Aventurischer Bote #154

Der nächste Bote steht schon fast ins Haus, da haben wir es auch endlich geschafft, unseren aktuellen Botendisput fertig zu stellen. Angesichts von RatCon und Urlaubszeit fällt diese Ausgabe ein wenig reduziert aus — wir hoffen aber, die geneigten Leser trotzdem mit einem bunten Allerley an Lob, Tadel, Kladj und sinnfreien Verlinkungen erfreuen zu können. Hierzu haben wir nun schon zum zweiten Mal der Unterstützung durch Sir Nox of Ni versichert. Wir  wünschen viel Spaß beim Lesen!

Spielhilfe: Das neue Al’Anfa

Josch: Die Reihe der Regionalupdates im Boten geht weiter. Diesmal auf fünfeinhalb Seiten Al’anfa, schön übersichtlich und kompakt. Highlight. Wer regelmäßig den Boten liest, hat jetzt, zusammen mit den Personenbeschreibungen von Amir und Oderin aus den letzten Boten, eigentlich alles zum neuen Al’Anfa beisammen. Vermutlich bekommen wir das in der einen oder anderen Form auch im ersten Aventurischen Jahrbuch zu lesen, auch wenn hier ja, wie angekündigt, keine Zweitverwertung von Botenmaterial geschehen soll.

Mir fällt auf: Es wird endlich mal Zeit für eine Überarbeitung des zugehörigen Regionalbands, auf den hier absurderweise immer noch verwiesen wird. Mir fällt weiterhin auf: Mit dem neuen Bild von Amira Honak ist ihr der erste Platz bei der Wahl zur Halbelfenpatriarchentochterborongeweihten des Monats kaum noch zu nehmen.

Vibarts Voice: Die Spielhilfe bringt die Botenleserschaft auf den neuesten Stand nach Rabenblut und lädt zum fröhlichen weiteren Intrigenspiel zwischen den großen Häusern ein. Köpfe und Agenden werden wie immer knapp und übersichtlich dargestellt. Zu den großen Familien gesellen sich weitere Mächtegruppen mit kleinen Szenariovorschlägen. Dann mal heraus mit Mengbillar und Schauprozess! Man fragt sich aber, ob in Al’Anfa wirklich etwas Neues passiert ist, denn das Ganze ist doch sehr deutlich das alte Grandenspiel mit einigen neuen Gesichtern.

Rhônda (von Diana Rahfoth)

Apropos Gesichter: Amira ist gut gezeichnet, auch wenn sie ein wenig wie Franka Potente mit großen Ohren aussieht. Carvia hingegen wirkt gegen ihr tolles Kleid konturlos, Rhônda ist ein bisschen schwarze Hexe aus dem Sumpf und Katara macht einen auf Fauchekätzchen. Rein optisch wird Al’Anfa also in Zukunft von bösen, heißen Miezen geführt, die Kurtisanenspielhilfe hat damit Einzug auf den Silberberg gehalten – was will der männliche Rollenspieler denn mehr?

Sir Nox of Ni: Mit Freude habe ich von der Absicht gelesen, die regionalen Aktualisierungen seit Erscheinen der jeweiligen Spielhilfen in sogenannte Jahrbücher zu verpacken und mit Abenteuern aus dem “Lebendigen Aventurien” zu unterfüttern. Dazu muss ich sagen, dass ich eine Wiederverwertung von Botenmaterial gar nicht so schlimm fände, wenn die Neuerungen dann auch wirklich vollständig sind und nicht teilweise noch aus dem Boten zusammengesucht werden müssen. Das Bestreben, alles neu schreiben zu wollen, ist aber natürlich sehr löblich und soll von mir an dieser Stelle nicht torpediert werden.

Zum eigentlichen Artikel: Al’Anfa würde ich nun nicht unbedingt als meine Lieblingsregion bezeichnen. Durch die teilweise Entmachtung des schmierigen Patriarchen und die Rückkehr von Mao Ze… äh… Oderin du Metuant könnte sich meine Abneigung gegenüber dem Imperium zukünftig um einiges abschwächen. Wenn dann Nahema mal wieder im Hause Honak aufräumen und Tars halbelfische Enkelin beseitigen könnte, um sich anschließend selbst zu entleiben, wär alles gut. Aber man kann ja nicht alles haben. Ansonsten bin ich natürlich ein Freund des Grandenhauses, das für Spielerhelden vorgesehen ist. Gefällt mir.

Abenteuer: Sturm der Freiheit [Spoiler zu H'Rabaal]

Vibarts Voice: Die Abenteuerskizze, deren Name auch eine brasilianische Telenovela sein könnte, führt die Helden von Brabak aus auf eine Reise ins Herz der Finsternis H’Rabaal, wo sie einen Sklavenaufstand leiten. Was bei vielen Freunden der Schwarzkappenfraktion als Sakrileg gegen die Maxime „Sklaverei ist geil“ gelten könnte, entpuppt sich als klassische Dschungelabenteuerkost, die auch an Wege des Entdeckers anknüpft. Der Knackpunkt wird allerdings da entstehen, wo der Geweihte Eliado die Helden bittet, einen Sklavenaufstand gegen die Herrscherfamilie loszutreten. Selbst idealistische Charakterkonzepte werden sich dieses Risiko sehr genau durch den Kopf gehen lassen, so dass ein einfaches „Tsa will es“ als Motivation kaum hinreichend sein wird. Hilfreich wäre es, wenn unter den Sklaven auf Sandros Plantage jemand gefangen wäre, zu dem die Helden eine persönliche Bindung haben. Ab da entspannt sich eine Art Strategiespiel um die Macht in H’Rabaal, das aber leider in einer Art Unentschieden endet. Ich hätte es mutig gefunden, wenn die Helden tatsächlich die Herrscherfamilie der Charazzar entthronen hätten dürfen und somit in den Status Quo hätten eingreifen können. Somit bleibt unter dem Strich ein interessantes Szenario, dessen Ende aber auf mich lauwarm wirkt.

Josch: Ein knapp sechsseitiges Szenario von Alex Spohr und Miriam Conelly, mit dem die Weichen für die Zukunft Hrabaals gestellt werden (Achaz Ksiszif will langfristig die Macht in H’Rabaal wieder in Hände der Geschuppten legen), deshalb steht das Ende auch überwiegend fest: Der Aufstand der Sklaven wird niedergeschlagen, die Achaz stärken durch die Hilfe bei der Niederschlagung ihre Machtposition. Immerhin kann es für die Helden mit der Befreiung zahlreicher Sklaven, die in HeSches Reich eingehen, einen Teilerfolg geben.

Das finde ich insgesamt auch deshalb etwas unbefriedigend, weil nicht so richtig viel dazu gesagt wird, wie man den Aufstand auf plausible Weise scheitern lassen kann. Bezeichnenderweise ist der Teil „Szenen des Aufstands“ so lang wie der Teil „Das Ende der Geschichte“. Die Ausgestaltung des Hauptstücks des Abenteuers wird so für meinen Geschmack etwas vernachlässigt, wie überhaupt die Darstellung insgesamt auf mich etwas unausgewogen wirkt. Es gibt bspw. ein paar generischen Hinweise zum Einstieg (verzichtbar), aber kaum Hinweise zur Gestaltung der Suche nach dem, was der Geweihte Eliado, in dessen Gefolge sich die Helden bewegen, eigentlich begehrt. Zufallsbegegnungen mit Riesen-Affen entschädigen dafür auch nicht so recht.

Wolfsechse (von Janina Robben)

Das geschickt eingesetzte Stilmittel des Komma-Verzichts konnte mich nicht so recht überzeugen. Satz des Monats dafür:  „Er [= Azzaph Charazzar] führt seine Königsgarde selbst durch die Stadt und lässt Freund wie Feind erschlagen. Ihm zur Seite stehen zwei Wolfsechsen. Als die Lage ungemütlich wird, zieht er sich in seinen Palast zurück und verbarrikadiert sich. Es ist nun die Aufgabe der Helden (und Eliados), den alten verrückten König zu stellen.“ Im Klartext: Der dämonisch verseuchte Zauselfred zieht noch mal richtig mit seiner Posse um die Häuser, als die Sache aber in Stress ausartet, macht er beleidigt die Schotten dicht und wird wie ein räudiger Köter erschlagen. Großes K’Hiino!

Fazit: Nett, aber irgendwie nix halbes und nix ganzes. Da wäre mehr drin gewesen, für ein Botenszenario ist das aber vollkommen okahe, wie meine Mohaha-Kumpels zu sagen pflegen.

Sir Nox of Ni: Chss! Ein Abenteuer in und um H’Rabaal? Woohoo!

Leider stellt sich das Szenario Sturm der Freiheit wie oben beschrieben dann doch als recht unbefriedigend dar. Wo das Abenteuer offenbar zum Großteil daran krankt, dass der Platz für eine Ausarbeitung des Aufstandes fehlt, erhält der Auftraggeber einen detaillierten Hintergrund mit allerlei unnötigen Informationen um seine häretische Vergangenheit, die so plotrelevant sind wie das von Ksiszif verwendete Schuppenshampoo. Bei dem Kristallomanten hätte auch wenigstens auf seine Besonderheit als Sprecher des Achazrates hingewiesen werden können. Haben die Autoren überhaupt einen Blick in die zugegebenermaßen längst veraltete Regionalspielhilfe geworfen? Denn auch die Beschreibung des “Königs” Azzaph Charazzar scheint so gar nicht mit den Angaben aus früheren Publikationen zusammenzupassen. Das besondere Erbe der Familie wird nicht einmal erwähnt! Oder ist das tatsächlich Absicht? Hat man genug von Mischwesen in Aventurien? Schwer vorstellbar.

Fazit: Positiv hervorzuheben ist die Region, in welcher das Abenteuer spielt. Das hat mich wirklich ungemein gefreut. Auch aus dem Szenario selbst lässt sich sicher einiges machen. Abstriche gibt es von mir für den merkwürdigen Geweihten und fehlende Details bei bereits beschrieben Personen.

Kleinanzeigen

Vibarts Voice: Al’Anfanische Kleinanzeigen – hübsch.

Josch: Schöne Verzahnung: Don Murenas taucht sowohl im Al’Anfa-Teil, im H’Rabaal- Abenteuer und in den Kleinanzeigen auf. Irritiert hat mich hier zunächst das Wort „Model“, bis mir eingefallen ist, dass sich das vermutlich von tul. „Mo’Hadel“ ableitet, das eine dunkelhäutige Frau bezeichnet, die auf dem Basar kostbare Seidenware zur Schau trägt.

Gute Idee: Hier einen Geheimbandhinweis verstecken. Doppelungute Idee: Später in der Produktvorschau explizit drauf hinweisen.

Spielhilfe: Das Kloster der heiligen Noiona zu Selem

Noionitenkloster zu Selem - Gebäudeplan (von _____ _______)

Josch: Das Noionitenkloster in Selem. Eine bessere Vorlage gibt’s eigentlich kaum, oder? Was sollte denn da schon schiefgehen? Zum Beispiel dies: Ein fehlender Plan. Die Gebäudebeschreibung lässt sich sonst wenig zuschulden kommen, aber ohne Grundriss wird’s irgendwann witzlos. Auch die Außenbeschreibung des Gebäudes wäre mit einem kleinen Bild bedeutend sinnvoller gewesen, so müsste ich erst einmal mein „Aventurische Architektur für Tschumbies“ konsultieren, um zu verstehen, wie genau die elemitischen Rundbögen sich vom spät-eslamidischen Stil des südlichen Mittelreichs unterscheiden. Und dazu bin ich einfach zu faul (ok, das war lahm, aber irgendwie zu naheliegend…).

Bei den Personenbeschreibungen heißt es zu Josmabith: „In ihrer Brust streiten drei Seelen um die Vorherrschaft”, die dann auch noch mit Namen und Ansichten genannt werden. Wie soll ich das denn verstehen? Ist das eine Metapher? Oder doch die Noionitenüberraschung? Drei Seelen auf einmal – das geht nun würklich nicht!

Die Beschreibung der Insassen ist aber ansonsten stimmungsvoll und ein Pluspunkt der Beschreibung. Man kann die NSCs sicherlich auch problemlos in andere Abenteuer verfrachten, die sich dem Thema Wahnsinn widmen. Zum „Großkönig“ hätte ich mir mehr gewünscht, der geht hier ziemlich unter und wird auch in den Mysteria et Arcana leider nicht wieder aufgenommen. Bei den Mysteria ist besonders die Kammer des Wahns großartig geraten, der Rest wirkt dafür irgendwie unterbeschrieben und unvollständig.  Insbesondere das Mysterium um das Verschwinden der Insassen stiftet eher Verwirrung: Irgendwer oder irgendetwas entführt reihenweise Gefangene („hunderte“ heißt es, aber ist eine grotesk hohe Zahl), weidet sie in einer Höhle tief unten aus und baut einen menschlichen Swimming-Pool. Warum? Weil: „Rache an der Boronkirche“. Ernsthaft?

Dass das Kloster noch heute Dämonen anzieht und eine dunkle Seite zu haben scheint, die mit der Vergangenheit zusammenhängt, wird mehr nebulös angedeutet als ausgeführt. Die Abenteueraufhänger hingegen überzeugen mich wieder. Da ist bestimmt für jeden was dabei, und sie geben einem verschiedene Möglichkeiten an die Hand, das Kloster ins Spiel zu bringen.

Alles in allem ein eher angeschliffener Diamant, auch kommt mir das Kloster, selbst für Selemer Verhältnisse, doch eine Spur zu düster-grusel-muhahaaa-horror-mäßig rüber. Dessen ungeachtet aber eine solide Angelegenheit, wenn auch nicht ganz das Highlight, das es hätte sein können.

Vibarts Voice: Hurra, das sprichwörtliche Noionitenkloster, in das man so gerne mal bestimmte Leute stecken würde! Marc Jenneßen und Michael Keil entwerfen allerdings hier den Prototyp eines unheimlichen Irrenhauses, das als klassisches Horrorszenario dienen kann und das den Phantasien eines Lovecrafts entsprungen sein könnte. Leider vermisse ich schmerzlich eine Karte der Anlage, die so schön von den Autoren beschrieben wird. Dennoch: Ein absolutes Highlight des Boten 154, das einem schon beim Lesen Schauer über den Rücken jagt.

Sir Nox of Ni: Die Beschreibung des Klosters ist ausreichend umfassend und zudem auch recht solide. Ein Gebäudeplan hätte den Überblick aber eindeutig erleichtert. Abgesehen davon frage ich mich, warum nahezu jedes Gebäude weitreichende Kellergewölbe haben muss. Und das in so sumpfigem Gelände wie unter Selem. Na ja, tut nicht weh. Dass ausgerechnet das Oberhaupt der Noioniten so schwer geschädigt ist, finde ich zwar schade, war ja aber schon bekannt. Schön finde ich Chriazzls Motivation, warum er sich überhaupt mit dem Menschenpack abgibt.

Spielhilfe: Das neue Kalifat, Teil II

Josch: Fortsetzung der im letzten Boten begonnenen Reihe. Der aventurische Verfassungsschutz berichtet hier über sämtliche religiösen Fanatinskis, die sich fröhlich im Khômsand tummeln. Diesmal haben auch keine sektiererischen Splittergruppen die unheiligen Buchstaben gefressen, alle Wörter sind vollständig ausgeschrieben. Gut gemacht, das gibt’s diesmal wenig zu meckern (außer die gelegentlich etwas zu rigide  Auslegung des 3,3. Gebots „Der Gottgefällige meidet das Beistrichgezücht, wo er nur kann”).

Vibarts Voice: Beim Barte des Kalifen – jetzt sind die Gegenspieler dran. Allerdings wird die Spielhilfe aus dem letzten Boten auf gut zwei Seiten etwas lieblos und routinemäßig zu Ende geführt. Jetzt hat man immerhin Freunde und Feinde des Kalifen zusammen, und wenigstens kommen Wortraritäten wie „Henriquatrebart“ in dem Artikel vor.

Sir Nox of Ni: Der zweite Teil der Spielhilfe zum Reich des Kalifen behandelt die Feinde des Dritten Malkillah auf zwei Seiten und lässt zu diesen eigentlich keine Fragen offen. Agenda, Hintergrund, Funktion und Methoden machen es dem Spielleiter einfach, sich einen Bösewicht für das Spiel im Kalifat auszusuchen. Abenteueraufhänger zu den Problemen, welche den Kalifen da erwarten, wären dabei zwar sicher hilfreich, sind aber auch nicht unbedingt notwendig.

Spielhilfe: Sharika Ay Mada Basari – Die Gesellschaft des Mondkontors

Josch: Vorweg: Nachdem ich mich dreimal verlesen habe, bleibt mir keine andere Wahl mehr, als das hier zu verlinken. Wo war ich? Ach ja: Ordensbeschreibung im Stile der Beschreibungen der Orden aus den Ordensbeschreibungsbänden. (Warum ist die Mada Basari da eigentlich nicht drin?). Eine ordentliche Zusammenschau, aber es hätte ruhig noch mal jemand gründlich über den Text schauen können, denn teilweise liest sich die Beschreibung arg holprig, und die „Kommata sind 80er!”-Aktionswoche schien zum Zeitpunkt der Niederschrift auch noch im Gang gewesen zu sein. Rein aus dem Text heraus wird m.E. nicht vollständig klar, worin die Zersplitterung der Mada Basari jetzt eigentlich besteht und was genau mit Sybia passiert ist. Für eines der Mysterien benötigt man Blutrosen und Marasken, um es zu verstehen (genauer: Blutrosen und Marasken).

Vibarts Voice: Seit der Kampagne Klar zum Entern warte ich auf eine nähere Ausgestaltung des „wohl bekanntesten Händlerordens Aventuriens“. Auch hier bietet sich wieder einmal der eine oder andere Haken für Konflikt und Intrigenspiel, ansonsten ist eine Handelsorganisation naturgemäß natürlich etwas biederer gestrickt. Dennoch solide Arbeit und nützliche Informationen für den Meister.

Sir Nox of Ni: Ja was denn nun? Shakira oder Sharika? Ist das ein Retcon oder darf ich das jetzt nennen, wie ich will? Mein Land der Ersten Sonne sagt “Shakira”, die Wiki Aventurica verweist seit Januar auf “Sharika”. Ich bin verwirrt. Offenbar war der Name des kolumbianischen Popsternchens mit den beweglichen Hüften doch nicht mehr gut genug. Helfen tut das offenbar nicht. Siehe oben.

Zum Artikel: Was hat es nur mit dem Schlag auf sich, den Sybia da erleidet? Vermutlich bringt die Lektüre von Schleiertanz ein bisschen Licht ins Dunkel. Wieder was fürs Jahrbuch.

Archetypen: Die Hofdame

nicht Dramina, aber auch mit Vibart's Gütesiegel der Botenschneckchen: Katara Wilmaan (von Karin Wittig)

Vibarts Voice: Ja, ja, Hofdamen spielen in der klassischen Abenteuerliteratur eine durchaus tragende Rolle. Da wurde es endlich einmal Zeit, dass ein passender Archetyp auftaucht. Auch wenn ich die holde Dramina nur schwerlich durch ein Dungeon kriechen sehen kann: Die Gute ist einfach zuckersüß und reiht sich nahtlos in die jüngste, hochbeliebte Serie “Scharfe Schnecken im Aventurischen Boten“ ein. Doch, was verbirgt sich unter dem mächtigen grünen Kleid? Ist Dramina von Lichtenfels gar bereits von Tsa gesegnet, bevor ihre Abenteurerkarriere so richtig losgeht? Hat sich nun endlich ein von jahrelanger Botenlektüre aufgepeitschter und von lebensweltlichen Defiziten gequälter Jung-Rollenspieler auf die gezeichnete Zuckerschote gestürzt und das Herz und Lager der Edlen durch glückliches Gewürfel erobert? Lesen Sie mehr in der nächsten Folge von “Bunte Post aus Adelsställen.“

Sir Nox of Ni: Auch wenn ich für mich entschieden habe, dass ich KKK fürs Vorbereiten so sehr brauche wie Halbelfen in meinem Aventurien, gefallen mir die Archetypen im Boten immer besser. Tatsächlich hätte ich auch nichts gegen die Beschreibung eines Höflings einzuwenden, um mal das andere Geschlecht aus höfischem Blickwinkel zu betrachten. Dramina von Lichtenfels weiß aber auch allein sowohl mit Bild, als auch mit Namen zu beeindrucken. Der Kasten zu “Aventurischen Hofdamen” erinnert noch einmal an die oft vergessene Gleichberechtigung in Aventurien (siehe unten) und ist damit schon ausreichend von Nutzen.

Josch: Wirkt ein wenig wie ein Outtake aus der KirchenKreisKonferenz-Spielhilfe ohne Kurzgeschichte. Sicher ist die Hofdame, wie es auch in der Beschreibung heißt, ein eher ungewöhnlicher Heldentyp. Aber gerade die Hintergrundgeschichte (Mamsell würde am liebsten selbst ins Abenteuerleben ziehen) bietet einen interessanten Ansatz, um diesen profanen Charakter ins Spiel zu integrieren. Das finde ich sehr gut, denn ich habe ein Faible für vermeintlich langweilige Charakterkonzepte. Bauerngaming war folglich gestern – die Zukunft liegt im Hofdamismus.

Abenteuer: Die Effarsnadel [Spoiler zur Drachenchronik]

Josch: 1,25-Page-Szenario von Moritz Mehlem und Adrian Praetorius. Schön knapp und prägnant, und von der Form her genau das, was wir uns auch für den leider etwas untergegangenen Double-Page-Wettbewerb gewünscht hätten. Das ganze ist der erste der auf 5 Teile (und damit knapp 6 Seiten) angelegten Khyrbluthaven-Kampagne, die nach alter Schule folgendes Konzept umsetzt:

Ein Bösewicht (Pardona) hat einen sinistren Plan ausgeheckt (Seekönig der Kyrbluthavener durch Marionette ersetzen und böse Dinge mit deren Runenmagie machen), der jetzt richtig schön evil umgesetzt wird. Dazu sollen erst die Nachalben in mehreren Schritten die genannte Region destabilisieren, im Anschluss folgt dann der entscheidende Schlag. In Teil I der Kampagne bekommen als erstes arme Fischer das geballte Niedertrachtspotential der Shakagra zu spüren, denn die Nachtalben haben sie auf dem Weg zum Effarheiligtum gefangen genommen und wollen sie dort jetzt im Rahmen eines unheiligen Rituals opfern,  das – die Plottradition will es –  zugleich das Heiligtum entweihen wird. Aufgabe für die Helden foglich: Fischer suchen, Fischer finden, Alben prügeln, aus die Feuermaus.

Problem: Auch wenn „Kampagne aus fünf One-Sheets“ bedeutend besser klingt als „Sechsseitiges Abenteuer auf 5 Boten verteilt“, trifft letzteres die Sache vermutlich eher. Von daher schiene es mir auch wenig sinnvoll, jetzt einfach loszuspielen, bevor nicht zumindest die nächsten drei Teile ebenfalls erschienen sind. One-Sheets sind doch schließlich dafür ausgelegt, an einem Abend gespielt zu werden. Und wenn ich das mal hochrechne, bedeutet das, dass eine Mini-Kampagne, die an 5 Abenden durchgezockt werden kann, über zehn Monate verteilt erscheint. Mir ist klar, dass das allein der Tatsache geschuldet ist, dass Myranor nur knapp eine Seite im Boten hat. Aber ideal ist trotzdem was anderes.

Was vergessen? Na klar, den Aufreger! Pardona! Pardona !!!!! Pardona !!!1111dunkelelf. Wird die jetzt in Myranor recycled? Ich hätte ja gedacht, dass die nach dem Ende der Drachenchronik noch etwas mehr Zeit braucht, um wieder in Form zu kommen (jaja, ich weiß, heute ist echt übel…). Natürlich kann man die Kyrbluthaven-Abenteuer zeitlich problemlos verschieben, eine Stellvertreterin hätte es hier aber vermutlich als Oberschurkin auch getan, vor allem weil ich mir kaum vorstellen kann, dass sie in Teil V der Kampagne zum Abschuss freigegeben wird. Von daher ist vermutlich eh nicht so nichtig, wer hier offiziell Teil des des Konzils des Bösen ist.

Vibarts Voice: Die Autoren präsentieren ein Abenteuer, das mit großen Namen nicht geizt: Pardona, der Seekönig, die Nachtalben. Aber in Myranor stehen eben halt nicht unbedingt unbedeutende Kleinkrämer im Zentrum eines Abenteuers, und folglich kommt die Abenteuerskizze schnell und hart zur Sache. Und dann… ist des Abenteuers erster Teil auch nach einer Seite schon rum. Irgendwie total plötzlich. Was!? Wo ruffklettern, wat zerkloppen und dann auf den nächsten Boten warten? Etwas mehr hätte es für einen Einstieg wohl schon sein dürfen…

Auf zur Urne –Adelsmarschallwahlen 1035 BF

Vibarts Voice: Der Bote ruft seine Leser zur E-mail-Wahl des nächsten Marsschalls auf und macht damit ein weiteres Stück Spielerbeteiligung an der fortlaufenden Geschichte Aventuriens wahr. Die Kandidaten sind zumindest hinreichen interessant, wie auch, das Experiment im severischen IT-Feudalismus eine OT-Abstimmung durchzuführen.

Josch: Abstimmung über den nächsten Adelsmarschall, deren Ergebnis dann ingame aufgenommen wird. Das mag ich, das ist beste Botentradition. Die Bornlandwahl im Boten anno irgendwann, bei der Tjeika als Siegerin hervorging, war das erste „Lebendige Aventurien“-Ereignis, an das ich mich lebendig erinnere. Schön, dass diese Tradition fortgeführt wird. Was die Kandidaten angeht, ist alles dabei, wobei jeder mit entsprechenden Charakterisierungen (Amtsinhaber, Aufgeweckte, Aufrechte, Hardliner und Weltgewandte) versehen wurde. Auch die Kurzbeschreibung geben in jedem Fall einen ersten Hinweis darauf, was man von der Wahl erwarten darf.

Ich starte daher hier mal einen Wahlaufruf: Bruderschwestern: Wählt Ischtan von Quelldunkel zum Adelsmarschall! Das Bornland braucht braucht nach all den Chefchen, Semi-Schurken (nur echt mit schwerer Kindheit und Vaterkomplex!), Strahleweibchen und Dummtüdeln mal einen richtigen Dreckssack an der Spitze! Abstimmen kann man übrigens noch bis zum 30. September 2012.

Jetzt aber doch noch Gemecker: So wie früher hätte ich es bevorzugt, wenn die Wahl wieder im Ingame-Teil mit ausführlicher Vorstellung und Interviews aller Kandidaten vorbereitet worden wäre.

Sir Nox of Ni: Sind schon wieder 5 Jahre rum? Na dann: Für ein Stoerrebrandtsches Imperium! Wählt Prinz Joost von Salderkeim!

Verbraucherinformationen

Vibarts Voice: Das Preview zu Schicksalspfade stellt zwei Fraktionen des kommenden DSA-Tabletopsystems vor, nämlich die Reichsarmee und die Hand Borons. Ich habe mit dem Herumschieben von bunten Fantasyfigürchen nie viel anfangen können, aber das Konzept, unter einer aventurischen Agenda verschiedene aventurische Archetypen zu einer Einheit mit Ziel zusammenzustellen, ist eigentlich ganz attraktiv. Auch die Zeichnungen wissen zu gefallen, leider sieht der Boronpriester wie der jüngere Bruder von Nosferatu aus.

Produktvorschau und Ratcon: Tja, was gibt’s da zu sagen?  [Schleichwerbung an:] Wer Nandurion liest, weiß alles Wichtige schon. [Schleichwerbung aus]. Wenigstens ist das Ganze aber gut geschrieben und somit ganz nett zum Lesen.

Paintballwerbung (Rückseite): WTF !?! Was habe ich als nächstes im Boten zu erwarten, Werbung für Softair-Kalaschnikows oder eine „US-Marine-Corps wants you for Kabul“-Anzeige!?! Ich wage es, mich zu wiederholen: WTF !?!

Josch: Der Bericht zu Schicksalspfade hat diesmal sehr hübsche Bildschen. Fotos von den Figuren wären vermutlich interessanter, aber weniger nett zum angucken. Irgendwas zwischen Teaser und Vorabbericht, würde ich sagen, dabei aber sehr allgemein gehalten. Die Produktvorschau ist ordentlich und diesmal für jeden, der noch nichts über die genannten Produkte gehört  hat (*hüstel*), sicher ein Appetithappen. Dieser vereinzelte Battleschmech-Hinweis wirkt immer noch bizarr. Rückseite: I used to work at Waldems but then I took a paintball in the knee.

Sir Nox of Ni: Werbung für Unternehmen in Waldems fällt für mich eindeutig in die Kategorie “Witzig“.

Inneraventurischer Teil

Storko (von Janina Robben)

Vibarts Voice: Zunächst ein Interview mit Otto von Bismarck Prinz Storko von Gareth. Nach einem auch stilistisch netten Rückblick auf die jüngere Geschichte des Raulschen Reichs werden dann jüngste und kommende Ereignisse um die Besetzung des Reichsgericht breitgetreten, oh je, noch mehr Machtgruppenblabla… An den Olportsteinen sammeln sich jede Menge Schiffe der Thorwaler unter Marada Gerasdottir, der Zweck der Flotte ist anscheinend noch ein Rätsel… In Perricum treffen sich die Rondrianer, Zweck der Konklave ebenfalls unbekannt… Nachdem in der Al-Anfa-Spielhilfe eigentlich schon alles zur neuen horasischen Gesandten gesagt wurde, gibt’s noch mal einen IT-Artikel… Neues aus dem Zorganer Rosengärtlein… Neue Magierakademie in Albernia gegründet… In Fasar kippt das Machtgleichgewicht (Laut einer Studie des Plotschutzbundes ist „Macht“ das meistmissbrauchte Wort in Botenartikeln)… Massaker der Karmothgarde auf Maraskan… und, und, und. Insgesamt liest sich der inneraventurische Teil bunter, vielfältiger und unterhaltsamer als der letzte Bote.

Josch: Okahe, dann legen wir mal los…

Auf eine Pfeife mit Prinz Storko: Ein wenig Kommentar der aktuellen Ereignisse, und ein wenig Ausblick auf die Zukunft. Nicht wahnsinnig detailliert, aber eine lustige Idee, zudem schön umgesetzt. Ich hoffe, dass demnächst Übungsleiterlegende Alrik Müller in der „Hacketau“-Beilage unter der Überschrift „Gehen Sie davon aus…“ aktuelle Fragen zur Immanmeisterschaft beantwortet. Wirklich tolles Bild von Storko übrigens – wie überhaupt der Bote dieses Mal optisch wieder sehr viel hermacht.

Die Orden des Schwertbundes sammeln sich zur Konklave… : Nett geschrieben, aber noch nix Konkretes. Irgendwer fehlt, irgendwas wird beschlossen. Nix dazu in den MI. Laaaangweilig.

Neue Gesandte für Al’Anfa benannt: Genau das ist es im Wesentlichen (na gut, ein wenig mehr steht schon drin, aber für alle Al’Anfa Skeptiker ist das der Infogehalt).

Friedlose Gefahr auf den Olportsteinen?: Da rottet sich was zusammen, sogar (semi-) seriöse Kapitäne und Ottajaskos sind mit dabei. Ziel? Unbekannt. Auch die MI schweigen sich aus. Die Horatten sind aber beunruhigt genug, um mal ein Schiff vorbeizuschicken. Schön geschriebener Artikel, wie im Fall des Rondra-Artikels aber eher Teaser. Wer auf der Ratcon im Workshop zum geplanten Abenteuer Friedlos war oder den Workshopbericht kennt, hat vermutlich mehr von diesem Artikel ;-).

Nestario Daneios (von Nele Klumpe)

Ein neuer Hüter für den Rosengarten: Interessant hieran ist, dass mit Nestario Daneios der ingame-Autor des Rahja-Vademecums eingeführt wird und eine Position in Zorgan erhält, dessen wichtigste Eigenschaft ist, dass er als Vermittler zwischen tulamidischem und güldenländischem Ritus gilt. Das ist eine anregende Verknüpfung, zumal im Rahja-Vademecum dieser Ansatz ja auch im Hintergrund steht und der Verfasser als sprechende Figur dort sehr präsent ist (mehr dazu in Curimas Rezension). Wen das Rahja-Vademecum eher kalt kässt, kann hier ohne Verlust einfach weiterblättern.

Magierkolleg zu Honingen ins Leben gerufen: Jetzt also auch in Albernia. Etwaige Gildenaufnahme auf 1041 vertagt. Nix mehr im Artikel, nix in den MI, nix mehr im Disput – doch leider geil.

Machtkämpfe und Pferderennen in Fasar: Knadj in der Uralten, Brot und Spiele sollen es richten. Vermutlich. Genaueres folgt später. Vermutlich.

Kettengerassel: Wieder mal Stress zwischen Weidener Sichelbaronen und dem Uhdenbherger Erzbaron Gurluug Rottmann. Wenn der nicht spurt und aufhört, Räuberbanden zu unterstützen, ist wohl bald ruckzuck die Gobofresse dick.

Das Bluturteil von Garbalgan: Maraskanische „Anarchisten“ ziehen einen Anschlag durch, als Vergeltungsmaßnahme werden alle Männer Gergalgans entführt oder hingerichtet. Fußpilz und Pestilenz über das bruderlose Pack aus der Fürstkomturei! Ach ja, von Michael Masberg und im Stil des Greifenbalgs geschrieben. Nettes Ding.

Phexens Gaben für gutes Gold: Arion III., König von Tiefhusen, versteigert Fundstücke des Sternenregens und sucht nach einem Bräutigam für seine Prinzessin. Nein, auch hier keine MI.

Von Zwist und Hader unter den Brüdern: “Klarstellung” zum fehlerhaften Bericht aus dem letzten Boten, quasi ingame-FAQ, ja, was glaubt denn Du! Details mögen andere berichten, denn mich nerven die Nordmacken einfach zu sehr an, als dass es mich noch interessieren könnte, ob jetzt Hartduwels oder Hirsebald der legitime Nachfolger des alten Drecksacks geworden ist. Außerdem gehen mir so langsam die schlechten Wortwitze aus, also bitte nicht noch mehr davon!

Sir Nox of Ni: Ich mach’ dann mal weiter …

Auf eine Pfeife mit Prinz Storko: Die Interviews mit dem Samtenen Prinz sind doch immer wieder ein Highlight. Auch das Bild ist eine hervorragende, sehr willkommene Abwechslung zu der seit einiger Zeit immer stärker werdenden Digitalisierung von Illustrationen.

Dazu noch ein Aufruf in eigener Sache: Ihr Illustratorinnen und Illustratoren da draußen! Ich weiß ganz genau, dass ihr supertoll zeichnen könnt! Warum verschandelt ihr eure Bilder, indem ihr sie durch Corel, Photo Shop & Co. jagt oder sogar gleich dort “digital malt“. Ihr tut euch und uns sicher keinen Gefallen damit!

So, das musste raus.

Friedlose Gefahr auf den Olportsteinen?: Dieser Artikel ist wohl ein Appetithappen für den angekündigten, mit Battlestar-Galactica-Flair ausgestatteten Abenteuerband “Friedlos”, auf den ich mich schon sehr freue. Da hilft es wohl nur, Flügelhelm und Trinkhorn bereit zu halten und zu warten. Das wohl!

Magierkolleg zu Honingen ins Leben gerufen: Will. Mehr. Informationen.

Das Bluturteil von Garbalgarn: Wo ist hier die (oben bereits als oft vergessen erwähnte) Gleichberechtigung? Warum werden denn da die Frauen verschont? An die Waffen, ihr Weiber, und rächt eure Kerle!

Meisterinformationen und Chronologie

Josch: Die Botenredaktion frönt anscheinend weiterhin einer seltsamen MI-Diät, was bei der Aufbereitung am Spieltisch, ich wiederhole es zum wiederholten Male und nehme hier kein (gulmond)-Blatt vor den Mund, nicht hilfreich ist. Die Chronologie jibbet diesmal übrigens mit detaillierter Zeitleiste des Erbstreits in den Mordnarken.

Vibarts Voice: Wie schon im letzten Boten finde ich die Meisterinfos belanglos und unbedeutend, und ich frage mich, was sie von den anderen über den Boten verteilten Machtspielinformationen unterscheidet. Ich erwarte ja keine Vollfarbkarte von Umrazim als Meisterinfo (aber vielleicht wenigstens für ein Noioniten-Kloster?), aber ein wenig mehr dürft’s schon sein, sonst schläft das Meisterlein, bevor es den inneraventurischen Teil erreicht hat…

Fazit

Vibarts Voice: Tja, im Endeffekt habe ich das Gefühl, einen guten Boten gelesen zu haben, ohne dass ich große Glanzpunkte benennen könnte. Aber auch echte Tiefpunkte fehlen, vielleicht kann man dazu am ehesten noch den wenig ansprechenden Einsteig in das Myranor-Abenteuer zählen. (Und natürlich das hier). Aber insgesamt bot der Bote einen bunten Strauß zu aktuellen Entwicklungen, hübsch verpackt, gefällig präsentiert, was eine zufrieden lächelnde Einhornherde hinterlässt.

Josch: Bin zufrieden. Vielleicht ein klein wenig enttäuscht, dass die Sachen, die mich v.a. interessiert haben, nur in Ordnung, und nicht richtig gut geworden sind — aber vielleicht ist das auch ein wenig ungerecht, denn das hier ist immer noch der Bote, und für unter 4 Euro bekommt man wirklich einiges an die Hand. Eigentlich gibt’s keinen Grund, bei dieser Ausgabe nicht zuzugreifen, auch wenn die Überlegungen, die für eine Anschaffung sprechen, sich diesmal nicht ganz so laut zu Wort melden wie manches Mal in der Vergangenheit.

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18 Antworten auf Aventurischer Bote #154

  1. Pingback: Botendisput zum Aventurischen Boten #154 | Nandurion

  2. Feyamius sagt:

    Auch wenn ich diesmal nicht mit von der Partie war, darf ein Kommentar trotzdem nicht fehlen: Das Cover war mal wieder vorher schon bekannt.

    Laaaangweilig!

  3. Sven sagt:

    Kurzer Kommentar zu Schicksalspfade, ich glaube es soll eine weibliche Borongeweihte sein :).

    Ansonsten Danke für den schönen Disput.

  4. Wulf sagt:

    Und ich dachte erst, ihr hättet beim Noionitenkloster einen Fehler beim Bilderhochladen gemacht >.<
    Lesen hilft ^^

  5. Woher dieser Hass aufs digitale Malen? oO

    • Hans sagt:

      Er hat doch aber recht…

      • amiroteia sagt:

        Na ja… ob man digital gemalten Illustrationen etwas abgewinnen kann oder traditionelle Medien bevorzugt, ist erstmal Geschmackssache. Davon zu sprechen, dass wir Zeichner “uns und euch keinen Gefallten tun” finde ich schon eine sehr verallgemeinerte und grenzwertige Aussage.

        Aber ich werde natürlich gleich mein Grafiktablett in den Müll schmeißen und die Buntstifte wieder rauskramen. Und ich entschuldige mich in aller Förmlichkeit, dass ich für Nandurion keine Bleistiftzeichnungen angefertigt habe.^^

        • Josch sagt:

          Es gibt natürlich auch noch die langweilige Option, beides zu mögen, weil jedes seine spezifischen Vorteile hat – das wäre bspw. mein Standpunkt.

      • Ich behaupte mal ganz frech, dass ein Laie Schwierigkeiten hat, richtig einzuschätzen, welche Zeichnungen digital erstellt wurden – vorausgesetzt sie sind handwerklich gut gemacht.

        Handwerklich schlechte Bleistift- und Tuschezeichnungen will sicher auch niemand haben ;)

  6. Josch sagt:

    Ich fürchte, Sir Nox of Ni hat sich und Nandurion mit diesem Kommentar keinen Gefallen getan. :D

  7. FRAZ sagt:

    War wieder einmal ein Vergnügen. Unterhaltsamer als mancher Botenartikel.

    Bei der Mada Basari fehlten mit die Persönlichkeiten. Außerdem führten die “Wege der Götter” noch zu der Erkenntnis, dass keine Sternschatten existieren. Aber es wurde auch angedeutet, dass immer wieder umnebelte Gestalten das Gegenteil behaupten würden.

    Bei der Bornländer-Adelsmarschall-Kandidaten hätte ich mir eine Agenda gewünscht, wie sich das Bornland jeweils entwickelt. Die Persönlichkeiten sind interessant und vielfältig, aber ob sich durch einen neuen Kaptain wirklich der Kurs ändert, steht in den Sternen.

    Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!

  8. Disaster (Alex Spohr) sagt:

    Hallo!

    Shakira vs. Sharika: Wir mögen Shakira, allerdings haben wir festgelegt, dass Sharika ay Mada Basari korrekt ist (es gab aber schon mal unterschiedliche Schreibweisen, daher die Verwirrung – wir wollen allerdings Sharika als die richtige festlegen. Shakira passt wohl auch besser zu einem rahjagefälligen Sharisadorden

    Digital vs Traditionell: Das ist eine Frage des Geschmacks. Das kann man ganz gut darin erkennen, dass dem Sir z.B. Storko gefällt, der Rahjani eher nicht – sind aber beide digital. :)

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