Interview mit Thorsten Brede

Thorsten war von 2010 bis 2014 bei Nandurion aktiv und bloggte in dieser Zeit unter dem etwas sperrigen Pseudonym tzzzpfff. In seiner aktiven Zeit hatte er beispielsweise über die Ratcon berichtet. Heute erstellt er immer noch ab und zu DSA-Materialien, die man etwa im Scriptorium Aventuris bestaunen kann. Anlässlich unseres Jubiläums stellten wir ihm zehn Fragen. Seine Antworten könnt ihr hier lesen…

Nandurion: Wie kamst du zu DSA und auf welchen Zwischenstationen schließlich zu Nandurion?

Thorsten: Ich spiele DSA seit ich etwa 12 bin. Ich war komplett scifi-begeistert und wollte das Brettspiel StarQuest zu Weihnachten. Stattdessen bekam ich HeroQuest. Ich habe es monatelang gespielt und vor allem habe ich immer wieder eigene Level gestaltet. Dann ging im Freundeskreis ein Spiel herum, das ähnlich zu HeroQuest sein soll. Nur viel schräger und Eltern mögen dieses Spiel nicht. Das war dann Das Schwarze Auge, gespielt mit zusammengeklaubten und kopierten Zetteln. Seit 2005 habe ich eine regelmäßige Runde, unter anderem mit Ben Maier und Eevie Demirtel. Ben hob Nandurion aus der Taufe und brauchte noch einen, „der sich mit Computern auskennt“. Ich war wohl der nächste.

Nandurion:  Wofür stand Nandurion in der Anfangszeit und was verbindest du damit?

Thorsten: Es hat eine Lücke gefüllt und das haben viele herbeigesehnt. Und es ist alles sehr schnell sehr groß geworden. Ich hatte keine Ahnung von Webservern und habe auf kurze Zeit viel neues gelernt.

Im Text daneben die Links zu Teil 3 und 1. Beim Bild dann noch der Link zu Teil 2

Nandurion: Welche sind deine Lieblingsbeiträge von Nandurion gewesen, evtl. auch deinen eigenen?

Thorsten: Meine Lieblingsbeiträge waren definitiv die drei über die Entwicklung der Cover von 2012, Stichwort: Flügelhelm und Schnauzbartträger!

Nandurion:  Welches ist mit Blick auf Pen&Paper deine Lieblingsprofession bzw. dein favorisierter Heldentypus?

Thorsten: Ich mag gerne die Helden, die nicht zaubern oder kämpfen können. Profane Menschen, die ihren Reiz beim Spielen durch ihre Marotten haben. So ist mein Lieblingsheld Gerion mein Sprachenkundler, der Schundromane schreiben musste, um Geld zu verdienen. Aber ich mag auch skrupellose Gesellen, die Gefahr laufen, ins Böse abzudriften.

Nandurion: Was gefällt  dir an DSA besonders in Bezug auf Settings und Regionen?

Thorsten: Die Vielfalt ist das Beste. Man kann jedes Genre bedienen und alle Settings von profanem Mittelalter bis High Fantasy. Die Nivesen haben es mir angetan, generell alle Nordregionen mit den Fjarningern und Gjalskerländern.

Nandurion: Spielst du heutzutage noch Pen&Paper und wie relevant war früher das Thema online zu spielen?

Thorsten: Ja, ich spiele regelmäßig und mehr als je zuvor. Online spielen habe ich lange kategorisch abgelehnt, weil wir das ganz früh mal probiert haben und wegen geringer Datenbreite es etwa 10 Sekunden Verzögerung gab, mit nur einem zugeschalteten Spieler. Aber nun spielen wir regelmäßig online und es ist besser als ich gehofft habe. Trotzdem finde ich es noch nervig.

Nandurion: Wie hat sich die Stimmung in der DSA-Community und der Austausch mit der Leserschaft im Laufe der Zeit entwickelt?

Thorsten: Ich hatte nie viel Kontakt zur Community und das hat sich bis jetzt nicht geändert.

Nandurion: Welche anderen Rollenspielprodukte hast du neben DSA kennengelernt und was gefällt dir darunter?

Thorsten: Ich bin da stur und bleibe bei DSA. Hier und da habe ich mal in andere Systeme geschnuppert, aber dann denke ich mir immer: Schon wieder neue Regeln und Hintergrund lernen… Ich bleib lieber, wo ich bin.

Nandurion: Kennst du einen Film zum Thema Pen&Paper, den du empfehlen würdest?

Thorsten: Außer den Gamer-Filmen kenne ich da auch nichts. Ich höre mir gerne Vorschläge an.

Nandurion: An welchen Projekten arbeitest du aktuell?

Ich will gerade mein Online-Soloabenteuer Ssad’Chaz modernisieren und auf DSA5 ändern. Übrigens ist mein eigenes Abenteuer der einzige Artikel in Nandurion, den ich selbst verfasst habe, glaub ich. Sonst mache ich privaten Kram, damit ich besser spiele und meistere. Wenn ich glaube, dass es anderen hilft, veröffentliche ich es auch mal. Wie beim Generator Zufälliger Bibliotheksbestand im Scriptorium, an dem ich wohl ewig werkeln werde.

Über sirius

Sirius heißt im wahren Leben Moritz und wuchs mitten im Ruhrgebiet auf. Seit Anfang der 90er bereist er nicht nur Aventurien, sondern auch andere fantastische Welten. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Pen&Paper, PC-Games, Hörbücher oder Kartenspiele handelt. Unterwegs erkennt man ihn daran, dass er fast immer ein gutes Buch dabei hat, das nicht dem Mainstream entspricht.
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3 Antworten zu Interview mit Thorsten Brede

  1. Siebenstreich sagt:

    Die Artikel zu den Covern kannte ich bisher noch gar nicht – war sehr interessant! 🙂

  2. Pingback: Nandurion Geburtstagsinterviews: Thorsten Brede – Nuntiovolo.de

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