Auf Avespfaden

Auf_Avespfaden_Cover„Auf Avespfaden eignet sich hervorragend als stimmungsvolle Ergänzung zum Aventurischen Almanach und ist für Meister wie Spieler gleichermaßen geeignet. Regelkenntnisse sind zur Lektüre nicht erforderlich. “ (Ulisses-Blog)

Ja. Nein. Also Letzteres schon. Aber beim Rest muss ich leider anderes behaupten.

Selten hat mir ein neueres DSA-Produkt so viel Probleme bereitet wie Auf Avespfaden. Und dabei ist tatsächlich nicht einmal das kleinste Regelfitzelchen enthalten. Alles reiner Fluff im schönen, bewährten Vademecum-Format. Und doch blieb bei mir nach der Lektüre, und bleibt auch bis jetzt, eine ungelöste Frage: Was beim ewigen Herumtreiber, was soll ich damit für mein Hobby anfangen?

Im Moment bleiben nämlich nur Antworten, was Auf Avespfaden alles nicht geworden ist und wie ich es nicht einsetzen kann. Vielleicht hat ja jemand in den Kommentaren noch bessere Ideen als ich. Fangen wir aber eventuell jetzt einfach einmal mit klaren Kategorien an, bevor ich zu meiner gewissen Ratlosigkeit komme.

Äußerlichkeiten

Leichter Hang zu Efferd hin: Mein Originalcover gegenüber dem PDF-Titel

Leichter Hang zu Efferd hin: Mein Originalcover gegenüber dem PDF-Titel

Wir Rollenspieler wiederholen uns ja gerne, deshalb sei noch einmal gesagt: Auf Avespfaden passt vom Format her hervorragend in die Vademecum-Reihe, auch wenn man es tunlichst nicht als Spielhilfe für einen Aves-Geweihten begreifen darf. Das braune Kunstleder ist ganz schick geworden und sticht mit seiner Marmorierung vom Look and Feel her so manchen bunteren Umschlag in der Reihe aus. Allerdings haben es Titel und Avesstern auf meinem Exemplar geschafft, deutlich nach links auszubüxen, so dass das Titelmotiv nun nicht mehr ganz mittig ist. Eventuell ist das für einen Wandergott ganz passend. Im Inneren gibt es die üblichen auf alt getrimmten Seiten, dunkelbraune Schrift und wenige, aber ganz stimmungsvolle Schwarz-Weiß-Zeichnungen. Teilweise zeigen die aus meiner Sicht überwiegend gelungenen Illustrationen aventurische Sehenswürdigkeiten in neuerer Darstellung – dafür Daumen hoch. Der Expeditionsbericht hat 159 (kleine) Seiten und kostet 14,95 €, wie die eigentlichen Vademecums auch.

Inneres

Ich habe mich nach längerer Vokabelsuche jetzt dafür entschieden, dass Auf Avespfaden ein Expeditionsbericht in privaten Zeugnissen ist. Folgendes ist die Hintergrundgeschichte: Im Jahre 1039 entscheidet der Garether Avestempel, dass die Neuauflage des Groszen Aventurischen Atlas‘ nicht mehr im Horasiat verlegt werden soll, sondern in der Hauptstadt des Mittelreichs. Für diese Neuauflage wird eine Expedition rund um und quer durch Aventurien ausgeschickt, die im Zeichen des Wandervogels noch einmal gründlich überall nachschauen soll, wie es zur Zeit so aussieht. Daraus soll die aktualisierte Auflage dann entstehen.

Der Leser folgt dieser Expedition nun in den eher privaten Zeugnissen und Tagebüchern der Teilnehmer. Neben der Beschreibung der aventurischen Regionen soll es also auch um das Verhältnis der ungleichen Vier gehen. Und die sind schön kontrastreich ausgesucht.

Obwohl wir es ja klassifizierungstechnisch mit einer Spielhilfe zu tun haben, schreibe ich jetzt einfach mal groß ACHTUNG SPOILER. Alle, die die Geschichte der vier Reisenden selbst nachlesen wollen, sollten jetzt zum Fazit spulen.

Da wäre zum einen als Expeditionsleiterin die Avesgeweihte Riziana Winzberg, die alles andere als der übliche Hippie-Paradiesvogel in diesem Metier ist: Jung, verkniffen, PaGaGeRe (Patriotische Garether Gegen-den Rest). Alles was sie braucht, ist ein bisschen Lockerlassen im Schritt, dafür werden die anderen drei sorgen.

Der dicke Thorwaler Josse Hagenson ist Kartograph für die Expedition. Wir werden im Weiteren sehen, dass seine gefühlte Expertise nicht im Kartenzeichnen liegt, weil er das nie macht. Sondern isst. Oder trinkt.

Mexixan Standoff kurz vor Xorlosch (von Katharina Niko)

Mexixan Standoff kurz vor Xorlosch (von Katharina Niko)

Endlich mal der kluge Einsatz einer Hexe, das muss ich Florian Don-Schauen neidlos zugestehen. Denn Nimia Schönauge (der Name ist schon nicht mehr so klug ausgedacht) soll durch ihre Flugfähigkeit der Expedition die Wegfindung erleichtern und Aventurien aus der Luft erforschen. Wenigstens ist sie nicht blutjung und kann auch als Hexe offensichtlich normale Texte ohne typografisches Kreischen und formulierungstechnische Emotionsexplosionen schreiben, aber sie hat definitiv die Rolle der verführerischen Frau gepachtet. Damit hätten wir diese für ein popkulturelles Produkt absolut unerlässliche Position abgedeckt.

Quanion Güldenschein wird als Weltreisender und wohl beleumundeter Gelehrter eingeführt, aber der kundige Leser merkt schon nach 10 Seiten den Hochstapler. Im Laufe der Reise wird er sich als Scharlatan (im professionellen und erweiterten Sinn) entpuppen und für die notwendigen Handlungskonflikte sorgen.

Diese vier machen sich also auf den Weg durch Aventurien, und Station für Station erfährt man Eindrücke und Ereignisse durch die Hand eines oder mehrerer Protagonisten. So weit zum Konzept des Buches – das dennoch nicht gut funktioniert. Warum, versuche ich jetzt auf den Punkt zu bringen.

Kritik

Auf der positiven Seite kann man sagen, dass Auf Avespfaden tatsächlich alle wichtigen Regionen des Kontinents bereist und somit eine aventurische Gesamtschau – oder nennen wir es eher „Blitzlicht“ – entsteht. Das Problem für mich ist aber, dass die Publikation zu vieles sein will, aber nichts richtig ist.

Die Geschichte trägt Züge eines Romans, in dem sie klar profilierte Charaktere und ihre Beziehung zueinander in den Mittelpunkt stellt. Man könnte die Sache als Briefroman-Buddy-Roadmovie bezeichnen. Aber es wird kein guter: Die Charaktere sind zu flach und auf wenige skizzenhafte Züge reduziert, die immer und immer wieder betont werden. Beispiel gefällig? Im ersten Drittel schreibt Josse Hagenson mühlradartig über Essen und Alkohol in den einzelnen Regionen, was durchaus zum aventurischen Lokalkolorit beiträgt. Aber er kommt nicht groß darüber hinaus. Wann hat er eigentlich jemals Geländeformen, Küstenlinien, Höhenzüge zum Thema? Scheint einen Kartografen aus Thorwal nicht groß zu interessieren, vielleicht tut es ja da auch eine Bleistiftlinie auf der Rückseite einer Papierserviette. Lustigerweise verliert er diese Leidenschaft im Laufe der Handlung zunehmend. Entweder ist ihm die Lust am Essen vergangen oder das Motiv wurde einfach im hinteren Drittel vergessen, was zeigt, dass es nicht wirklich wichtig war.

Um es lobend zu erwähnen: Der Schreibstil ist ordentlich, liest sich gut und erzählt die Ereignisse routiniert und absolut handwerklich stark. Es wird durchaus versucht, in die Beschreibung Aventuriens eine gruppeninterne Handlung einzubauen. Da geht einmal jemand verloren und wird für tot gehalten, da ergeben sich verschiedene Liebschaften und verändern sich wieder, da wird nach und nach der Hochstapler Quanion enttarnt und am Ende haben sich alle trotzdem herzerwärmend lieb. Aber als Geschichte, selbst für das Genre „DSA-Roman“, ist das ganze zu dünn, zu oberflächlich, zu plakativ, vielleicht auch der Form geschuldet gar nicht tiefergehend ausgestaltbar. Eine lohnende Lektüre ist es aber dadurch in meinem Empfinden einfach nicht.

Vielleicht, vielleicht taugt Auf Avespfaden dann ja als Spielhilfe? Auch hier muss ich leider zweifelnd den Kopf schütteln. Für ein gründliches Kennenlernen von Land und Leuten ist der Expeditionsbericht natürlich zu kursorisch und aspekthaft angelegt (und natürlich soll diese Funktion ja der Almanach erfüllen). Aber selbst dann ist mir die Auswahl und die Gewichtung der Reiseziele nicht ganz klar: Warum Gratenfels und nicht Angbar? Warum Port Stoerrebrandt und nicht Brabak? Warum besteht die Thematisierung der Zyklopeninseln aus einer Drittelseite und einem (nicht sehr eleganten) Dönerwitz, Garetien hingegen aus neun Seiten? Eventuell, weil es ganz am Anfang der Reisebeschreibung stand und die Inseln im hinteren Drittel verortet sind, wo der Platz langsam ausging? Zumindest mir drängte sich der Eindruck auf, dass das Ende des Buches sehr hastig vorgeht.

So sieht sie dann also aus, die Expeditionsroute ...

(Aventurienkarte von Markus Holzum)

Apropos Vorgehen: Zumindest eine grobe Karte des Reiseweges der vier Avesjünger wäre sehr hilfreich gewesen. Es befindet sich eine ziemlich rudimentäre, aber stimmungsvolle Ingame-Aventurienkarte auf S. 14 und 160, wäre es da so undenkbar, ein paar Pfeile für den Leser einzuzeichnen?

Ich habe das also notgedrungen für mich selbst nachgeholt (siehe Abbildung), und Überaschung: Die Expedition geht tatsächlich irgendwie schneckenförmig durch den Kontinent. Das führt dazu, dass man am Ende relativ schnell und übergangslos von Thorwal in Mengbilla landet, was irgendwie die Sache zusammenhangslos macht. Und gleich noch vorneweg: Mir selbst waren die Zeitangaben beim Lesen super-schnurz und sie sind aus meiner Sicht für eine solche Art der Publikation auch eher unwichtig. Aber einem etwas genaueren Charakter als mir könnte sich die Frage schon stellen, wie es die Gruppe anstellt, in einem Monat von Gareth nach Trallop zu reisen (mit ein paar gründlichen Recherchen – warum nicht) und einige Jahre später im selben Zeitraum von Bjaldorn über Paavi, Abstecher zur See über die Bäreninseln, Anlandung bei den Eiszinnen, weiter am blauen See vorbei und schließlich nach Oblarasim. Das sind laut meiner alten Via Aventurica immerhin 1500 Meilen zu Fuß und per Schiff um die Grimmfrostöde herum. Auch hier drängt sich der Eindruck auf, dass der Text im letzten Drittel auf’s Gas tritt.

Versuchen wir es letztendlich mit der dritten Kategorie: Der Verwendung als Ingame-Spielhilfe am Spieltisch. Auch hier sehe ich nur eine eingeschränkte Verwendbarkeit der Sache. Letztendlich sind die Aufzeichnungen zu privat und für eine Reisegruppe zu wenig aussagekräftig, um wirklich als Regionenbeschreibung aus Weltsicht zu dienen. In den neuen Groszen Atlas werden die Liebeleien zwischen Quanion und Nimia jedenfalls nicht wandern, als Informationsquelle sind sie dürftig. Natürlich könnte man als Heldengruppe immer noch irgendwie auf die Expeditionsberichte eines der Reisenden stoßen, aber wie gesagt: Viel wächst dabei an Wissen auch gar nicht rüber. Oder zumindest im Einzelfall im sehr unterschiedlichen Maße.

Wer geträumt hat, dass er mit dem Büchlein quasi einen inneraventurischen Atlas  bekommt, wird schwer enttäuscht. Von einem Ingame-Altas mit ambientigen Karten und offiziellen Regionalbeschreibungen aus NSC-Sicht (von mir aus aus Garether Perspektive – das wäre cool), muss derjenige also weiter träumen.

Fazit

Und so krankt Auf Avespfaden daran, dass es nicht Fisch und nicht Fleisch geworden ist, nicht Kunst und nicht Leben, nicht Tragödie oder Lustspiel, sondern irgendetwas Undefiniertes zwischendrin.

Für einen aventurischen Reiseroman sind die Figuren zu flach, die Beziehungen und Konflikte zu erwartbar, die Handlung zu dünn und epigonenhaft. Da ist zwar nix wirklich schlecht oder abstoßend dumm ausgedacht, aber insgesamt lohnt sich die Lektüre irgendeines generischen Stücks DSA-Belletristik  aus der breiten Roman-Palette mehr.

Für eine Spielhilfe steckt wiederum insgesamt zu wenig drin und die Auswahl der Aspekte wirkt etwas willkürlich und zweifelhaft. Zwar werden alle wichtigen Stationen durchaus abgedeckt, aber in einem schwankenden Detailgrad, der aus meiner Sicht oft nicht ausreicht. Das, was Auf Avespfaden am wenigsten sein will, ist eine regelrechte Spielhilfe.

Seine Pfade sind manchmal unergründlich (Aves, von Nadine Schäkel)

Seine Pfade sind manchmal unergründlich (Aves, von Nadine Schäkel)

Letztendlich ist das Büchlein als Ingame-Text aber für Helden zu wenig relevant und hat auch zu privaten Charakter. Hier trifft der Spagat des Expeditionsberichts, verschiedenste Dinge sein zu wollen, die Einsetzbarkeit am Spieltisch mit voller Härte: einerseits zu privat und flüchtig (um eine Romanhandlung zu bieten) andererseits zu sehr Aventurienbeschreibung (um sich auf eine gute Geschichte konzentrieren zu können). Also kein Vergleich zu einem generischen Götter-Vademecum, aus dem man schnell mal ein cooles Stoßgebet oder einen nett gestalteten Göttinnendienst ziehen kann. Es bleibt abschließend die Erkenntnis, dass ich nicht weiß, was ich mit diesem Teil in meiner Rollenspielkarriere anfangen soll. Und so geht es mir, wenn ich nachdenke eigentlich mit kaum einer anderen DSA-Publikation, die ich besitze.

„Treffen sich neun Einhörner. Sagt eins so: Hey Leute, habt ihr Lust, einmal um Aventurien rum? Wir nehmen Schiffe und Pferde und sogar Fluggeräte! N’anderes: Voll cool, so mit Essen, und Sachen angucken und n’bisschen Abenteuer und Liebe? N’drittes: Und alles so nett erzählt? Am Lagerfeuer und so? Kommt noch eins aus’m Wald: Ey, aber ihr habt ja nicht mal ne vernünftige Karte mit, Leute! Der Nebendran: Sieht aber voll schön aus! Das Nächste: Und so im Schneckengang drum rum? Irgendwie komisch, Alter! Noch eins: Und auf vier Wochen Vinsalt hab ich kein Bock und Jilaskan, meine Lieblingsinsel, macht ihr nicht mal vier Stunden lang. Ohne mich, Leute. Das Letzte dann: Kein Bock ewig im Kosch abzuhängen und dann mit euch vier Hurgeln in drei Wochen einmal durch die Grimfrostöde zu hetzen. Macht det mal alleine.“

Dem Witz fehlt die Pointe? Eben. Vier von neun Einhörnern für alle, die abends gerne zum Müdewerden ein bisschen Aventurien lesen. Weil letztendlich weder Form noch Inhalt grob falsch oder schlecht sind. Für alle anderen Kundengruppen sind es aber eher zwei Einhörner, die nicht ganz wissen, in welche Richtung sie gehen.

Bewertung Einhorn 4

Bewertung Einhorn 2

Mit freundlicher Unterstützung in Form eines Rezensionsexemplars von der Ulisses-Spiele GmbH und dem F-Shop.

Über Vibarts Voice

1986 entwickelte Michael Gorbachow den Begriff "Glasnost" und die Raumfähre Challenger explodierte beim Start. Im selben Jahr wurde DSA Teil meines Lebens, und obwohl die UdSSR und das Space-Shuttle-Programm längst Geschichte sind, ist DSA noch immer zentraler Aspekt meiner Existenz. Ich spiele und meistere regelmäßig. Seit Mai 2012 bin ich darüber hinaus hier bei Nandurion tätig.
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6 Kommentare zu Auf Avespfaden

  1. Die rote Elster sagt:

    Yup, leider muß ich dem zustimmen. Josse Hagenson wirkte auch auf mich recht steriotypisch und klischeehaft. Schade 🙁 Nimia Schönauges Einträge fand ich mit Abstand am interssantesten, Die Anderen lagen irgendwie dazwischen.

    Verwendung des Buches im Spiel: Vielleicht könnte das Buch als Aufhänger für eine junge Heldin oder einen jungen Helden für das erste Abenteuer sein, indem es seine Neugierweckt, sich die beschreibenen Orte einmal Selbst zu besuchen und sich ein eigenes Bild vor Ort zu machen. Womöglich stößt er dabei auf HInterlassenschaften und Geheimnisse der Expedition, die NICHT im Buch erwähnt wurden (Müssten aber selbst erdacht werden). Ansonsten fällt aber auch mir keine weitere Spieltischverwendung ein. Wie schon erwähnt: Schade 🙁

  2. Zweifler sagt:

    Trotz der berechtigten und aus meiner Sicht absolut nachvollziehbaren Kritik gefällt mir das Buch sehr gut … Als „Alt-DSA’ler“ nenne ich auch schon eine Menge an DSA-Publikationen mein eigen. Von daher habe ich nicht erwartet, dass ich allzu viel Neues erfahren werde. Auch dass es keinem (vollständigen) Roman entsprechenden würde, war so zu erwarten. Auf die Idee, es möglicherweise als Spielhilfe einsetzen zu können, bin ich im Vorfeld gar nicht gekommen 🙂 Nichts desto trotz hat es mir Spaß gemacht, das Buch zu lesen und die Welt aus diesem Blickwinkel zu betrachten bzw. präsentiert zu bekommen. Allerdings muss ich zugeben, dass ich mir aus diesen Gründen „nur“ die „PDF-Version“ gegönnt habe 🙂

  3. Krassling sagt:

    Ich hatte das Buch auch schon in der Hand und habe mich gefragt, was in Gottes Namen das eigentlich sein soll. Danke, dass du den Band für uns ertragen hast. Fluff ist ja meiner Meinung nach einer sehr freine Sache. Aber ich glaube für DSA gibt es weitaus bessere Wege diesen zu transportieren als ein irgendwie undefiniertes Produkt mit einem kaum erklärbaren Konzept. Ich frage mich immer wieder, wie solche Produkte kreiert werden ohne dass eine klare Zielgruppe definiert ist.

  4. Kordan sagt:

    Ich glaube, das Konzept ist „etwas, was sich ins Vademecum-Format gießen lässt“ und die Zielgruppe „Leute, die gerne ihre Sammlung hübscher Fakeleder-Bücher erweitern möchten und sich nicht groß um den Preis kümmern“. Das könnten durchaus mehr sein als Spielleiter, die ein bestimmtes Abenteuer kaufen.

  5. Derya Eulenhexe sagt:

    Sind das da oben etwa meine vier Avesgeweihten, die in einem Einhorngespräch als Überlebende dieser Aventurienexpedition fielen? Zwar mag ich eigentlich solche Texte, die mich in die Lebenswelt Aventuriens und seiner Bewohner eintauchen lassen, aber in diesem Fall wurde meine Haltestelle anscheinend verfehlt, auch wenn es teilweise andere Gründe waren als bei Vibart.

    Vielleicht wäre das Büchlein mit zwei Berichterstattern aber beibehaltenen vier Protagonisten besser gefahren, so blieben die Blickpunkte doch immer wieder recht oberflächlich bevor sie zum nächsten Berichterstatter wechselten.

    Zudem waren mir zu bemüht immer wieder outgame-Informationen des Almanach in einer ingame-Verpackung drin, während für mich so ein Büchlein kulturelle Eigenheiten transportieren soll, die in einer entsprechenden Regio einfach zu kurz kommen. Und war das jetzt eine Gruppe reicher Taugenichtse auf Aventurienfahrt oder doch eine Kartografierungstour? Die Schwierigkeiten bzw. Erfolge dieser Arbeit kamen aus meiner Sicht einfach zu kurz, stattdessen gab es mehr von den privaten Beziehungen der Berichterstatter zueinander zu lesen. Nicht dass die verschiedenen Bereiche nicht alle in irgendeiner Form zur Verfügung standen, allerdings hatten sie für mein Glück einfach die vollkommen falsche Gewichtung.

    Da lese ich doch einfach lieber das nostergast’sche Heldenbrevier, das Birtenbichler Reisetagebuch aus Wege des Entdeckers oder den sehr kurzen Reisebericht von Ohm Follker im Almanach.

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