfe Gefühl, von den vielen Neuerscheinungen nur einen Bruchteil gelesen zu haben. Das liegt zum einen daran, dass ich ja die ganzen neuen Abenteuer noch spielen will und sie daher nicht vorher lese, zum anderen daran, dass gerade im Spielhilfenbereich viel erschienen ist, was mich nicht groß interessiert. Die Vademec…i…ums…Götterbüchlein halt *fuchtel* sind zwar nett, aber nix, was ich mir kaufen würde, wenn ich nicht grad einen Geweihten der Gottheit spiele. Was gabs noch? Magierakademieband, KKK, Unter dem Sternenpfeiler … das sind alles entweder Sachen, die ich — als Spieler — gar nicht unbedingt wissen sollte oder will, oder Dinge, die mich wenig bis gar nicht interessieren. Insofern sag ich jetzt einfach mal, dass ich Elementare Gewalten gut fand, was den Fluff-Teil angeht, und hoffe auf mehr für mich interessante Publikationen im nächsten Jahr.

Stätten okkulter Geheimnisse kleinFeyamius: Persönliches Top: Stätten okkulter Geheimnisse. Steht mein Name drin. Yay! 😎 Außerdem wird die Gareth-Box sicher auch inhaltlich „fett“, nicht nur vom Umfang. Persönlicher Flop: An fremden Gestaden. Brauchen wir nicht drüber reden …
Jenseits des großen Teichs haben Wege nach Myranor (okay, das war noch knapp 2011) und Unter dem Sternenpfeiler ganz schön die Muskeln spielen lassen, sowohl was Ideen als auch was Aufmachung angeht.

Salaza: Mir geht es da wie Curima. Viele der neuen Sachen habe ich noch nicht wirklich gelesen. Unter den Tops landet bei mir auf jeden Fall die Gareth-Box. Sie hat mich, auch wenn ich sie noch nicht in Händen hatte, von dem, was ich bisher in Rezensionen und auf Workshops über sie erfahren habe, inhaltlich, vom Umfang und von der Gestaltung her überzeugt. Das gilt auch für Myranische Monstren. Schöner Farbband, der tatsächlich auch mal etwas präsentiert, was wir bei DSA so noch nicht hatten. Als drittes hatte ich auch sehr viel Spaß mit Satinavs Ketten. Da bin gespannt, ob es da vielleicht noch mal Nachschub geben wird.
Myranische Monstren kleinBei den Flops sehe ich für mich auf jeden Fall Krieger, Krämer und Kultisten. Wirklich schöne Bilder, aber von der Einsetzbarkeit her in meinen Augen ähnlich sinnvoll wie Handelsherr und Kiepenkerl. Das war mir für den Start der Luxusreihe wirklich zu wenig. An fremden Gestaden landet leider ebenfalls bei meinen Flops. Als drittes hier Ein Traum von Macht. Ein solcher epischer Hintergrund für ein Einsteigerabenteuer? Das finde ich schon verschwendet. Mythische Dinge sollten einen passenden Rahmen bekommen.

Amirwolf: TOP 5 (ohne Reihenfolge):

  • Schicksalspfade: Wie ich schon oben erwähnt habe, war Schicksalspfade für mich eine große Überraschung. Ich hoffe nur, dass es auch bei einigen anderen Spielern Anklang gefunden hat und es 2013 genügend Support für das neue System geben wird.
  • Unter dem Sternenpfeiler: Das Warten hat ein Ende gefunden. Ich konnte es erst glauben, als ich den Band selber auf der RPC in der Hand hielt, und mit Einschränkungen hat sich das Warten auch wirklich gelohnt.
  • Aventurischer Bote: Nach einer langen Eingewöhnungszeit hat sich der „neue“ Bote endlich bewährt. Inzwischen bietet er für mich eine angemessene Aufteilung, und der wiedergewonnene Humor lockert die Lektüre wunderbar auf.
  • Satinavs Ketten: Seit der Präsentation auf der Dreieich-Con habe ich das Spiel erwartungsvoll verfolgt, und ich wurde nicht enttäuscht. Jetzt warte ich nur noch auf die Ankündigung einer Fortsetzung. 😉
  • Gareth-Box: Noch kann ich nicht viel sagen, außer dass ich jetzt Lust habe, durch die Gassen Gareths zu ziehen.

Leider gab es auch mehrere „Enttäuschungen“ in diesem Jahr. Zwar gab es einige schöne Produkte, doch fehlte mir dieses Jahr DER Band, dem ich die ganze Zeit entgegengefiebert habe. Wozu ich gestehen muss, dass ich nicht damit gerechnet habe, dass UdS überhaupt 2012 erscheint.  Insgesamt hoffe ich, dass manchen Bänden ein längerer Schaffungsprozess innewohnen wird.

Feyamius: … solange es nicht ausartet wie bei UdS oder dem kommenden Magotech-Band: Zustimmung hierzu.

RatCon 2012 LogoHeinzCon, RatCon und andere Nerd-Ereignisse

Josch: RPC: laut und kreischig, fühlt sich mehr wie eine Videospielmesse an. Workshops kann man hier kaum sinnvoll besuchen. War aber trotzdem eine Reise wert. Ratcon: Dank des neuen Konzepts und neuer Location quasi gerettet. Auch schön, und schön spleenig: Die Heinz-Con. Fühlt sich an, als würde man ein Wochenende bei Freunden in der Burg-WG verbringen. Kann ich jedem empfehlen, hatte eine tolle Atmosphäre.

Curima: Dieses Jahr war ich nur auf der NordCon. Die war eigentlich wie immer: Direkt vor meiner Haustür, gut besucht, aber nicht völlig überfüllt. Langsam erkennt man auch die Leute wieder, die da jedes Jahr rumhängen. Schmerzlich vermisst dieses Jahr: Die Ulisses-Grabbelkiste mit Mängelexemplaren. Dagegen endlich mal geschafft: Alveraniarsabenteuer spielen. Altes Erz und kalter Stein, das Gareth-DPA, war ganz großes Kino. Nächstes Jahr wieder.

Feyamius: Die RatCon war mal wieder großartig. Einerseits natürlich wegen der nandusgefälligen Workshopbesuche, hauptsächlich aber wegen der ganzen tollen Leute, die man da trifft und wiedersieht. Fühlt euch gegrüßt. 🙂

Salaza: Ich war nur bei der Ratte, aber die hat mir wirklich gut gefallen, deutlich besser als das letzte Mal in Dortmund. Zu den Schlafbedingungen kann ich allerdings als Heimschläfer nichts sagen, da scheint es aber noch Luft nach oben zu geben. Heinz-Con: Im näksten Jahr. Ich freue mich schon.

Amirwolf: Wie auch 2011 hatte ich ein wunderbares Conjahr. Das liegt vor allem an den vielen lieben Menschen, die man auf den Cons (wieder-)trifft. Es ist jedes Mal ein wenig wie Klassenfahrt. Höhepunkte dabei waren auf jeden Fall die neue Location der RatCon sowie die Heinz Con, die ihr Debüt feierte. An dieser Stelle vielen Dank an an die lieben Leute und vor allem die Spieler meiner Alveranairsrunden, es hat mir viel Spaß gemacht! 🙂

Fettnäpfe und sonstige Klopper (inkl. Blick über den Dere-Rant)

Das Wort hat der hauseigene Nandurion-Hassprediger und ehrenwerte Rant-Reverend Vibarts Voice. Take it away … (Vibart wischte sich beim ersten Lesen hier eine Träne der Rührung aus den einsetzenden Krähenfüßen …)

Vibart:

Klopper 1: „Hallo, wir machen einen neuen Kontinent. Ja, der wird richtig toll … Mist, jetzt ist er ein bisschen zu groß, hätte ich mal bei Photoshop den Absatz mit der Auflösung besser gelesen. Soll ich den alten neuen Kontinent einfach wegradieren? Irgendwie auch blöd … Mal bei den Fanprojekten fragen, wie ich aus dem Mist wieder rauskomm … Wie, wir ham uns schon mal unterhalten? Nee, das war mein Kollege, davon weiß ich nix … Und jetzt? Ach ja, genau: HILFE!!!“

Klopper 2: Kindle bringt den 12. Reader auf den Markt und Ulisses nach seinem ersten F-Shop noch einen anderen mit „PD“ vornedran. Mit 249 Beiträgen ist diese Neuigkeit des Jahres 2011 auch 2012 ungekrönter König der DSA4-News-Diskussionen, zumindest, was Beiträge angeht. Gerüchte wollen es, dass das nicht an dem überschwänglichen Lob der kritiklosen und stets zufriedenen DSA-Community liegt, sondern dass der Support für Drivethru-RPG sich großteils in Fanforen finden lassen muss … Is halt nicht einfach, wenn man sein Rollenspielfutter zu oft beim Mac-Drive holt, das ist keine gesunde Ernährung, Freunde! Schon gar nicht in einem Hobby, bei dem die Ernährung größtenteils aus Chips, Bier und Lieferpizza besteht. Auch wenn beim Rollenspiel-Schnellfress aus dem Netz das Superspar-Menü umgerechnet nur 12€ und 87,2364859 Cent kostet …

Ich persönlich habe ja schon vor Jahren für mich wieder die Öko-Welle beim Rollenspielkauf entdeckt und gehe sehr gerne wieder in den politisch korrekten RPG-Bauerngaming-Markt, wo zwischen schnarchigen Tante-Emma-Regalen auch mal ein nettes Gespräch mit dem Marktmann hinterm Tresen möglich ist. Kann ich nur empfehlen, sich auch mal wieder analog auszuwiren.

Klopper 3: „Nandurion ist geschmiert! Alle sind’s, aber vor allem die von Nandurion! Wie? Was? Nein, das habe ich euch nicht vorgeworfen, das habe ich nur überdeutlich angedeutet, deshalb darf mir jetzt keiner vorwerfen, dass ich euch was vorwerfe, denn — HAHA — ich bin hier das Opfer! Aber daran, dass ihr euch so angesprochen fühlt, sieht man ja, dass meine haltlosen Vorwürfe in Wirklichkeit gehaltvolle Steinwürfe sind. Also heult doch, zwischen den gehäuften Ulisses-Dollarn und den Stapeln von Schmiergeld-Rezensionsexemplaren neben euren Gefälligkeits-Gutachten …“

Heinzurion-LogoAmiwolf: Sorry, wo waren wir gerade? Jetzt habe ich mich verzählt. 20 Ulisses Dollar … 50 Euro unter der Hand auf der Ratcon …

Vibart: Alle hassen Heinz. Wir lieben Heinz. Viele haben uns deshalb nicht mehr lieb. Wir sagen traurig: Näääk.

Amirwolf: „Näääk!“

Feyamius: *imperial näk*

Salaza: „Näk! „

Anonymous: Wir könnten auch noch mal über das Heinz-Gehate lachen … :mrgreen:

Josch: Zu Lachen gibt’s hier nix. It’s a serious game. Immerhin heißt Amirwolf seit dem 1. April 2012 inoffiziell El Presidente. Dieser Tag war auch die eigentliche Geburtsstunde von NhsdkGg. 🙂 Irgendwie hatte ich 2012 teils das Gefühl, dass wir unter verstärkter Beobachtung stehen. Vermutlich sind wir so langsam irgendwo im Mainstream oder Erwachsenenalter von Fanprojekten angekommen, und man verzeiht uns einfach nicht mehr jeden Unfug mit dem „Ach lass sie doch, die sind doch noch klein“-Argument. So ab und zu mal so richtig einen übergezwiebelt zu bekommen und als Bildzeitung für DSA-Fans, Ulisses-Paladine, Uhrwerk-Hofkapelle, peinliche Eulengötzenanbeter oder Heinzelmann tituliert oder nach allen Regeln der Rhetorikkunst niederdisputiert zu werden, hat aber auch seinen Reiz. Leider geil.

Es gibt auch überhaupt keinen Grund zum mi-mi-mi-en. Ich freue mich sehr, dass wir nach knapp 2,5 Jahren scheinbar einen großen Teil der im Netz Aktiven erreichen, und ich bin dankbar für jedes konstruktive Feedback, egal ob negativ oder honigumdenbartschmierend. Manchmal würde ich mir nur wünschen, dass bei der ganzen Sache nicht vergessen wird, dass wir das hier alle immer noch allein zum Spaß, aus Luft und Liebe und für Ruhm und Ehre machen. Und auch 2013 werden wir lieber einen Flachwitz zu viel bringen, als auf eine (mehr oder weniger) gelungene Pointe zu verzichten.
Und jetzt noch mal mein Mantra: Nandurion versteht sich als ein Portal, auf dem jeder Beiträge veröffentlichen kann. Ich kann mir kaum vorstellen, dass es da draußen nicht mehr Leute mit Meinungen zu aktuellen DSA-Produkten und zu allgemeinen Entwicklungen gibt. Zeigt euch doch, verfuchst noch eins! 😀

Zum Thema Dere-Rant: Bei so manchem Produktverriss in den Foren hatte ich den Eindruck, dass eher stellvertretend eine Generalabrechung mit dem Verlag, der neueren DSA-Entwicklung oder DSA/Rollenspiel/der Welt im Allgemeinen (Nichtzutreffendes bitte streichen!) geschrieben wurde. Man kann nur alle früheren Autoren zur Gnade der frühen Verfasserschaft beglückwünschen. Nicht auszudenken, was man mit so manchem Regelband der Vergangenheit heute für Reaktionen provozieren könnte.

Curima: Damals, am ersten April, war ich ja noch gar nich bei Nandurion. (Soll heißen: Mit dem NhsdkGg von damals hab ich niiiiix zu tun. Jawoll.) Ich geb zu, mir war der Aprilscherz so als Leser auch etwas zu viel. Auch wenn Heinz mit der Tardis im Hintergrund mich fast mit allem versöhnt hat … 😉 Näkstes Jahr also vielleicht etwas weniger ausufernder Jux am 1. Peraine (aber garantieren kann ich für nix) …

Amirwolf: Curima, bitte in mein Büro …

Josch: Aber der Metaplot der Nandurion-Soap !!!!111elf. Egal, näkstes Jahr verkünden wir einfach nur unsere Selbstauflösung oder die Übernahme der DSA-Lizenz durch Disney. Hakuna Matata!

(Feyamius: Näkuna Matana?)

Salaza: Dem ist nicht viel hinzuzufügen. Außer vielleicht dies: Wenn einmal im Jahr die Fanprojekte über die Strenge schlagen bei ihrem kostenlosen Angebot, dann muss das nicht jedem gefallen. Aber einmal im Jahr sollte jeder in der Lage sein, auch mal darüber hinweg zu sehen. Meinungsfreiheit heißt nicht, dass man gezwungen ist, alles zu verkünden, was einem missfällt. Aber an dieser Stelle möchte ich nochmal drauf hinweisen, das Präsident Amirwulff uns immer noch Antworten schuldig ist!

Vibart: Tja, wer bin ich, gegen die Ranter zu ranten? Allerdings ist es schon auffällig, dass DSA-Neuerscheinungen belauert werden wie ein angeschossenes Zebra von 3W6 Serengeti-Aasfressern. Dass nun auch Nandurion mehr und mehr in den illustren Kreis der potentiellen Jagdbeute aufrückt, scheint nur konsequent. Die Frage ist halt, wie man darauf reagiert. Kopf runter und bei jedem Schritt vorsichtig erst mal wittern? Not my style. Dann lieber mit donnernden Hufen, vorgerecktem Horn und dem Kampfschrei der Eule auf den Lippen in die Apokalypse reiten. (Veröffentlichen wir den Text eigentlich vor dem 21. oder kann ich mir das Korrekturlesen sparen?)

Was macht das Fandom sonst so?

Curima: Keine großen Neuheiten, würde ich sagen. Das übliche Alles-Kritisierer vs. Jubelperser in den Foren, das übliche, mal berechtigte und mal unberechtigte Ulisses-Bashing, die 2W20 „Das ist das Ende von DSA!“-Beiträge … die ganz großen Skandale blieben aber aus. Schön fand ich einige Aktionen, wie z. B. das „Bist du Alrik?“-Quiz von Arkanil. Auch die von Zwart begonnene Reihe Durchgeblättert mag ich sehr.

Vibart: Schön, dass das Fandom die Cover-Diskussion entdeckt hat! Nicht nur, dass ein Cover immer bereits den Inhalt des Buches überstrahlt, auch die alte Bildungsbürger-Sendung „1000 Meisterwerke“ feiert im Kunstsinn der Konsumenten nostalgische Wiederauferstehung. Wir sollten alle mehr über Cover ranten reden, denn über Regelfragen ranten reden ist nur halb so spaßig und gerät immer so trocken …

Josch: Zumindest in der zweiten Hälfte des Jahres wirkte es auf mich so, als käme insgesamt wieder mehr Leben in die Bude außerhalb der Forenzimmer. DereGlobus taucht ein wenig aus der Versenkung auf. Mháire und Nico von Orkenspalter TV sind dankenswerterweise weiterhin unermüdlich aktiv. Durchgeblättert ist als neue Reihe eine echte Bereicherung. Ob das Aufflackern von Vinsalt in Sachen Rezensionen mehr ist als ein Strohfeuer, wird sich zeigen. Wünschen würde ich es mir zumindest. Arkanil ist wieder richtig aktiv und teils ordentlich in Beißlaune, und auch an anderen Stellen wird wieder kräftig rezensiert. Besonders schön fand ich hier, neben den Orkenspalter-TV Videorezensionen, die ausführliche Besprechung von Dämmerstunden im Metstübchen. Ich hoffe sehr, dass rillenmanni uns noch mit weiteren Meinungsbekundungen von dort versorgt.

Salaza: Manchmal fand ich die Forenwelt mit einzelnen Ausnahmen zu still. Liegt aber vielleicht auch daran, dass viele Grundsatzdiskussionen jetzt doch häufig genug geführt worden sind.

Demonicon Logo neuDSA Games: Herokon online, Satinavs Ketten, das angekündigte Demonicon

Vibart: Kommt Demonicon noch? Oder muss man erst in die Niederhöllen fahren, wo die Super-pre-beta seit Jahren in den Flammen schmort? Gefühlt erstmals für das Nintendo 64 angekündigt, hat Demonicon alle Chancen, zum Duke Nukem Forever der virtuellen DSA-Produkte zu werden.

Curima: … und wenn ich mir den letzten Trailer dazu ansehe, weiß ich nicht, ob das nicht vielleicht auch gut so ist …

Amirwolf: Hoffen wir, dass es dann auch nicht ähnlich miese Wertung einheimst wie seinerzeit der Duke. Ich befürchte allerdings, genau bei der Entwicklungszeit, einige Probleme. Die Story wirkt in meinen Augen etwas beliebig und sehr für den internationalen Markt zugeschnitten, und die Grafik haut keinem mehr aus den Socken. Bleiben also nur eine packende Story und eine gute Steuerung. Ich bin gespannt und hoffe, vom Gegenteil überzeugt zu werden.

Salaza: Lange Entwicklung heißt ja leider auch oft, dass das Spiel technisch schon teilweise veraltet ist, wenn es erscheint. Ich habe durchaus Lust auf ein Schwarze-Lande-Metzel-Spiel. Aber mal sehen, ob den Machern nicht der Metaplot davon läuft.

Herokon Online DSA LogoVibart: Tja, Herokon: Mir sind ja die Macher des Browsergames wegen ihrer Comunity-Nähe auf unpersönliche Weise hochsympatisch. Aber auch ich gestehe: Über das Tutorial bin ich bis jetzt nicht herausgekommen. Liegt vielleicht auch daran, dass ich seit 6 Monaten versuche, mal Skyrim durchzuspielen …

Salaza: Herokon. Das ist aktuell noch schwer einzuschätzen. Community-Nähe und Unterstützung von Fanprojekten wie der Wiki und MeisterGeister ist super, auch die geplanten Features wie Gruppenbildung und Editor klingen gut. Aber der aktuelle Umfang des Spiels hält mich noch nicht. Ist ja auch noch eine Beta. Aber die volle Version sollte wohl besser nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen.

Vibart: Satinavs Ketten — ich habe Monkey Island 1 und 2 durchgespielt. Auf dem Amiga 500. Mit 7 Disketten zum Wechseln. Ohne Internet oder „mal schnell nach Lösungen googeln“. Ich habe im Bereich Point & Click-Adventure alles geleistet, was ein Mann in einem Männerleben leisten kann. Tut mir leid, Daedalic.

Salaza: Satinavs Ketten fand ich eine nette Idee, und es hat mir Spaß gemacht. An die Dichte eines Spiels wie Monkey Island 2 kommt es aber nicht dran. Eine Weiterentwicklung mit komplexeren Örtlichkeiten fände ich auf jeden Fall gut.

Curima: Ich und PC-Spiele, das ist so ein leidiges Thema. Man hat ja keine Zeit zu nix. Und ich hab dieses Jahr doch schon ungefähr 2/5 von Skyrim und das ganze Dragon Age 2 durchgespielt. Und auch noch mit Mass Effect angefangen. Nee, da war leider keine Zeit mehr für DSA auf dem PC. Ich bin auch weder der Point-and-Click-Freund noch ein Fan von MMPORPGs. Aber ich gelobe, dass ich mir nächstes Jahr wenigstens mal Drakensang anschaue …

Satinavs Ketten LogoAmirwolf: Da pflichte ich Curima bei, 2012 hatte ich einfach kaum Zeit, mich einem Videospiel längere Zeit zu widmen. So habe ich nur Assassin’s Creed Revelations und Daedalics Satinavs Ketten dieses Jahr durchgespielt. Denn was das deutsche Entwicklerstudio da abgeliefert hat, ist mehr als nur ein Adventure mit DSA-Lizenz. Wunderschöne Hintergründe, eine liebevolle Story, Humor und eine passende Portion Dramatik verschaffen ein schönes Spielerlebnis. Trotzdem ist bei in puncto Rätsel und Spieldauer noch Luft nach oben, also ich bitte um eine Fortsetzung. Also, Vibart: Nachholen!

Josch: Irgendwann wurde Satinavs Ketten mal für den Mac angekündigt. Dabei blieb es. Herokon hat mich trotz aller „Wir haben die ganze Oldschool-Riege und sind das bessere DSA“-Strategie bislang noch nicht so recht aus dem Waffenrock gehauen, ohne dass ich klar sagen könnte, woran es letztendlich liegt. Aber das Teil steckt ja auch noch in den Kinderschuhen, also mal gucken, was das Jahr 2013 so bringt. „Every DSA is good DSA“, von daher wünsche ich ihnen alles Gute. Das harte Demonicon-Gebashe hat mich ehrlich gesagt etwas gewundert. Ich zumindest brauche keine state-of-the-art Graphik, um mich für ein DSA-Game erwärmen zu können, wenn es das richtige Flair verströmt. Zurzeit ist es ja eher still geworden, ich hoffe, dass wir von dort schon bald Neues hören. Eine Zeit lang habe ich mal auch recht aktiv nebenbei auf www.dsa-games.de Soloabenteuer gezockt, aber nachdem ich die ganzen Klassiker durch hatte, ist das irgendwie eingeschlafen. Die fünfteilige Schatzsucher-Kampagne, die dieses Jahr angelaufen ist, reizt mich irgendwie nullkommanix, da wirkte auf mich eher recht generisch und lieblos. Hat da jemand andere Eindrücke gemacht?

Nandurion-Jubiläum_farbe2012 Allgemein: Was bleibt?

Josch: Eigentlich ein gutes Jahr. Im Vergleich zu 2011 mit deutlich weniger Aufregern. Zumindest weniger begründeten. Ansonsten auch wieder deutlich mehr Aktivität im Fandom, wie mir scheint. Langsam, aber spürbar scheint sich das Verhältnis von Ulisses und Internet-Fangemeinde vorsichtig zu normalisieren. Myranor kommt derweil richtig aus’m Quark. Tharun steht vor der Tür. DSA scheint in allen Medien und in allen Sparten aus allen Rohren zu schießen. Für 2013 würde ich mir sehr wünschen, dass auch bei hohem Produktausstoß die Qualität insgesamt etwas weniger zu leiden hat, auch wenn auch hier die Sachen 2012 nicht so heiß gegessen hätten werden müssen, wie sie von Manchen manchmal gekocht wurden. Deutlich Luft nach oben ist aber auf jeden Fall noch.

Nandurion ist 2012 spürbar gewachsen, auch wenn schon wieder von allen Seiten an Locke gezerrt wird. Den bekommt ihr nicht, Bruderschwestern — oder zumindest nicht ohne großzügige Abfindung!

Curima: Da kann ich mich größtenteils anschließen. Mir fehlt 2012 so ein bisschen die Publikation, auf die ich mich richtig gefreut habe. Gleichzeitig sind viele Sachen erschienen, die ich eher uninteressant finde. Da hoffe ich für nächstes Jahr auf mehr. Ansonsten kann ich noch positiv vermerken, dass ich dieses Jahr angefangen habe, bei so einer komischen DSA-Newsseite namens Nandurion mitzuarbeiten und auch wenn das nicht immer gut für meine geistige Gesundheit und meine Zeitplanung ist, macht es doch jede Menge Spaß. 😉

Salaza: Sollte wider Erwarten die Welt jetzt nicht untergehen, wird 2012 in meinen Augen als ein sehr umtriebiges Jahr in Erinnerung bleiben. Myranor hat endlich richtig Fahrt aufgenommen, PDFs mit Update-Funktion bieten ganz neue Möglichkeiten, der Bote hat sich in seiner neuen Form konsolidiert und auch für die Schwarzen Lande zeichnet sich allmählich eine versöhnliche Perspektive ab. Was ich mir für 2013 wünsche ist, dass vermeidbare Klopper wie AfG und der Regelteil von Elementare Gewalten vermieden werden und hoffentlich hinter den Kulissen eine vorsichtige aber umfassende Überarbeitung der Regeln vorbereitet wird.

Vibart: 2012: Das Jahr, als wir Kontakt aufnahmen. Auch ich reite nun mit den Einhörnern, auch wenn mir oft die Zeit fehlt, und kann nur sagen: Es lohnt sich. Ansonsten fand ich, dass sich viel getan hat und die hohe Publikationsdichte weiter anhält. Dass einiges davon auch nicht gerade Premium-musthave-content war, liegt da wohl in der Natur der Sache. Allerdings zeigt sich für mich auch immer mehr: Alle schielen gierig nach der großen, verheißungsvollen FÜNF …

Amirwolf: 2012: Das Jahr, in dem ich mich gerne zerteilt hätte. Zwar konnte ich in diesem Jahr an einigen Publikationen selber mitarbeiten (unter anderem Pforten nach Alveran und die uthurische Grüne Hölle-Kampagne), dafür fehlte mir in der zweiten Hälfte etwas die Zeit für Nandurion. Deswegen an dieser Stelle Danke an alle alten und neuen Nanduriaten, es war ein klasse Jahr für Nandurion. Ich freue mich auf das nächste Jahr mit euch und hoffe, dass uns auch unsere Leser weiterhin so motivieren wie in diesem Jahr!

Feyamius: Zweitausendzwölf war bei Nandurion auf jeden Fall das Jahr der Gewinnspiele. Was Fanmaterial angeht, war es jedoch gefühlt ein wenig mau. Nach einem großartigen Start ist auch das Heldenatelier-Fanpaket anscheinend etwas in Vergessenheit geraten.
Schön ist, dass wir im fast vergangenen Jahr so netten und nach einiger Zeit schon vollständig akklimatisierten Nanduriaten-Nachwuchs bekommen haben — Zitat Vibart kurz vor Beitritt: „Man muss aber hoffentlich kein Fan dieser merkwürdigen Plüscheule sein, um bei euch mitzumachen, oder?“ — Zitat Vibart, wenige Wochen später: „Näääk!“

Simias-Werkbank-kleinAppendix: Aus dem Nandurion-Giftschrank …

Jeden Monat entstehen in unserem hauseigenen Nandurion-Chat zahlreiche Skurrilitäten, von denen wir wegen erhöhter NtsdkG-Gefahr unsicher sind, ob wir sie der Öffentlichkeit preisgeben dürfen. Zum Jahresende gehen wir jetzt aber noch mal volles Risiko und präsentieren der unvorbereiteten Leserschaft folgendes Geheimdokument im Rahmen von Nanduri-Leaks:

Das KKK-Alphabeth

Für alle, die KKK für ein Geschenk an die Menschheit halten und es bis zum Erscheinen von GGG gar nicht abwarten können, haben wir eine kleine Vorschau auf die nächsten 24 Bände mit NSC-Kurzgeschichten und bunten Bildern:

Adepten, Ammen, Adlerritter
Bäcker, Bauern, Bernsteinsammler
Comtos, Chöre, Connetablen
Druiden, Diebe, Droschkenfahrer
Elfen, Echsen, Edelleute
Feilscher, Fischer, Fallensteller
GGG – bereits angekündigt
Hirten, Huren, Hartwursthändler
Imker, Irre, Illaristen
Jäger, Jecken, Jahrmarktskämpfer
KKK – bereits erschienen
Laffen, Lügner, Lastenträger
Magier, Meuchler, Maraskaner
Nivesen, Näher, Nietendreher
Orken, Oger und Obristen
Pardir, Pächter, Pechmagneten
Quassler, Quester, Qabalisten
Ritter, Räuber, Rattenfänger
Schlächter, Schuster, Schornsteinfeger
Söldner, Streuner, Safranhändler
Tänzer, Trinker, Tagelöhner
Utulus, Uhus, Unterhändler
Vögte, Vetteln, Vogelfänger
Wirte, Wäscher, Webstuhlbauer
Xarfaijünger, Xylophonisten und X-beinige Immanspieler (Oh, hat jemand das Metrum gesehen? Ich glaub, es hat sich gerade mit einem Alicorn erdolcht…)*
Yetis, Yurach, Yakubanim
Zwerge, Zicken, Zuckerbäcker

*Wenn einer unserer Leser es schafft, 3 Personenbezeichnungen mit X zu finden, die das KKK-Metrum aufrechterhalten, kriegt er ’nen K-K-Keks 😉

Nandurion wünscht allen DSAlern ein erfolgreiches Jahr 2013!!!

Über Vibarts Voice

1986 entwickelte Michael Gorbachow den Begriff "Glasnost" und die Raumfähre Challenger explodierte beim Start. Im selben Jahr wurde DSA Teil meines Lebens, und obwohl die UdSSR und das Space-Shuttle-Programm längst Geschichte sind, ist DSA noch immer zentraler Aspekt meiner Existenz. Ich spiele und meistere regelmäßig. Seit Mai 2012 bin ich darüber hinaus hier bei Nandurion tätig.
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7 Kommentare zu Der Nandurion Hesinde-Disput 2012: Was brachte das Jahr?

  1. Christian sagt:

    Na, dass „An fremden Gestaden“ hier so gar nicht gefallen will, will mir einfach nicht in den Kopf gehen. Vielleicht ändert sich das ja nachdem ich slebst mal Gelegeheit bekommen habe es anzuspielen oder zu meistern … irgendwann gegen Ende des nächsten Zyklus des Maya Kalenders. Also, bis dann mal …

  2. Nightstallion sagt:

    „Akrobaten, Ammen, Adlerritter“ ist aber auch nicht im Versmaß. 😉

  3. Swit sagt:

    Xarfaijünger, Xyxyxdiener und Xeraanier

    • Curima sagt:

      Danke, Swit 🙂

      Xeraanier *handanstirnschlag* Äh, ja. Wie lange wir brauchten, um bei Z auf Zwerge zu kommen, lasse ich lieber mal unerwähnt…;)

      Ist auf jeden Fall besser, aber noch nicht ganz im Metrum. Es fehlt eigentlich ein 2-silbiges Wort mit X, Xyxyxdiener ist zu lang.

  4. Swit sagt:

    Xeranier, Xorloscher, Xeledonisten

  5. Pingback: Fünf Jahre Nandurion – Der lange Brief zum kurzen Abschied | Xeledons Spottgesang

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